Von Whatsapp bis zu Häkeln und Stricken

Von: ll
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Jeden zweiten Donnerstag im Monat kann man am offenen Kreativ-Treff teilnehmen oder selbst etwas vorstellen. Foto: Laura Laermann

Eschweiler. Fotografie, Basteln, Zeichnen, Nähen, Social Media – welches Hobby man auch hat, in der Stadtbücherei ist alles gefragt. Mit dem Projekt „#eschweilermachtwas“ werden Bürger mit besonderen Interessen ermutigt, ihr Können und Wissen zu teilen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr sollen offene Workshops unterschiedlicher Art für interessierte Bürger stattfinden.

Damit das Konzept funktioniert, werden Menschen gesucht, die ein besonderes Handwerk beherrschen, sich gut mit Technik auskennen oder einfach kreative Ideen haben. „Egal, ob man ein Hobby professionell ausübt oder sich in seiner Freizeit damit beschäftigt, wir freuen uns über jeden, der sich bereit erklärt, etwas zu zeigen“, betont Michaele Schmülling-Kosel, Leiterin der Stadtbücherei.

Denn Nachfrage besteht in vielen Bereichen: „Zuletzt hat eine Dame gefragt, ob nicht mal jemand alles rund um Whatsapp und andere soziale Medien erklären kann“, erzählt Ingrid Nicoleitzik, Mitarbeiterin der Stadtbücherei. „Für diesen Vorschlag konnten wir sogar jemanden finden, der sich mit diesen Plattformen gut auskennt.“

Die Idee eines Makerspace haben sich die beiden Frauen in der Stadtbibliothek Köln abgeguckt. Und auch in anderen Städten hat sich das Konzept durchgesetzt. „Im Makerspace in Köln gibt es sogar einen 3D-Drucker und eine Virtual-Reality-Brille, die man ausprobieren kann“, weiß Schmülling-Kosel. „So gut sind wir in Eschweiler nicht ausgestattet. Wir fangen klein an.“

„In entspannter Atmosphäre“

Schon zweimal konnte „#eschweilermachtwas“ in der Stadtbücherei umgesetzt werden. Am vergangenen Donnerstag zeigten einige Frauen ihr Können beim Häkeln und Stricken. „Man kann sich hier in entspannter Atmosphäre austauschen, neue Ideen gewinnen und dazu lernen“, sagt Teilnehmerin Ulrike Best.

Beim Durchblättern neuer Fachbücher, die von der Bücherei zu Verfügung gestellt werden, finden die Frauen immer wieder neue Anregungen, die für Gesprächsstoff sorgen. „Handarbeit erlangt eine Renaissance“ findet die Teilnehmerin Beatrix Niesen.

„Stricken muss nicht mehr altmodisch sein, sondern kann auch sehr jung und modern sein.“ Jeder hat seine kreativen Stücke mitgebracht, an denen er gerade arbeitet. Ob Handyhüllen, Patchwork-Tasche, Stofftiere, Spitzentücher oder ein Schal, beim Stricken und Häkeln ist einiges möglich. Doch dazu ist auch die richtige Technik, ein ruhiges Händchen und viel Geduld nötig. „Für mich ist Häkeln wie Mediation“, erklärt Ulrike Best. „Ich kann dabei abschalten und mein ganzer Körper entspannt sich.“

In der Stadtbücherei hofft man, dass der Makerspace sich mit weiteren Ideen füllt. „Wir wünschen uns hier Vielfalt, so dass für jeden was dabei ist. Wir sind für alles offen und suchen dringend Leute, die mitmachen und zeigen was sie können,“ sagt Nicoleitzik. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bei der Stadtbücherei unter Telefon 02403/71310 melden. Wann #eschweilermachtwas das nächste Mal stattfindet, erfährt man auch auf der Facebook-Seite der Stadtbücherei.

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