Vom Patternhof aus in die Welt der Fastelovend

Von: Andreas Röchter
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Hoffen, als „De jecke boure vam Patterehoff“ Aufnahme in die indestädtische Fastelovendsfamilie zu finden: Präsidentin Monika Schobben (links) und ihre „Vize“ Christine Bourceau. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. Eigentlich ist am Aschermittwoch, zumindest für die eingefleischten Fastelovendsjecken, ja wirklich alles erst einmal vorbei. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Und so war der Aschermittwoch 2011 der Geburtstag der Karnevalsgesellschaft „De jecke Boure vam Patterehoff“.

In ihrer fünften Session nach der Gründung träumen die inzwischen 25 Mitglieder der Gesellschaft davon, in absehbarer Zeit als 23. Mitglied in das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler aufgenommen zu werden. Eine wichtige Voraussetzung erfüllen die „Bauern“ schon, denn seit 2012 hat die KG Röthgener Garde die Patenschaft übernommen. Bereits vier Mal bereicherten die „jecken Boure“ inzwischen den Eschweiler Rosenmontagszug. Dreimal standesgemäß in Bauernkostümen, im vergangenen Jahr erstmals in der gold-roten Uniform.

Ihr Mann Hubert Schobben gehört als Kommandant ebenfalls zu den treibenden Kräften der Gesellschaft und hat maßgeblichen Anteil an der Entstehung des Vereins. Der Vollblutkarnevalist und gebürtige Aachener war in seiner Heimatstadt seit den 50er Jahren Mitglied einer Karnevalsgesellschaft und hatte zuletzt sogar das Amt des Präsidenten inne. „Nach großen gesundheitlichen Problemen wurde meinem Mann dann aber mitgeteilt, er sei für den Verein nicht mehr repräsentabel“, blickt die Präsidentin mit Unverständnis zurück. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, war nicht die Sache von Hubert Schobben.

Im Jahr 2007 nahm er gemeinsam mit seiner Frau Abschied von der Stadt Aachen und erwarb ein Grundstück am Patternhof. Dort angekommen, traf der Neu-Indestädter eine Entscheidung: „Wenn man mich in Aachen nicht mehr haben möchte, dann gründe ich eben einen neuen Verein in Eschweiler!“ Auf Grund des Wohnortes war schnell klar, dass der Begriff „Patternhof“ Bestandteil des Vereinsnamens sein musste. „Und da der Patternhof einst ein landwirtschaftliches Gut war, lag der Name De jecke Boure vam Patterehoff letztlich ganz nahe“, erläutert Monika Schobben die Namensfindung. Ehrensache, dass eine Abbildung des früheren Patternhofs den Weg auf das Vereinswappen gefunden hat.

Waren am Gründungstag 17 Gleichgesinnte mit von der Partie, ist die Zahl der Mitglieder seitdem langsam, aber stetig gestiegen. Vor allem im tänzerischen Bereich sind die „jecke Boure“ stark aufgestellt. So tragen Kindermarie Mia Paschelke, Jugendmarie Melissa Haspel, Tanzmarie Tamara Mertens, Elferrats-Marie Jasmin Bourceau sowie das Tanzpaar Lisa Haefs/Pascal Breuer die Farben Rot und Gold. Hinzu kommen eine siebenköpfige Garde sowie die Kindergarde mit Lea Schuhmacher, Mia Paschelke und Melissa Haspel.

„Unser Motto lautet, mit Spaß an der Freude Karneval zu feiern. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei den Kindern und Jugendlichen“, erklärt Vizepräsidentin Christine Bourceau. Verstärkung erhält das Präsidentinnen-Duo von drei weiteren Damen: Barbara Paschelke fungiert als Jugendwartin, Carmen Rinner wacht als Schatzmeisterin über die Finanzen des Vereins und Ramona Etschenberg hat das Amt der Schriftführerin inne.

Ein Wunsch treibt nun alle „jecke Boure vam Patterehoff“ um: „Wir würden gerne Kontakte zu den anderen Karnevalsgesellschaften Eschweilers knüpfen und vorhandene intensivieren“, sind sich Schobben und Bourceau einig. Und über geschlossene Vereinsfreundschaften könnte der Weg schließlich in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft zur Komitee-Mitgliedschaft führen. Als weiterer Farbtupfer in der bunten Welt der Eischwiele Fastelovend.

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