Verkehrslärm geht den Lohnern gewaltig auf die Nerven

Von: Patrick Nowicki
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Feierliche Eröffnung der L 11
Feierliche Eröffnung der L 11 n mit Axel Wirtz (2. v. rechts) am Spaten: Jetzt beklagt der Landtagsabgeordnete den wachsenden Verkehrslärm für die Menschen in Lohn und Fronhoven. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Menschen in Neu-Lohn und Fronhoven erleben unruhige Zeiten. Dies hängt auch mit Straßen zusammen, die eigentlich Entlastung für Bürger bringen sollten: die Landesstraße 11 n und die Landesstraße 238 Richtung Jülich.

Durch die neue Verbindung zwischen den beiden Autobahnen und den Anschlussstellen Eschweiler-Ost und Jülich-West nahm der Verkehr nämlich in der Vergangenheit deutlich zu. Leidtragende sind vor allem die Bewohner im Norden Eschweilers, denn die Straßen führen unmittelbar an den Orten vorbei.

Der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (CDU) hat sich nun des Problems angenommen und den Landesbetrieb Straßenbau eingeschaltet, der für die Umgehungsstraßen zuständig ist. „Die damaligen Dimensionierungen des Lärmschutzmaßnahmen reichen offensichtlich nicht mehr aus”, ist sich der Christdemokrat sicher. So sei eine Verschlimmerung der Lärmbelästigung am Rande der Ortslagen festzustellen.

14,9 Millionen Euro investierten Land und Bund in die Ortsumgehung Dürwiß, die am 4. Mai 2009 ihrer Bestimmung übergeben wurde. Schon bei der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts rechneten die Planer damit, dass täglich bis zu 24.000 Fahrzeuge die neue Trasse nutzen werden. Neuere Zahlen sind derzeit noch nicht bekannt. Auch sie will Wirtz ermitteln lassen.

Doch nicht nur die Zunahme des Verkehrs sorgt für Ärger, auch der Zustand der Straßen wird von Anwohnern moniert. So lassen Unebenheiten auf der L 238 bei Neu-Lohn die Fahrzeuge holpern. Auch Bürgermeister Rudi Bertram wurde von Menschen aus Lohn angeschrieben. So soll der Landesbetrieb dem Verwaltungschef in einem internen Schreiben mit Datum vom 29. Dezember 2010 zugesichert haben, dass man sich des Problems unmittelbar nach dem Winter annehmen werde.

Die Landesstraße 11 wurde damals vor allem gebaut, um den Industrie- und Gewerbepark besser anzubinden und die Innenstadt und Dürwiß zu entlasten. So fließen täglich geschätzte 5000 Fahrzeuge weniger durch die Kochsgasse. „Die Verbesserung der Situation in Ost, Weisweiler, Hücheln und Dürwiß darf jedoch nicht zur Verschiebung der Probleme zu Lasten anderer Stadtteile führen”, fordert Axel Wirtz.
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