Vom Niederrheiner zum Eifler

Von: jlm
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Das Kabarettisten-Duo Hubert vom Venn und Achim Konejung begeisterte die Gäste des Talbahnhofs mit seinem neuen Programm „Letzte Ausfahrt Eifel“. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Die Eifel beginnt erst ab 300 Meter. Alles was darunter ist, wird demnächst wegen der Klimakatastrophe geflutet“, so Hubert vom Venn, Kabarettist und Autor. Mit dem Vollblutmusiker und Kabarettisten Achim Konejung ist er derzeit mit dem neuen Programm „Letzte Ausfahrt Eifel“ auf Tour und stattete dabei auch den Gästen des Eschweiler Talbahnhofs einen Besuch ab.

Seit bereits rund 35 Jahren würden sich die beiden nun bereits kennen, seien aber nie auf die Idee gekommen, zusammen auf die Bühne zu gehen. „Achim Konejung wird nun auch Eifler werden wollen“, erklärte Hubert vom Venn den vielen Zuschauern auch gleich die Lage, er habe damit aber ein Problem, schließlich wohnt sein Partner ja in der Voreifel und kommt vom Niederrhein.

Das Publikum wurde daraufhin zur Aufnahmekommission ernannt und Achim Konejung sollte diverse Tests, unter anderem zur Sprache, Wissen oder auch Religion bestehen, um zu beweisen, dass er auch würdig ist, in die Eifel ziehen zu dürfen. Das Publikum sollte dann am Ende des Abends entscheiden, ob er „in der grausigen Steppe der Zülpicher Börde“ bleiben muss.

Direkt zu Beginn stellte Hubert vom Venn ihn auf die Probe und betonte dabei, die Sprache spiele in der Eifel eine große Rolle. Zweimal wütete er über die Bühne, weil Achim Konejung den Namen seines Heimatstädtchens nicht richtig aussprach – „Röthgen wie Brötchen“, rief Hubert vom Venn dabei immer wieder. Das müsse man mit Liebe aussprechen.

Schließlich gab Achim Konejung mit einem Lichtbildervortrag einen Einblick in sein Heimatörtchen und versuchte so Hubert vom Venn und das Publikum zu überzeugen, warum er lieber in die Eifel ziehen möchte. Auch über die Eifler Essgewohnheiten erzählte Hubert vom Venn die ein oder andere Anekdote: So könne der Eifler ein Fünf-Gänge-Menü von einem einzigen Teller essen, dann würde der Teller umgedreht und darauf der Pudding serviert.

Auch das Thema Kirche wurde nicht vergessen: Achim Konejung sollte sich irgendwie einbringen. Auf die Frage nach dem Wie fand der Kabarettist auch gleich eine Lösung. Als Organist haute er in die schwarz-weißen Tasten und rief: „Demnächst kommen Leute aus Köln in die Eifel zur Kirche.“ Auch Hubert vom Venn schien begeistert, der letzte Küster in der Eifel sei nämlich nach Limburg gegangen und dort Bademeister geworden.

Bis zum Schluss feilten die beiden noch an der Aussprache Achim Konejungs, um aus ihm auch einen richtigen „Homus Eifelanus“ zu machen. Am Ende des gelungenen Abends wurde dann selbstverständlich abgestimmt: Achim Konejung erhielt die Zustimmung der Aufnahmekommission, er darf nun in die Eifel ziehen. Mit einem letzten Lied bedankte sich der Vollblutmusiker bei den Gästen und rundete den Abend ab.

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