Vera Sous und Piet Hodiamont stellen im Talbahnhof aus

Von: kaba
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Eröffneten am Sonntag ihre Au
Eröffneten am Sonntag ihre Ausstellung im Eschweiler Talbahnhof: die Künstler Vera Sous und Piet Hodiamont (rechts) zeigen Bilder, Handarbeiten und Skulpturen. Foto: Katja Bach

Eschweiler. „Kunst, ein Handwerk des Geistes.” So beschreibt Piet Hodiamont seine Tätigkeit. Eine Leidenschaft und ein Beruf, den er mit Vera Sous teilt. Die Künstler eröffneten am Sonntag ihre Ausstellung im Talbahnhof.

Sowohl Vera Sous als auch Piet Hodiamont stellten in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des alten Bahnhofs ihre Werke für die Öffentlichkeit aus.

Für beide ist es nicht die erste Ausstellung, denn in der Städteregion waren sie mit ihrer Kunst schon öfter zu Gast. Auch Eschweiler ist für sie nicht unbekannt. Vor einiger Zeit zeigte Vera Sous nämlich in der Peter-Paul-Kichre ihre Arbeiten und Piet Hodiamont begeisterte im Talbahnhof vor zehn Jahren als Musiker.

Mit viel Disziplin

Am Sonntag kamen sie auf Einladung des Eschweiler Kunstvereins, um ihre Kunst zu zeigen und bekannt zu machen, denn beide Künstler leben von ihren Arbeiten. Und so ist auch diese Ausstellung nicht nur zum Anschauen gedacht. Bis zum 6. Mai können Interessierte die Bilder, Handarbeiten und Skulpturen begutachten und natürlich auch erwerben.

Es sei nicht allzu schwer sich von den Werken zu trennen, erklären sie. Denn wenn man davon leben müsse, dann wisse man, dass man sie zum Verkaufen erstellt. Außerdem sind sie sich einig, dass Künstler sein viel Disziplin erfordert. Denn es ist nicht immer leicht, eine gewisse Anzahl von Werken bis zu einer Ausstellung fertigzustellen.

Man muss die Bilder immer wieder betrachten, überdenken, ergänzen und vielleicht sogar verändern. So verraten sie auch, dass sie manchmal erst kurz vor Eröffnung mit dem fertig werden, was sie präsentieren wollen. Ob das auch für einige Kunstwerke bei dieser Ausstellung der Fall war, bleibt allerdings ein Geheimnis.

Der Talbahnhof eignet sich jedenfalls hervorragend für eine Präsentation von Ausstellungsstücken, und auch die zahlreichen Gäste der Ausstellung waren begeistert. Denn trotz des Eröffnungsstresses nahmen sich Vera Sous und Piet Hodiamont für jeden Zeit, der Fragen an sie hatte. Sei es zu einem bestimmten Werk, zur Motivation oder zum Künstler selber. Das sorgte für eine angeregte Stimmung und machte die Eröffnung zum Erfolg.

Nicht laut und schrill

Die Bilder selber strahlen eine gewisse Ruhe aus. Es sind keine lauten, schrillen Arbeiten und auch von der Größe nicht überdimensional. Vera Sous benannte ihren Ausstellungsteil „Bergwelten” und manche ihrer Bilder zeigen die Gipfel so, als schaue man durch einen leichten Vorhang oder Nebel. Wälder und Gebirgsketten dominieren aus immer neuen Perspektiven. Ihr Lieblingsstück trägt den Namen „kleiner Kosmos” und ist eine Art Skulptur, die aus einer durchsichtigen Säule besteht, die in einer welligen Kuppel endet, an der Bären befestigt sind.

Auch Piet Hodiamont besitzt ein Lieblingsstück unter seinen Werken. Es ist ein Bild mit dem Namen: „Das Denken umschreibt die Wahrheit, doch berührt sie nie”. Und abschließend gibt er noch mit auf den Weg: „Kunst ist Bildsprache. Eine Übersetzung des Unbewussten ins Bewusstsein.” Ein Ansatz, der zum Nachdenken anregt und den Ausstellungsstücken vielleicht ein Stück weit einen neuen Charakter verleiht, den es zu entdecken gilt.
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