Viel Lob für das neue Herz der City

Von: Rudolf Müller
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Feierlaune am Fuße der Freitreppe: Verwaltung, Politik, Planer und Bürger feierten am Freitag die offizielle Eröffnung des neugestalteten Marktplatzes.
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Ein Platz zum Ausruhen, Schauen, Spielen und Lesen abseits des Trubels: Auch den bietet der neue Markt.
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Literatur zum Nulltarif im Herzen der Stadt: Felicitas Nicolin vom Stadtbücherei-Förderverein am neuen Bücherschrank.
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Regierungspräsidentin Gisela Walsken trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Eschweiler. Als Pfarrer Michael Datené am Freitag den Marktplatz und dessen Besucher segnete und damit im wahrsten Wortsinne einweihte, hatte Bürgermeister Rudi Bertram doppelt Grund zur Freude: Das Geld, das Bund und Land in die Attraktivierung des Eschweiler Zentrums gesteckt haben, dürfte nicht das letzte sein, was von Spree und Düssel an die Inde fließt.

Bei einem Gespräch im Bürgermeisterzimmer, bei dem sie sich auch ins Goldene Buch der Stadt eintrug, hatte Regierungspräsidentin Gisela Walsken Bertram zugesichert, dass Eschweiler sich auch künftig auf sie verlassen könne: „Die Stadt wird immer unser Augenmerk haben. Das gilt in städtebaulicher Hinsicht ebenso wie in Umwelt- und schulischen Belangen. Eschweiler steht in einem schwierigen Wandlungsprozess. Es ist wichtig für uns, diesen Wandel zu begleiten – mit allem, was wir auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene finanziell leisten können. Wir werden so viel wie möglich tun, dies zu unterstreichen.“

Das städtebauliche Ziel, die Innenstadt zu stärken, liege ihr generell am Herzen. „Bei Entwicklungen auf der grünen Wiese nehmen wir auch schon mal ein Stoppschild in die Hand.“ Bertram, so forderte Walsken den Verwaltungschef auf, solle den guten Weg fortsetzen. Auch gegen mögliche kritische Stimmen. Die gab es gerade in Sachen Marktumgestaltung reichlich. Und nicht nur da: Die Sanierung der südlichen Innenstadt startete anno 2002 mit einem Bürgerbegehren: weil die Umgestaltungspläne für die Uferstraße ein halbes Dutzend Parkplätze kosten sollte. Heute zählen die Uferstraße wie auch der neugestaltete Markt zu den Vorzeigeorten Eschweilers. „Selbst frühere Kritiker“, so unterstreicht Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde, „sagen heute, es sei ganz toll geworden.“

Rudi Bertram erläuterte Gisela Walsken, weshalb auch für ihn die Attraktivierung der Stadt von immenser Bedeutung ist: „Wir müssen den Menschen zeigen: Diese Stadt hat Zukunft! Es geht weiter – auch wenn irgendwann einmal Tagebau und Kraftwerk weg sein sollten. Diese Stadt hat Perspektiven. Auch wenn es sicher mal eine Durststrecke geben wird.“

Die Umgestaltung des Marktplatzes unterstreicht dessen Funktion und Bedeutung als zentraler Ort der Stadt – „nicht nur für Events, sondern auch zum Ausruhen“, wie Bertram betont. Ein Platz mit Freitreppe, Wasserspielen, Spielgeräten für Klein und Groß, Ruhemöglichkeiten, einem Bücherschrank mit Literatur zum Nulltarif, Platanenreihen und viel Platz für die Tische und Stühle der umliegenden Gastronomen. „Wenn etwas wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, gut getan zu werden“, zitierte Regierungspräsidentin Gisela Walsken Chesterton. „Ein dreiviertel Jahr lang war hier eine Riesenbaustelle. Aber es hat sich gelohnt. Der neue Marktplatz ist eine ganz wesentliche Aufwertung der Innenstadt und Verschönerung der Altstadt – das war bestens investiertes Geld!“

Auch Pfarrer Datené ist zufrieden: „Ich bin sehr froh. Die Mauer ist weg. Die Kirche zeigt sich wieder offen und steht in neuem Licht!“ Begonnen hatte die Einweihungsfeier Freitagnachmittag an der Ecke Englerthsgärten/Peter-Paul-Straße, wo jetzt ein kleiner Park zum Ausruhen, Plaudern, Boulespielen und Trimmen einlädt. Hier faszinierten am Freitag Clowns des Circus Giocco die begeisterten Kinder ebenso wie später auf dem Marktplatz, wo HP Schüller mit seiner Band „Echoes of Nawlins die zahlreichen Besucher bestens unterhielt.

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