Vier Waschmaschinen für das Senioren-und Betreuungszentrum

Von: Irmgard Röhseler
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Regina Lüdeling und ihre Kollegen sind da, wo sie gebraucht werden. Auch für die Materialausgabe ist das Trio zuständig.
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Drei fleißige Wäschefeen im Einsatz: Petra Schüller, Alexandra Schönbeck und Regina Lüdeling. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. „Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh und sehet den fleißigen Waschfrauen zu, sie waschen, sie waschen, sie wasch‘n den ganzen Tag“. Betritt man die Kellerräume des Senioren- und Betreuungszentrums und nimmt den blumigen Duft von Seife und gebügelter Wäsche wahr, dann kommt einem gleich dieses alte Volkslied in den Sinn und über die Lippen.

Drei Wäschefeen verwandeln hier Tag für Tag bergeweise Schmutzwäsche in saubere und frisch duftende Wäsche, sie bügeln und sorgen dafür, dass ihre Senioren immer piekfein und wie aus dem Ei gepellt sind.

Die Senioreneinrichtung an der Johanna-Neuman-Straße ist in diesem Jahr Partner unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel. Natürlich schauen wir im Rahmen dieser Aktion auch hinter die Kulissen und haben uns in der Abteilung Wäscherei und Lager umgesehen. Denn im SBZ gilt es Berge von Wäsche zu waschen. Und zwar täglich. In der hauseigenen Wäscherei wird die komplette Oberbekleidung der Senioren aus den Wohnbereichen gereinigt und gebügelt.

Regina Lüdeling, Petra Schüller und Alexandra Schönbeck sind in ihrem Element, wenn sie die Hosen, Blusen, Pullis und mehr in die überdimensionalen Waschmaschinen packen.

Drei große und eine kleinere Maschinen lassen locker zehnmal am Tag die Trommeln kreisen und schäumen. Wenn man bedenkt, dass eine der großen Waschmaschinen 15 Kilo Wäsche fasst und die kleine 5 Kilo, macht das rund 500 Kilo Schmutzwäsche täglich. Da käme sogar „Frau Clementine“ ins Schleudern. Anschließend wird die Wäsche ordentlich auf Bügeln zum Trocknen aufgehängt, beziehungsweise in die Trockner gepackt.

Hinzu kommt die Schmutzwäsche des Küchenpersonals (das sind auch nochmal rund 100 Schürzen und 70 Handtücher wöchentlich) und etliche Berge an Putzlappen und Aufnehmer bzw. Wischmops der Reinigungskräfte. „Da gehen mal locker 40 Kilogramm Waschmittel in der Woche drauf. Damit könnte ich zuhause jahrelang auskommen“, lacht Regina Lüdeling. „Zudem reinigen wir die Gardinen für das ganze Haus. Wir machen das aber nicht alles auf einmal, sondern von Station zu Station. Sind wir mit allem durch, dann können wir wieder bei der ersten Station beginnen.“

Die Drei sind schon ein gut eingespieltes Team, das merkt man sofort. Hier sitzt jeder Handgriff, hier hat alles System. Jede von ihnen hat ihre „Spezialität“: Regina Lüdeling, seit 35 Jahren im SBZ tätig, ist die „Herrin“ an den Waschmaschinen und Trockern. Petra Schüller ist es, die geradezu meisterlich und blitzschnell die Oberbekleidungen der SBZ-Bewohner faltenfrei und glatt bügelt. Kein Wunder, ihren Job übt sie schon seit nahezu 37 Jahren hier aus. Das gut funktionierende Team wird durch Alexandra Schönbeck komplettiert. Sie räumt die frisch gewaschene, gebügelte und ordentlich zusammengelegte Wäsche in die jeweiligen „Bewohnerkisten“ ein und bestückt die großen Rollwagen mit der frischen Wäsche und fährt sie zurück auf die Stationen.

Verschmutzte Bekleidung sortieren, Maschinen einfüllen, bügeln, wieder sortieren und die Wäschewagen bestücken sind nur einige der vielen Dinge, die die Damen täglich verrichten.

Auch die Lagerverwaltung (Pflegeprodukte,Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Getränke usw.) und Warenannahme und –ausgabe gehört zu ihrem Aufgabenfeld. Dienstags ist immer Materialausgabe und donnerstags Getränkeausgabe. Da gehen wöchentlich alleine 120 Kästen Wasser über die Theke.

Hier herrscht also ständig Hochbetrieb. Denn auch für die An- und Zulieferung sind die drei Damen zuständig. Die Wäsche von den Pflege-Ebenen (1600 bis 1800 Kilogramm wöchentlich) wird von der Caritas gereinigt und täglich abgeholt und gebracht. Und auch diese Sachen werden zunächst von dem Trio in Wäschesäcke gepackt und gewogen, bevor sie das Haus verlassen. Die Wäsche, die zurück kommt muss dann sortiert und wieder zugeordnet werden. „Mit der Zuordnung gibt es kein Problem, da wir alle Bekleidungs- und Wäschestücke mit dem Namen des jeweiligen Bewohners versehen“, ist Alexandra Schönbeck stolz auf ihre perfektes Ordnungssystem.

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