Vernissage: Halbgötter und Clowns locken Besucher

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Gut gelaunt bei einer überaus gelungenen Vernissage: Marcel Baugier, Hanni Jantzen und Renée Baugier (von links). Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Marcel Baugier und seine Frau Renée, Künstlername Grag, leben in der Provence, im Süden Frankreichs. Die hügelige Landschaft dort leuchtet wie das Licht in den Bildern van Goghs, und etwas von diesem Licht und diesen leuchtenden Farben strahlt auch aus den Werken des Künstler-Ehepaars Baugier. Die Bilder und Plastiken werden seit Sonntag in der Galerie Hanni Jantzen gezeigt.

„Ich bin glücklich, dass diese Ausstellung zustande gekommen ist, und bedanke mich herzlich bei Marcel und Renée, die die weite Reise auf sich genommen haben“, freute sich Hanni Jantzen, als sie am Sonntag mit einer gut besuchten Vernissage die Ausstellung eröffnete.

1100 Kilometer sind es von Eschweiler bis Barjols, wo Marcel Baugier 1985 sein Atelier in einer stillgelegten Gerberei eingerichtet hat. Auf 300 Quadratmetern sind dort ständig Werke von ihm und seiner Frau zu sehen. Das Atelier ist zugleich Treffpunkt einer lebendigen Künstlerszene, denn in dem kleinen Ort von nur 3000 Einwohnern ist seitdem eine Art Künstlerkolonie entstanden.

„Renée und Marcel kenne ich schon seit vielen Jahren“, berichtete Galeristin Hanni Jantzen. Bei einem Atelierfest in Barjols habe man sich kennen gelernt. Bei einem Beuch im vorigen Sommer wurde dann die Ausstellung in Eschweiler geplant.

Marcel Baugier, Jahrgang, 1946, hat in Paris Kunst studiert. Das Licht in den Werken Rembrandts habe ihn begeistert, berichtete Jantzen, die Komposition in den Bildern von Cezanne, die Kraft von Picasso. Auch der Einfluss von Delacroix ist in den Farben der abstrakten Bilder von Baugier spürbar. Es ist die zweite Ausstellung Baugiers in Deutschland. Seine Werke wurden bisher vor allem natürlich in Frankreich, aber auch in Belgien, Italien und Spanien gezeigt.

Ganz andere Materialien, ganz andere Sujets – und doch harmonieren die Plastiken von Grag, Marcel Baugiers Frau Renée, wunderbar mit seinen Bildern. Auch aus diesen Plastiken leuchten die südlichen Farben, ist eine unbeschwerte Fröhlichkeit spürbar. „Ihre Figuren“, so beschrieb Hanni Jantzen am Sonntag die Werke von Renée Baugier, „sind aus Rohformen zusammen gesetzt, durch das Auftragen von Farbe, das Hinzufügen von Steinen und Metallen werden diese Figuren zum Leben erweckt. Sie sind ein bisschen primitiv, oder auch naiv, halb Puppe, halb Idol. Ein erfindungsreiches und groteskes Pantheon aus Halbgöttern und Clowns.“

Mit Melodien aus Frankreich begleiteten Almuth und Kerstin Ensinger (Cello und Akkordeon) die Vernissage. Herzlicher Beifall der vielen Besucher dankte ihnen.

Seit zwei Jahren befindet sich die Ausstellungsräume von Hanni Jantzen in ihrem Privathaus Dreiers Gärten 3 in Eschweiler. Die Bilder von Marcel Baugier und die Plastiken von Greg sind dort noch bis einschließlich 28. Februar zu sehen, jeweils sonntags von 12 bis 17 Uhr, und nach Vereinbarung (Telefon 5027455, E-Mail: hanni-jantzen@t-online.de).

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