Venen können irgenwann einmal ausleiern

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Skeptischer Blick nach der Operation: Schmerzhafte Venen kann man auch entfernen lassen, wie auf unserem Bild an den Beinen geschehen. Foto: Stock/Olaf Döring

Eschweiler. Krampfadern, Thrombose, offene Beine – was tun? Beim Medizinforum unserer Zeitung am Dienstag, 29. April, stehen erfahrene Mediziner wieder Rede und Antwort. Beginn ist um 19 Uhr im Talbahnhof.

Unter der Leitung von unserem Forumsleiter Dr. Eber­hardt Schneider, Chefarzt der Klinik für fachübergreifende Frührehabilitation am St.-Antonius-Hospital Eschweiler und des EuregioReha-Zentrums Eschweiler, referieren Dr. Rudolf Müller, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am St.-Antonius-Hospital Eschweiler, Dr. Henning Lichtenstein, niedergelassener Hautarzt in Eschweiler, sowie Dr. Wolfgang Steffens, niedergelassener Chirurg in Herzogenrath-Kohlscheid.

Venenerkrankungen sind bei den Menschen ausgesprochen häufig. Man rechnet damit, dass bei etwa einem Drittel der Erwachsenen über 30 Jahre zumindest ein kleiner Venenschaden vorliegt, der allerdings nicht immer Beschwerden machen muss. Meist handelt es sich dabei um Erweiterungen der Venen, also sozusagen um „ausgeleiertes“ Venengewebe. Sind diese Venen dünn und liegen unter der Haut, können sie als sogenannte Besenreiser wahrgenommen werden. Sind kräftigere Gefäße betroffen, knotig, gewunden, spricht man von Krampfadern, der Arzt von Varikose.

Frauen häufiger betroffen

Frauen sind dreimal so häufig betroffen wie Männer, ältere mehr als jüngere. Es gibt zahlreiche Ursachen für das Entstehen eines derartigen Venenleidens. Im Vordergrund steht eine angeborene Gefäßwandschwäche, also eine ererbte Veranlagung. Erschwerend kommt vor allem der Bewegungsmangel heutiger Tage dazu, der zu einem weiteren Aufstau des Blutes in den Beinen führt. Wenn der Befund heftiger wird, hat der Patient ein Spannungs- und Schweregefühl in den unteren Extremitäten, betont bei wärmerem Wetter oder bei längerem Stehen. Die Venen werden unter der Haut unansehnlich dicker, stören auch vom Aussehen her. Schließlich tritt auch Gewebswasser aus den Blutgefäßen aus und lagert sich vorrangig an Unterschenkeln und Füßen in den Weichteilen ein – es bilden sich Ödeme.

Im schlimmsten Fall kann der Blutfluss auch soweit stocken, dass sich Gerinnsel bilden, die die Venen verstopfen können. Es kann dann bedrohlich gefährlich werden, wenn sich Gerinnselstückchen ablösen und hin zum Herzen und dann in die Lunge fließen, wo sie Arterien so verschließen können, dass eine Lungenembolie eintritt. Diese endet nicht selten tödlich.

Thrombosen können aber auch vielerlei weitere Ursachen haben, wie andere Erkrankungen, Medikamente oder Störungen des Venenblutflusses durch Bettlägerigkeit oder nach größeren Operationen.

Wenn das Blut über längere Zeit hinweg nicht mehr ordentlich durch das Bein strömen kann, reagiert auch die Haut mit schmerzhaften und hartnäckigen Veränderungen bis hin zu kleineren oder größeren Defekten der Oberfläche. Man spricht dann von „offenen Beinen“, die nur ausgesprochen schwer erfolgreich behandelt werden können.

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