Vom Wurmlabor zum Falter-Bungalow

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Nicht nur Forschungsarbeit sta
Nicht nur Forschungsarbeit stand auf dem Ferienplan: Ein Ausflug zum Bubenheimer Spieleland rundete das bunte Programm der Weisweiler Grundschulkinder ab.

Eschweiler. In der Ferienbetreuung der Gemeinschaftsgrundschule in Weisweiler wurde in diesem Sommer das Thema „Insekten” behandelt. Die gemeinsame Forschungsarbeit sollte zeigen, dass auch das kleinste Lebewesen seine Aufgabe und Existenzberechtigung in Natur und Umwelt hat.

Keines der teilnehmenden Kinder hätte am Anfang gedacht, wie spannend und interessant es sein kann, den Lebensraum vieler kleiner Krabbeltiere kennen zu lernen.

Die Einladung in die Stadtbücherei nahmen alle gerne an. In einem Frage- Antwort- Spiel wurde den Mädchen und Jungen schon viel Wissen über verschiedene Insekten vermittelt. Vor der Rückfahrt nach Weisweiler durften sich die Kinder noch einige Sachbücher als Informationsmaterial mitnehmen. Als erstes Experiment sollte ein Wurmlabor erstellt werden, für das im eigenen Schulgarten Regenwürmer ausgebuddelt wurden. Ähnlich wie es auch im heimischen Garten zu finden ist, wurden in einem großen Glasgefäß Erdschichten eingefüllt. Die gesammelten Würmer vergruben sich sofort im Wurmlabor. Als letzte Schicht wurden dann Gemüse und Obstabfälle zu gegeben. In einigen Wochen wird man dann sicher schon beobachten können, dass die Würmer aus Ihrer verdauten Nahrung neuen Humus produziert und die Erde aufgelockert haben , so wie es auch im Gartenbeet geschieht.

Das Basteln von Schmetterlingshäusern, in denen sich die bunten Falter zurückziehen und ausruhen können, machte auch allen sehr viel Spaß. Aus geleerten Frischmilchtüten, Muscheln,Baumrinde und Laub wurden gemütliche Eigenheime produziert, die dann gleich am nächsten Tag im Schulgarten für die neuen Mieter aufgehängt wurden. In der zweiten Betreuungswoche begaben sich die jungen Insektenforscher auf die Spuren der Waldameisen. In einem Waldstück in Langerwehe Schlich entdeckten sie 13 riesige Ameisenhügel, die genau untersucht wurden. Dabei mussten einige der Beobachter die schmerzliche Erfahrung machen, dass so ein Ameisenbiss nicht sehr angenehm ist. Wer noch nichts von der „Assel-Werkstatt” gehört hat, der sollte sich bei der AWA informieren. Die Mitarbeiterin des Amtes für Abfallwirtschaft, Frau Stiller und ihre Assistentin besuchten die kleinen Insekten-Detektive in der Einrichtung in Weisweiler, um ihnen praktisch und theoretisch zu zeigen, welche Aufgabe die Assel im Naturhaushalt übernimmt. Mit Handschuhen, Schäufelchen und kleinen Eimern ging es auf „Kellerasselsuche”.

Entspannung im Spieleland

Im nahen Umfeld der Schule wurde man schnell fündig. Asseln sitzen überwiegend unter Steinen und an morschen Holzstämmen.

In drei Arbeitsgruppen aufgeteilt wurden die grauen Tierchen im warsten Sinne des Wortes unter die Lupe genommen. Nach einigen Tests und Untersuchungen unter Anleitung der Fachfrauen, kam man zu dem Ergebnis: Asseln sind keine Insekten, sondern sie gehören zur Familie der Krebse. Auch wenn die Assel häufig als Schädling bezeichnet wird, ist sie für die Umwelt dennoch sehr nützlich. Sie frisst Laub,verrottendes Holz und Aas und trägt mit ihren Ausscheidungen so zur Humusbildung bei. Im Verlauf der restlichen Ferientage werden noch Marienkäfer und Schnecken ein Thema sein.Bestimmt wird Försterin Susanne Gohde bei der bevorstehenden Waldführung im Stadtwald viele Fragen der kleinen Insektenforscher beantworten können.

Um die Ferientage nicht nur mit Forschungsarbeit zu füllen, besuchten die Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Betreuerinnen das Bubenheimer Spieleland. Bei warmem Sommerwetter war das für alle ein tolles Erlebnis. Auch der Aachener Tierpark wird noch Ziel der Gruppe sein und wenn das Wetter mitspielt soll das Maislabyrinth am Indemann besucht werden.
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