Verborgene Talente gesucht und gefunden

Von: ran
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Volle Konzentration: Die zehnj
Volle Konzentration: Die zehnjährigen Zwillingsschwestern Isabel (Akkordeon) und Lena Breuer (Violine) überzeugten die Jury um Franz Surges sowohl als Solistinnen als auch im Duett und werden ihr Können beim Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Antonius Röhe präsentieren. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ein Musikinstrument beherrschen, ist nach wie vor beachtlich. Doch nicht selten bleiben die Talente im Verborgenen. Jungen und sehr jungen Musikern die Gelegenheit zu geben, ihr Können auch einmal in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist ein Ziel von Franz Surges.

Der Kirchenmusiker entwickelte die Idee, am Sonntag, 27. November, unter der Überschrift „Kinder musizieren zum Advent” ein Konzert mit eben solchen Nachwuchstalenten in der Pfarrkirche St.-Antonius Röhe zu organisieren, Am Samstagvormittag hatte er nun gemeinsam mit Hannah Grunewald, Leiterin des Kirchenchors Hehlrath und Musiklehrerin am Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden, sowie Martin Gruhlke, Mitglied des Pfarrgemeinderats der Pfarre St. Peter und Paul, zum „Casting” in das Gemeindezentrum St. Michael eingeladen.

„Um in einem Konzert agieren zu können, muss natürlich eine gewisse Grundqualität vorhanden sein”, begründete der Komponist die Notwendigkeit des Vorspielens beziehungsweise -singens. Im Pfarrbrief, in der Jugendmusikschule sowie an den Grundschulen der Innenstadt warb Franz Surges im Vorfeld um Teilnehmer.

Mit Erfolg: Denn am Samstag fanden sich unter anderem die Violinistinnen Lena Breuer und Zoe Freitag, Trompeter Jan Andres und Sängerin Aimeé Ruhe im Gemeindezentrum St. Michael ein, um Kostproben ihres Könnens abzuliefern und sich dem Urteil der Jury zu stellen. Selbst eine Akkordeonspielerin war mit von der Partie. Die zehnjährige Isabel Breuer präsentierte „Morgen kommt der Weihnachtsmann”, um wenig später im Duett mit ihrer Zwillingsschwester Lena „We wish you a merry christmas” vorzutragen.

Zuvor hatte Sängerin Aimeé Ruhe das Casting mit der ersten Strophe des Klassikers „Wir sagen euch an, den lieben Advent” eröffnet. Begleitet von Franz Surges am Klavier überzeugte die 2004 geborene Violinistin Zoe Freitag, die mit großer Selbstverständlichkeit einen Ausschnitt aus dem „Konzert H-Moll” von Oskar Rieding darbot.

„Die Leistungen, die die Kinder bieten, müssen natürlich ins Verhältnis gesetzt werden, wie lange sie sich bereits mit ihren Instrumenten auseinandersetzen”, machte der Kantor deutlich. Dies gilt nicht zuletzt für Jan Andres (Jahrgang 1999), der bereits seit sieben Jahre die Trompete spielt. Mit „Mary´s Boy Child” und „Rudolph the red nosed reindeer” wird der Blasmusiker gleich mit zwei Beiträgen beim Adventskonzert, das am kommenden Sonntag um 17 Uhr beginnt, vertreten sein. Auch Aimeé Ruhe, Lena und Isabel Breuer sowie Zoe Freitag erhielten das „Okay” von der Jury und werden in der Pfarrkirche St. Antonius Röhe ihren ersten öffentlichen Auftritt bestreiten.

Andere Bewerber mussten Franz Surges, Hannah Grunewald und Martin Gruhlke auf das nächste Jahr vertrösten. „Mit weiteren zwölf Monaten des Übens im Rücken ist vielleicht mehr möglich”, schrieb Franz Surges ihnen ins Stammbuch. Schließlich denkt der Komponist perspektivisch: „Zumindest der Wunsch lautet, auch im nächsten Jahr ein Adventskonzert für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen. Schließlich erlernen zahlreiche Kinder ein Instrument, bekommen aber nur selten eine Plattform geboten, ihr Potenzial öffentlich zu zeigen.”

So beschränke sich das Publikum beim Vorspielen in der Musikschule häufig auf die Eltern und weitere Angehörige. Dies wird, so hofft nicht nur Franz Surges, am kommenden Sonntag anders sein. „Ich freue mich auf die Beiträge der Kinder, die durch von Martin Gruhlke vorgetragene Adventsgeschichten sowie von mir gespielten Orgelstücken ergänzt werden.” Selbstverständlich stehen auch einige gemeinsam mit dem Publikum gesungene Adventslieder auf dem Programm.

„Da die Planung des Konzerts recht kurzfristig erfolgte, bin ich mit der Resonanz des Castings zufrieden. Wird das Konzert ein Erfolg, gehe ich davon aus, dass die Zahl der Anmeldungen im nächsten Jahr steigen wird”, blickt der Kirchenmusiker nach vorne.
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