Vereinsfusion: Der Weg für den Berger Preuß ist frei

Von: Tobias Röber
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Eschweiler-Nothberg. Der Weg zur Fusion ist frei. Nachdem die Mitglieder des FC Preußen Hastenrath bereits vor drei Wochen einem Zusammenschluss zugestimmt hatten, war am Montagabend der SV Nothberg an der Reihe. 74 Mitglieder hat der Verein derzeit, 50 nahmen an dieser Mitgliederversammlung teil. 93 Prozent stimmten für eine Fusion.

Am Mittwoch entscheidet der Stadtrat, ob der dann fusionierte Verein einen Kunstrasenplatz bekommt. Einen favorisierten Namen für den Verein gibt es auch: Sportclub 1912 Berger Preuß.

Mit dem Ergebnis zufrieden

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte Nothbergs Vorsitzender Heinz Hahn unserer Zeitung am Montag auf Anfrage. Die Mitglieder hätten verstanden, dass eine Fusion der einzig vernünftige Weg in die Zukunft sei. Der neue Vereinsname spielt beim Thema Fusion eine wichtige Rolle. „Jeder findet sich darin wieder“, betont Heinz Hahn. Die Vereinsfarben sollen schwarz, gelb und weiß sein – also ebenfalls ein Mix aus beiden Vereinen. Es sei eindeutig eine Fusion, keine Vereinsübernahme. Am Ende der laufenden Saison wird es eine gemeinsame Versammlung aller Mitglieder geben, bei der dann unter anderem der Name definitiv bestätigt wird.

Es sei natürlich klar, dass der SV Nothberg am meisten aufgebe, betont Heinz Hahn. „Wir geben unsere Heimat hier auf“, sagt der SVN-Vorsitzende. Erste Erfolge zählt Heinz Hahn auf. Es gibt nämlich bereits eine Spielgemeinschaft der beiden Vereine und zwar in der Jugend. Über 100 Kinder kicken derzeit in der Spielgemeinschaft, die beide Vereine mit ihren Jugendlichen unterhält.

Von den Bambini bis hin zur B-Jugend sind alle Altersklassen besetzt. Im Sommer 2014 soll es dann auch eine A-Jugend geben. Erste sportliche Erfolge gab es auch bereits. So wurde die B-Jugend Vierter in ihrer Gruppe. Die C-Jugend belegte Platz drei, und die D-Jugend wurde nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses Zweiter hinter Jugendsport Wenau.

Neben Mannschaften in allen Altersklassen der Jugend sollen ab dem kommenden Sommer drei Seniorenmannschaften des Berger Preuß ins Rennen geschickt werden. Halten alle Teams die Klasse, wird es je eine Mannschaft in der Kreisliga B, C und D geben.

Nun blicken alle Nothberger und Hastenrather auf heute Abend. Der Stadtrat entscheidet, ob ein Kunstrasen in Hastenrath gebaut wird.

Es gibt kritische Stimmen, die Kunstrasen nicht als Standortvorteil sehen. Für Heinz Hahn ist aber genau dieser Platz ein entscheidender Vorteil. Das sehe man auch am Zulauf bei Vereinen in der Region mit eben einem solchen Geläuf. Zudem habe es immer wieder auch Kritik an den Ascheplätzen von Gastvereinen gegeben, sagt Heinz Hahn.

Es hätten zudem einige Kinder in Nothberg mit dem Fußballspielen begonnen, seien dann aber zu anderen Vereinen mit Kunstrasen gewechselt seien. Dennoch betont der SVN-Vorsitzende: „Wir wollen das nicht als Konkurrenz etwa zu Bergrath sehen.“

Wenn es keine Überraschung gibt, wird der Rat den Bau des Kunstrasens beschließen. SPD und CDU hatten sich in den Ausschusssitzungen bereits dafür ausgesprochen – falls die Fusion kommt. Laut Leo Gehlen (SPD) spricht nach dem Mitgliedervotum nichts mehr gegen ein Ja zum Kunstrasen.

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