Verneigung vor den Ehrenamtlern mit großem Herzen

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Engagiertes Trio: Stefan Kämmerling MdL, Wolfram Markus und Norbert Römer, Chef der SPDF-Landtagsfraktion (von links).
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Der Düsseldorfer Landtag vom Fernsehturm aus gesehen. Hier empfing Hannelore Kraft die Gäste aus Eschweiler. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Einer Einladung der NRW-SPD-Landtagsfraktion folgten jetzt fünf Ehrenamtler bzw. ehrenamtliche Organisationen aus Eschweiler, die in der Flüchtlingskrise durch besonderes Engagement auffielen.

Stellvertretend für viele ehrenamtlich tätige Helfer fuhren Brigitte Averdung-Häfner, Christa Messerer (Initiative „Sensibilisieren und Aufräumen“), Judith Winter (Gründungsmitglied des Vereins “Deutsch Verbindet“), Natascha Lehnen („Freizeitgestaltung im Alltag der Flüchtlinge“) und Wolfram Markus („Patientenfahrten und Spendentransporte“) in den Landtag NRW nach Düsseldorf.

Vorbildliches Verhalten

Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, begrüßte zunächst die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, diverse Amtsinhaber der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie einen Leiter zweier Flüchtlingsunterkünfte von den Johannitern. Besonders herzlich begrüßte Römer die ehrenamtlichen Helfer, die der Einladung gefolgt waren.

Nachdem Norbert Römer erklärte, wie sehr ihm und der NRW-Landesregierung das Thema „Flüchtlingskrise“ am Herzen liegt, und zu guter Letzt betonte, dass dies Chefsache sei, gab er das Wort an Landtagspräsidentin Carina Gödecke.

Gödecke erklärte anhand von Zahlen und beispielhaften Situationen die augenblickliche Lage in den Krisengebieten, die Situation in Deutschland und NRW.

Gödecke bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfer für deren Engagement und hob gerade das vorbildliche Verhalten der Helfer in NRW hervor und machte das Rednerpult für die mit großen Applaus begrüßte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft frei.

Die Landeschefin bewegte alle Zuhörer mit einer Rede, die über den landespolitischen Tellerrand hinaus ging. Hannelore Kraft verdeutlichte an Beispielen, wo der Schuh drückt und man ständig mit Störmanövern aus den südlichen Bundesländern der Republik zu tun habe. Da würden ständig neue Vorschläge gemacht, die dann verhandelt und besprochen werden müssen. Sind diese dann vom Tisch, kommen wieder neue Ideen und Vorschläge, die unsinnig und nicht praktikabel erscheinen.

Dieses Vorgehen bremst dann die eigentliche Arbeit, die es zu bewältigen gilt. Vehement trat Kraft dem Vorwurf entgegen, dass doch wohl so mancher Flüchtling nur fürs Taschengeld in Höhe von 146 Euro nach Deutschland kommen würde. Kein Mensch verlasse sein Heimatland, lasse Angehörige zurück und gehe den Weg tausende Kilometer ins Ungewisse, um ein Taschengeld zu erhalten. Diese Strapazen nehmen Menschen nur dann auf sich, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen.

Bewegte Ministerpräsidentin

Sehr ergriffen und emotional hob Ministerpräsidentin Kraft die Rolle der vielen ehrenamtlichen Helfer hervor. Sie seien in unserer Gesellschaft und gerade in solchen Situationen unverzichtbar. Sie sei dankbar und mit Stolz erfüllt, eine so große Anzahl von freiwilligen Helfern im Landtag zu sehen, die teilweise bis an ihre Grenzen gingen und manchmal sogar darüber hinaus. Damit all die ehrenamtlichen Kräfte nicht den Mut verlieren und weiterhin engagiert bleiben, legte sie den Kommunen den verantwortungsvollen Umgang mit allen Helfern ans Herz.

NRW könne und werde diese Herausforderung meistern; dafür brauche man Menschen, die sich so beispielhaft engagieren. Sie verneige sich mit größten Respekt vor eben diesen Menschen, die ein großes Herz haben und zeigen.

Hannelore Kraft wurde mit großem Applaus bedacht, nachdem sie eine moderierte Talkrunde mit den bereits oben genannten Amtsträgern und Vertretern ankündigte. In der Talkrunde wurde von Erfahrungen und Problemen in Flüchtlingsunterkünften berichtet. Bürokratische Hürden auf kommunaler Ebene bremsten oft die Betreiber von den Unterkünften aus. Vieles sei noch auf Unerfahrenheit und der noch recht neuen Situation in diesem Bereich geschuldet, so Norbert Römer, und versprach in manch genanntem Fall schnelle Abhilfe.

Talk mit dem Fraktionschef

Viele Beispiele sorgten für ein Raunen, aber andere auch für ein Lächeln, welches den zahlreichen Gästen entlockt wurde. Am Ende bedankte sich die Moderatorin bei allen Gästen und der Chefin des Hauses und wies auf die bereits gedeckte Kuchentafel hin und ergänzte mit dem Hinweis, dass viele politische und andere Amtsträger zum persönlichen Talk zur Verfügung stehen würden.

Stefan Kämmerling holte die aus Eschweiler kommenden Gäste und Ehrenamtler Brigitte Averdung-Häfner, Christa Messerer, Natascha Lehnen, Judith Winter und Wolfram Markus zum Talk und brachte gleich einen Hochkaräter des Landtags, Norbert Römer, mit an den Tisch.

In einer noch einstündigen Talkrunde konnten viele Kontakte geknüpft werden. Es war eine sehr warmherzig geführte Diskussionsrunde, die allen Beteiligten Zuversicht und Mut zum Weitermachen mit auf den Heimweg gab. Norbert Römer und Stefan Kämmerling luden Wolfram Markus noch spontan zum „Fotoshooting unter Parteigenossen ein“, da Markus wie auch Kämmerling aus dem SPD Ortsverein Eschweiler Mitte stammen. Mit „wir sind jetzt beim Du“ verabschiedete sich Norbert Römer und wünschte allen eine gute Heimfahrt.

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