Eschweiler - Vor allem die fliegenden Oldies machen Röhern Ärger

Vor allem die fliegenden Oldies machen Röhern Ärger

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Landeanflug auf Merzbrück: Mit der Zahl der Sonnenstunden nimmt auch der Fluglärm wieder zu, befürchten Röher Bürger. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Mit dem schönen Wetter beginnt auch wieder die Saison am Flugplatz Merzbrück. Und damit steigen auch wieder die Flugbewegungen über Röhe. Viele Anwohner beschweren sich dann über zu viel Lärm. Ein nicht ganz neues Thema.

Aber eines, das einige Röher so beschäftigt, dass sie sich an ihre Vertreter im Eschweiler Rat, Klaus Fehr und Petra Ott, wandten.  Diese suchten und fanden Unterstützung beim Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Eschweiler-Mitte, Stephan Löhmann, dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling und der SPD-Fraktionsvorsitzenden Nadine Leonhard.

Nach einigem Schriftverkehr fand nun ein Gespräch mit mehreren Röher Bürgern, Vertretern des OV-Mitte und dem Geschäftsführer des Flugplatzes, Uwe Zink, sowie dessen Mitarbeiter Thomas Jorias statt. Die Röher brachten vor, dass sie insbesondere von Oldtimern, die im Formationsflug dann auch noch in relativ niedriger Höhe über ihren Ort fliegen, belästigt würden. Ein weitere erhebliche Lärmquelle seien zudem die „Schleppflugzeuge“, die möglichst schnell Segelflugzeuge von Merzbrück zur günstigen Thermik über dem Kraftwerk Weisweiler brächten und dann im Tiefflug zurück über Röhe zum Flugplatz rasten.

Mit Piloten reden

Zink und Jorias sagten zu, erneut das Gespräch mit den Piloten zu führen, um hier Abhilfe zu schaffen. Ferner will man kurzfristig dafür sorgen, dass solche Flugbewegungen nicht nur über Röhe stattfinden. Mittelfristig ist seitens der Betreiber aber auch vorgesehen, eine Seilwinde für Segelflugzeuge zu installieren. Damit könnten etliche Schleppflüge entfallen. Damit einige Lärmquellen ausgeschlossen sind, ist der Regelflugverkehr auf die Zeit von 9 bis 20.30 Uhr beschränkt, wobei seltene Ausnahmen auftreten können. Ferner hat sich der Betreiber selbst auferlegt, an Sonntagen zwischen 13 und 15 Uhr keine Platzrunden fliegen zu lassen. Piloten müssen sich in dieser Zeit mindestens eine Stunde vom Flugplatz entfernen, bis sie wieder landen dürfen.

Zink teilte aber auch mit, dass für die Flugaufsicht die Bezirksregierung in Düsseldorf zuständig sei und auch nur diese Bußgelder gegen auffällige Piloten verhängen könne. Er bat ferner darum, dass die Bürger, die sich belästigt fühlen, am Flugplatz Merzbrück anrufen. Zwingend erforderlich für weitere Maßnahmen sei hierbei dann die Mitteilung über die Kennung des Flugzeuges. Wobei Farbe und Flugrichtung auch hilfreich seien. Ferner solle man auch nicht warten, bis einem aufgrund der Häufigkeit von Belästigungen der Kragen platze, sondern lieber sofort anrufen.

Kein Jet-Verkehr

Zu guter Letzt sprach Zink noch die geplante Verschwenkung und Verlängerung der Landebahn an. Er erwartet hier insgesamt eine Lärmreduzierung. Frachtflüge und einen Jet-Verkehr schloss Zink aus. Eine gewisse Skepsis blieb bei den Teilnehmern insbesondere hinsichtlich der geplanten Änderungen zur Landebahn jedoch übrig. In seinem Schlusswort bedankte sich Fehr für die offenen Worte aller Beteiligten. Es wurde vereinbart, dass der Kontakt gehalten wird und weitere Gespräche folgen sollen.

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