Vom Messdiener wird Manfred Erwe jetzt zum Monsignore

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Das Fernsehen hat ihn bereits vor vielen Jahren entdeckt: Manfred Erwe.

Eschweiler. Manfred Erwe, Jahrgang 1957, Indestädter und somit waschechter Rheinländer, hat das bunte Leben in die Wiege gelegt bekommen. In einem Geschäftshaushalt im Schatten der Pfarrkirche groß geworden, war es schon in seinen frühen Jahren ein Fest, wenn er das Weihrauchfass schwenkte.

Was lag also näher, als in Bonn katholische Theologie zu studieren, nach einer Studiumsunterbrechung das Schauspiel von der Picke auf zu lernen, Hörspiele beim WDR zu sprechen und nach seinem Studium in Bonn am großen Haus in Shakespeares „Was ihr wollt“ als Priester zu glänzen.

Damit war der Anfang getan. Bald entdeckte ihn das Fernsehen, und der Mime war auf nahezu allen Kanälen zu sehen: ob unter der Regie von Hermine Huntgeburth, Vadim Glowna oder Gerd Dudenhöfer oder in Serien, wie „Die Camper“, „Lindenstraße“ oder „Die Wache“, um nur ganz wenige zu nennen.

Der „lustigste Wetterfrosch“

Die Privatsender machten es möglich, dass er über Nacht bei SAT.1 zum „lustigsten Wetterfrosch Deutschlands“ (Der Spiegel) avancierte und gleichzeitig beim Deutschen Sportfernsehen mit Jessica Stockmann (damals mit Tennis-Legende Michael Stich verheiratet) witzige Filmchen à la Pleiten, Pech und Pannen moderierte.

Jedes Mal schrieb Manfred Erwe auch die Drehbücher. Es folgten Werbeaufträge für das Fernsehen, und der Tausendsassa war Moderator der ersten Stunde beim Teleshopping. Was der Mime anpackte, wurde zum Erfolg, so auch seine Auftritte als Lockvogel für „Verstehen Sie Spaß?“, erst bei Frank Elsner, später bei Guido Cantz, den Erwe schon lange über den Karneval kannte, schließlich war der „Vorzeige-Rheinländer“ auch der Bonner Milleniums-Prinz Manfred I., wo er immer wieder Marc Metzger über den Weg lief, den er nie aus den Augen verlor. Seit vielen Jahren ist Manfred Erwe beim Kölner Rosenmontagszug die „Stimme der Trankgasse“, denn dort kommentiert er den Zoch für die Tribünengäste des Excelsior Hotels Ernst sowie einen Teil der Domplatte. Z

um seinem Repertoire gehören unter anderem auch Kostümfilme, wie „Georg Friedrich Händel“ für den MDR oder der kürzliche Auftritt als Schalck-Golodkowski für die ZDF-History-Produktion. Seit Jahren erfreut er zudem Brautleute mit seinen individuellen Hochzeitsreden bei freien Trauungen.

„Das elfte Gebot“

Ein neues Projekt nimmt jetzt Gestalt an: „Das elfte Gebot“ heißt der „Versuch einer Boulevardkomödie von und mit „Blötschkopp“ Marc Metzger, das im kommenden Jahr am Kölner Rudolfplatz die Volksbühne, das einstige Millowitsch-Theater, zum Beben bringen soll. Wenn man Manfred Erwe dort mit Marc Metzger den Monsignore mimt, dann wundert es keinen mehr so wirklich.

Oder anders ausgedrückt: Manfred Erwe spielt nicht den hohen Geistlichen, wenn er in Soutane über die Bühne fegt, dann ist er es. Der Schauspieler mit dem markanten Gesicht freut sich jedenfalls wie Bolle auf seine neue Rolle und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen.

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