Verabschiedung mit originellem Abischerz

Von: Nicola Gottfroh
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Die Reifeprüfung haben die Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule in der Tasche, jetzt wurde auf dem Schulhof auf kölsche Art gefeiert. Fotos (2): Nicola Gottfroh Foto: Nicola Gottfroh

Eschweiler. Wochenlanger Abi-Prüfungsstress liegt hinter ihnen, doch nun ist der Druck, der auf den Schultern der Schüler lastete, endlich von ihnen abgefallen.

Die Abiturienten der Bischöflichen Liebfrauenschule haben seit einigen Tagen die Abiturnoten in der Tasche und wissen: „Wir haben es geschafft”. Das muss natürlich mit allen Schülern der Schule gefeiert werden - und zwar auf echte Eschweiler Art. Denn zum Abischerz hatten sich die 89 Abiturienten etwas ganz besonderes für ihre Mitschüler einfallen lassen.

Unter dem Motto „Abilaaf - 13 Jahre jeck gemacht” riefen die Schüler mitten im Juni bei sommerlichen 36 Grad die fünfte Jahreszeit aus. „Wir sind immerhin der 2011er-Abijahrgang. Bei diesem närrischen Datum müssen wir in der Karnevalshochburg Eschweiler dann auch ein bisschen jeck werden”, sagte Max Rinkens, Stufensprecher und Mitglied im Abischerz Komitee.

Kölsche Tön geben Startschuss

Und so dröhnten pünktlich ab 11.11 Uhr Kölsche Tön von den Höhnern und Brings über den Schulhof, die der Startschuss für eine Polonaise durch alle Klassenräume des Gymnasiums gaben. „Auf diese Weise bringen wir unsere Mitschüler schon gut gelaunt auf den Schulhof”, kündigte Rinkens an und sollte Recht behalten.

Auf dem Schulhof angekommen, staunten die rund 1000 Schüler des Gymnasiums nicht schlecht, als sich dann ein närrischer Lindwurm über den Schulhof schlängelte. „Cool, das ist ja ein echter Karnevalszug”, freuten sich die Schüler der Unterstufe über die gelungene Überraschung. Zwei große Abi-Fußgruppen begleiteten zwei Karnevalswagen, von denen aus die Abiturienten Kamelle in die Schülermenge warfen.

Dreigestirn

Das Highlight für Schüler und Abiturienten war aber der Autritt des Dreigestirns. Das wurde angeführt von Stufenleiter Prinz Rolf Schwoll, der standesgemäß in einem weißen Cabrio auf den Schulhof chauffiert wurde. Komplettiert wurde das von den Schülern bejubelte Lehrer-Dreigestirn von Jungfrau Bert Schopen und Bauer Hans Thomas.

„Super, wenn sich auch mal die Lehrer zum Affen machen”, sagte Schüler Fabian, dem beim Anblick des stellvertretenden Schulleiters, der sich in Jungfrauen-Robe und mit blonder Lockenperücke präsentierte, vor Lachen die Tränen in den Augen standen. Und auch die Lehrer nahmen die Aktion mit Humor, tanzten und verbreiteten auf dem Schulhof gute Laune.

Die beiden „Karnevalswagen” dienten den Schülern im Anschluss an den Unzug als Bühne, auf der sie ein buntes Programm zeigten. Bei den Mitschülern kam die Fastelovend-Aktion richtig gut an. „Ich habe echt selten einen originelleren und witzigeren Abigag miterlebt”, sagte Schülerin Jenny, die begeistert mit ihren Freundinnen der Musik der Höhner schunkelte.

„Damit hat sich der Jahrgang wirklich unvergessen gemacht”, lobte ein Schüler. Und auch für die Abiturienten hat sich die lange Planungsphase für den Abischerz gelohnt. Auch wenn die vergangenen Monate anstrengend waren, an diesem letzten Tag in der Schule wurde vielen dann noch einmal klar: Die Schulzeit war doch „ne superjeile Zick”.
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