Viele Einsätze der Feuerwehr am Wochenende

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Totalschaden: Dieser 160.000 Euro teure Wagen brannte in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus. Foto: Feuerwehr

Eschweiler. Die Feuerwehr hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun und musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Am Samstagnachmittag kam es binnen einer halben Stunde zu drei Einsätzen der Feuerwehr, die den Einsatz der Hauptwache sowie von vier Löschzügen erforderten, wobei sich die Einsätze alle überschnitten.

Um 16.42 Uhr wurden die Hauptwache und der Löschzug Röhe zur Röher Straße alarmiert, wo eine Fassadenplatte aus circa 15 Metern auf den Gehweg zu fallen drohte. Die Straße wurde kurz gesperrt und die Platte – über eine tragbare Leiter – vom Löschzug Röhe entfernt.

Rauch im Keller

Während dieser Tätigkeit gingen um 16.56 Uhr mehrere Notrufe über einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Moltke-straße ein. Dorthin wurden die Hauptwache sowie die Löschzüge Stadtmitte und Bohl alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Retter drang Rauch aus dem Keller des Hauses, so dass ein Trupp unter Atemschutz vorging und dort einen brennenden Trockner fand. Dieses Feuer konnte erfolgreich bekämpft werden. Ein Ehepaar, das noch Löschversuche im Keller vornehmen wollte, wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Objekt wurde anschließend mittels eines Hochdrucklüfters entraucht und der Trockner ins Freie gebracht. Die Polizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache und die Schadenhöhe liegt bei etwa 5000 Euro.

Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass eigene Löschversuche nur unter größter Vorsicht und außerhalb des Brandrauches erfolgen sollten, da dieser sehr gefährlich ist und schnell zu einer Rauchvergiftung führen kann. Daher immer zuerst über Notruf „112“ die Feuerwehr verständigen und nur noch eigene Löschversuche einleiten, wenn dies gefahrlos möglich ist. Wichtig ist es vor allem, andere Bewohner im Haus zu warnen, wenn ein Feuer dort ausgebrochen ist. Positiv ist hier zu erwähnen, dass Rauchmelder das Feuer frühzeitig detektierten und Alarm auslösten, so dass alle Mieter im Haus gewarnt wurden. Appell der Feuerwehr: „Denken Sie bitte daran, dass bis zum Jahresende in allen Wohngebäuden diese Melder nachgerüstet sein müssen.“

Parallel zu diesem Brand ging eine Meldung über einen Wasserrohrbruch in der Dürener Straße um 17.15 Uhr ein, zu dem Retter der Löschzüge Bohl und Stadtmitte noch entsandt wurden. Durch den Rohrbruch trat Wasser aus dem Straßenbelag aus und verteilte sich über die Fahrbahn. Diese Einsatzstelle wurde abgesichert und anschließend an den Wasserversorger übergeben, der sich um weitere Maßnahmen kümmerte.

Gegen 18.15 Uhr waren wieder alle Fahrzeuge einsatzbereit und konnten an ihre Standort zurückkehren.

Um 18.41 Uhr unterstützte die Hauptwache noch den Rettungsdienst der Feuerwehr bei einer Türöffnung – im Rahmen eines Rettungseinsatzes – an der Röthgener Straße. Dieser Einsatz war gegen 19.30 Uhr beendet.

Zu erwähnen ist zudem, dass auch der Rettungsdienst der Feuerwehr zwischen 7.30 und 19.30 Uhr stark gefordert war und mehrfach parallel mit drei Fahrzeugen im Einsatz war.

Unruhiger Dienst

Der unruhige Dienst setzte sich für die freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrleute auch am Abend sowie in der Nacht fort.

Um 21.27 Uhr rückte die hauptamtliche Wache zu einer verletzten Person hinter einer Tür zur Luisenstraße aus, um die Tür für den Rettungsdienst zu öffnen.

Ein gemeinsamer rettungsdienstlicher Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst Kreis Düren und Polizei, war um 22.08 Uhr an der Severinstraße in Weisweiler erforderlich.

Um 4.37 Uhr lief ein Brandmelderalarm aus einem Industriebetrieb an der Stolberger Straße auf und erforderte den Einsatz der Hauptwache sowie der Löschzüge Stadtmitte. Nach längerer Erkundung wurde ein defekter Melder als Ursache der Alarmauslösung gefunden, so dass der Einsatz abgebrochen werden konnte.

Mit der Beendigung des vorherigen Einsatzes wurden die Feuerwehrleute zur Peter-Paul-Straße alarmiert, wo ein Audi R8 V10 brannte. Der Totalschaden des rund 160 000 Euro teuren Fahrzeugs konnte jedoch nicht verhindert werden. Ein daneben abgestellter PKW wurde ebenfalls von den Flammen beschädigt. Nach Abtransport des Fahrzeugs wurde die Fahrbahn gereinigt und der Einsatz gegen 7 Uhr beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Polizei hinzugezogen

Weiterhin wurden von Samstag bis Sonntagmittag rund 30 Einsätze im Rettungsdienst gefahren, wobei in zwei Fällen die Beamten beschimpft, bedroht beziehungsweise sogar tätlich angegriffen wurden, so dass mehrfach die Polizei hinzugezogen werden musste.

Zeitweise wurde der Rettungsdienst in Eschweiler aus dem Kreis Düren und zudem auch aus Stolberg unterstützt, da in der Inde-stadt keine Kapazitäten mehr frei waren.

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