Von den „Bienchen“ bis hin zum „Tusnellchen“

Von: zsa
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Besonders stolz ist die KG Klee Oepe Jonge auf ihr Männerballett „Die Bienchen“, das auch dieses Mal für viele Lacher sorgte. Foto: Sandra Ziemons

Eischwiele. Blau und Gelb, das sind ihre Farben. Am Samstagabend trugen die Mitglieder der KG Klee Oepe Jonge diese wieder mit Stolz, als sie mit zahlreichen Gästen den vorläufigen Höhepunkt der Session feierten – ihre Kostümsitzung. In der Delio-Arena in Haus Flatten präsentierte Klee-Oepe-Präsident Martin Göbbels ein buntes Programm.

Begleitet vom Spielmannszug Reserve Jonge un Mädchere zogen die Klee Oepe Jonge umjubelt vom Publikum auf die Bühne ein. Dort verlor Martin Göbbels aber nicht viele Worte der Begrüßung, sondern ehrte direkt zu Beginn der Sitzung drei Mitglieder, die sich stets besonders bei den Klee Oepe Jonge engagiert haben.

Für 55 Jahre Mitgliedschaft zeichnete Göbbels Nanni Bortz aus. Sie trainiert die Tänzerinnen und Tänzer der Gesellschaft. Seit 51 Jahren ist Hajo Hochhaus Mitglied bei Klee Oepe und war lange Jahre Kommandant der KG. Nun ernannte ihn Präsident Martin Göbbels zum Ehrenkommandant. Anschließend erhielt Doreen Göbbels, die bereits seit 1992 bei Klee Oepe tanzt, den Hubert-Brandt-Gedächtnisorden der Auftretenden für ihre tänzerischen Leistungen.

Nach einem kurzen Bühnenspiel des Spielmannszugs präsentierte sich ausnahmsweise auch die Jugend der Klee Oepe Jonge bei der großen Sitzung ihrer Gesellschaft. Sowohl das Kindertanzpaar Jil Tomak und Niklas Endrik als auch Jugendmarie Celina Gschwendter bewiesen den Erwachsenen mit ihren gelungenen Darbietungen, dass sie kein Lampenfieber hatten. Ihnen tat es auch die Gardetanzgruppe gleich, die gekonnt über die Bühne wirbelte.

Mit seiner „Kölsche Quetsch“ riss dann Heiner Schwendemann trotz anfänglicher Technik-Probleme die Gäste von ihren Stühlen. Flink huschten seine Finger über das Akkordeon und begeisterten das Publikum mit kölschen Liedern aus mehreren Jahrzehnten. Von „Ach, wat wor dat früher schön in Colonia“ über „Wenn et Trömmelche jeht“ bis zu „Ich han de Musik bestellt“ war für jeden etwas dabei.

Klänge von Michael Jackson

Für die ersten großen Lacher des Abends sorgten die „Bienchen“, auch bekannt als das Männerballett der KG Klee Oepe Jonge. In schwarz-roten Kleidern „flogen“ die fünf Tänzer auf die Bühne. Dort bewiesen sie, dass eine Tanzdarbietung nicht perfekt sein muss, um das Publikum zu unterhalten. Leichten Koordinations- und Orientierungsproblemen zum Trotz tanzten sich die „Bienchen“ in die Herzen des Publikums.

Selbstbewusst gaben die fünf Herren des Ehrenrats dann auch noch eine Zugabe zu Klängen von Michael Jackson. Zuvor warnte Präsident Martin Göbbels allerdings: „Alle Jugendlichen unter 16 Jahren verlassen jetzt bitte den Saal“. Denn nun trugen die Tänzer deutlich weniger Kleidung und zeigten ihre plüschbesetzten Unterhosen und halterlosen Strümpfe.

Die Klee Oepe Jonge zeigen gerne die Wertschätzung ihrer Mitglieder. Deshalb hatte die KG auch das Eschweiler Karnevalskomittee eingeladen, um drei besondere Personen zu ehren. So erhielt Angelika Wilhelm von Komitee-Vizepräsident Manfred Wienands den Orden 1. Klasse. Helmut Keusgen und ein überraschter Martin Göbbels wurden mit dem Silbernen Stern des Karnevalskomitees ausgezeichnet.

Als „Et Tusnellchen“ stieg dann Annemie Brendt in die Bütt und bot dabei einen amüsanten Anblick: Mit schiefsitzendem Hut, Lippenstift verschmiertem Gesicht und hochgehaltener Handtasche erzählte sie aus ihrem Leben. So wollte „Tusnellchen“ vor dem Auftritt in den Schönheitssalon gehen, aber nach einem zwei Stunden dauernden Kostenvoranschlag wurde ihr dann die Bedienung verweigert mit den Worten: „Das hier ist ein Schönheitssalon, kein Enthauptungsinstitut“. Das mannstolle Weib flirtete zwischendurch penetrant mit dem Zeremonienmeister der Klee Oepe Jonge und erheiterte auch damit das Publikum.

Übergroße Donauwellen-Torte

Während „Et Tusnellchen“ eher weniger visuell gefällig war, betrat anschließend mit Angelina Höveler ein wahrer Augenschmaus die Bühne. Die Marketenderin der KG Klee Oepe Jonge ging ganz aus sich heraus und verlor bei ihrem schmissigen Tanz sogar den Hut. Für ihre tolle Leistung erntete sie dann viel Applaus. Auch die Nothberger Burgwache sorgte als Gastgesellschaft mit ihrem Programm für wahre Begeisterungsstürme. Burgwache-Präsident Frank Fischer ließ mit seiner Truppe die Bühne in Gelb und Rot erstrahlen. Dann zeigten nacheinander die Nothberger Tanzmarie, das Tanzpaar, die Tanzgarde und die Showtanzgruppe ihr Können.

Nach einer kurzen Verschnaufpause war dann der Höhepunkt einer jeden Kostümsitzung gekommen: Prinz Thomas I. und sein Zerem Harald schauten mit Gefolge bei den Klee Oepe Jonge vorbei. In seinem „Wohnzimmer“ wurde das Prinzengespann herzlich empfangen und fühlte sich umso mehr wohl. Auch zu später Stunde schmetterten Prinz und Zeremonienmeister gut gelaunt ihre Hits „Mir sin en Familich“ und „Janz ejal“.

Zum Dank gab es von Präsident Martin Göbbels eine übergroße Donauwellen-Torte und eine Flasche „Erkältungströpfchen“. Mit der Showtanzgruppe „Can’t stop“ der KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler zog anschließend noch einmal ein optischer Leckerbissen auf die Bühne. Unter dem Motto „Maskenball“ zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer eine hochkarätige Darbietung. Bunt, laut und stimmungsvoll wurde es dann mit der Dürener Mundart-Band „Echte Fründe“.

Zum Sessions-Hit „Kölsche Jung“ regnete es bunte Neon-Leuchtstäbchen von der Bühne, die sogleich zum Anfeuern und Mitfeiern genutzt wurden. Mit kölschen Songs wie „4711“, „Stääne“ und „Et jitt kei Wood“ und unterstützt von den feiernden Klee Oepe Jonge auf der Bühne brachten sie den Saal zum Kochen.

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