Eschweiler - Vom Katastrophenhelfer bis zum Vereinsaktivisten

Vom Katastrophenhelfer bis zum Vereinsaktivisten

Von: pan/rö
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Das sind sie, die ehrenamtlich aktiven Indestädter, die am späten Nachmittag im Eschweiler Rathaus ausgezeichnet wurden. Zweite von rechts ist die Stellvertretende Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt.

Eschweiler. Ulrike Sommer, Leiterin des Referates für bürgerliches Engagement im NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport brach am „Tag des Ehrenamtes” vor zahlreichen Gästen im Ratssaal eine Lanze für Menschen, die ihre Freizeit unentgeltlich opfern, um der Gesellschaft zu dienen.

„Wer sich ehrenamtlich engagiert, tut viel: für andere, für die Gemeinschaft und für den Zusammenhalt der Gemeinschaft.”

Acht solcher Einzelpersonen, Familien und Institutionen aus Eschweiler wurden während der Feierstunde am Sonntagabend geehrt. Und auch belohnt: Denn nun sind sie Inhaber der „Ehrenamtskarte”, einem gemeinsamen Projekt des Landes sowie der Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, das Ende 2008 ins Leben gerufen wurde und nun auch in Eschweiler zur Geltung kommt.

Den Ehrenamtlern winken nun ermäßigte Jahreskarten für die Schwimmbäder sowie Ermäßigungen in der Volkshochschule, der Musikschule sowie bei Veranstaltungen im Talbahnhof.

Für engagierte Menschen sei es einfach gut zu wissen, dass sich der Dank nicht allein in Worten ausdrücke. Wer Wertschätzung erfahre, sei eher bereit, sein Engagement dauerhaft fortzusetzen und vielleicht sogar auszuweiten. Denn: „Gesellschaftliches Engagement trägt ganz wesentlich dazu bei, die Lebensqualität und das soziale Kapital einer Kommune, einer Region zu steigern”, so Ulrike Sommer.

Die Arbeit von acht Einzelpersonen, Familien und Organisationen wurde zum „Tag des Ehrenamtes” gewürdigt.

Gisela, Kirsten und Norbert Jansen: Die Familie setzt sich seit mehr als 35 Jahren für das Ferienwerk Weisweiler ein, ihr Name ist dort eng mit der Ferienmaßnahme Ameland verbunden. Über 150 Kinder und Jugendliche nahmen alleine in diesem Jahr daran teil.

Heinz Küpper: Seit mehr als 20 Jahren wirkt er aktiv in der Pfarre St. Johannes Baptist in Weisweiler-Hücheln mit und übernimmt wichtige Organisationen. So hilft er mit, Weihnachtsbaum und Krippe zu errichten sowie die Kollekte zu sammeln. Darüber hinaus betreut er die Schulbushaltestelle an der Hüchelner Straße.

Arnold Willecke und Guido Lennartz: Das Duo hat sich seit Jahren dem THW-Ortsverband in Eschweiler verschrieben. Beide waren in zahlreichen Krisensituationen im Einsatz. So auch bei der Elbeflut im Jahr 2002. Während Willecke die Leitung des Ortsverbands innehat, fungiert Lennartz als THW-Verbindungsmann zur Feuerwehr.

Matthias Bringmann: In der Pfarre St. Marien hilft er bereits seit 1944 mit - als Kommunionhelfer, Lektor, Vertreter des Küsters bei Beerdigungen, im Kirchenvorstand. Die Senioren in Röthgen schätzen ihn auch als Organisator des gemütlichen Beisammenseins in der Seniorentagesstätte. Die Pfadfinder St. Georg gründete er vor 50 Jahren mit.

Ambulanter Hospizdienst Eschweiler/Stolberg: Die ehrenamtlichen Helfer unterstützen seit 2004 Schwerkranken und Sterbenden sowie deren Angehörige. Ihr Motto: „Wir können dem Leben nicht mehr Stunden geben, aber den Stunden mehr Leben.”

Werner Heckmann: Die St.-Sebastianus-Schützen in Dürwiß schätzen vor allem seine handwerklichen Fähigkeiten. Seit 1977 bringt er sich in verschiedenen Funktionen mit ein. So verwaltet er seit zehn Jahren das Vereinsheim.

Helmut Pesch: Aus dem Dürwisser Vereinsleben ist er kaum wegzudenken. So organisierte er die „Zehn Kilometer von Dürwiß”, gründete die Interessengemeinschaft mit, beteiligte sich an der Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge und saß dem Trompeterkorps „Die Kaafsäck” vor. Auch die Langläufer des FC Germania Dürwiß zählen auf seine Mithilfe. Die Vereinstermine im Ort koordiniert er noch immer.

Josef Kreies: Der langjährige Pfadfinder in Röhe engagierte sich politisch in der SPD. Dem Jugendhilfeausschuss der Stadt gehörte er als sachkundiger Bürger von 1989 bis 2004 an. Bei den Naturfreunden übernahm er verschiedene wichtige Aufgaben. Er ist aktives Mitglied des Arbeitskreises „Stolpersteine” und als Schöffe an der Jugendkammer am Landgericht Aachen tätig.
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