Eschweiler - Verwaltung plant fünf neue Ladesäulen für Elektromobile

Verwaltung plant fünf neue Ladesäulen für Elektromobile

Von: pan
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Fünf weitere Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten sollen in Eschweiler errichtet werden. Eine davon am Rathaus.

Eschweiler. Das Mobilitätskonzept liegt noch nicht auf dem Tisch, schon werden weitere Weichen für mehr Elektromobilität gestellt: Die Stadt Eschweiler plant, mit der Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EWV) fünf weitere Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten für Elektromobile in der Stadt zu errichten.

Die Anschaffung der „Tankstellen“ soll die Stadt nicht mehr als 15000 Euro kosten. Laut Stadtverwaltung entspricht dies etwa 50 Prozent der nicht geförderten Montage- und Beschaffungskosten. Das restliche Geld soll aus Fördertöpfen des Bundes stammen oder von der EWV gezahlt werden.

Eschweiler hinkt hinterher

Im Vergleich zum Durchschnitt in der Städteregion hinkt Eschweiler in Sachen E-Mobilität noch hinterher. Von den 30.559 zugelassenen Fahrzeugen in Eschweiler wurden mit Stand 31. Mai dieses Jahres lediglich 48 von einem Elektromotor angetrieben. Dies entspricht einer Quote von 0,16 Prozent. Zum Vergleich: 777 der 290.462 Fahrzeuge in der Städteregion verfügen über einen Elektroantrieb, was einem Anteil von 0,27 Prozent entspricht.

Im Eschweiler Rathaus ist man davon überzeugt, dass in Zukunft immer mehr Menschen auf Elektroautos umsteigen. Aktuell bestehen in Eschweiler an drei Stellen Ladesäulen: am Eschweiler Rathaus, am Kraftwerk Weisweiler und an der Phoenixstraße am dortigen Möbelhaus. Nun sollen fünf weitere Säulen mit je zwei mal 22 Kilowatt Ladeleistung hinzukommen.

Als Standorte sind der Parkplatz des Gewerbe- und Technologiecenters an der Gartenstraße, der Parkplatz am Talbahnhof, der Parkplatz an der Englerthstraße und der Parkplatz an der Dreieinigkeitskirche auf der Martin-Luther-Straße vorgesehen. Auch am Rathaus soll eine weitere Ladestation entstehen.

Bezahlen per App

Die beiden Punkte am Rathaus und am Talbahnhof – so die Überlegung von EWV und Verwaltung – könnten zur Mobilstation ausgebaut werden und zusätzlich E-Car- und E-Bike-Sharing anbieten. Dies soll nun im Rahmen des Eschweiler Klimaschutzteilkonzepts Mobilität ausgearbeitet werden. Abgerechnet werden die Ladestationen mit einer App oder über ein intelligentes Ladekabel mit Autostromvertrag. Die technischen Voraussetzungen an den Standorten wurden im Vorfeld von der Regionetz GmbH geprüft.

Nicht erst seit der Einrichtung einer Umweltzone in Eschweiler drängen Rat und Verwaltung darauf, den Wechsel auf Elektrofahrzeuge zu beschleunigen. In dem neuen Verkehrskonzept, das im Kürze vorgelegt werden soll, wird ein Mix aus Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) mit Bus und Bahn, Fahrrad- und Fußgängerverkehr bevorzugt. Auch die Busflotte der Aseag soll nach Möglichkeit auf Elektroantriebe umgerüstet werden. Der Haken: Entsprechende Fahrzeuge haben aktuell lange Lieferzeiten.

Nutzungszahlen zu den bereits bestehenden Ladesäulen in Eschweiler liegen aktuell nicht vor. Losgelöst davon genießt die Verlagerung des „motorisierten Individualverkehrs auf ÖPNV“ auch bei der Bundesregierung eine hohe Priorität.

 

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