Eschweiler - Vandalismus und das Geheimnis der Brückensteine

Vandalismus und das Geheimnis der Brückensteine

Von: lbe
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Mitglieder des SPD-Ortsverband
Mitglieder des SPD-Ortsverbands Eschweiler-Süd entdeckten das morsche Holz auf dem der EBV-Waggon gleich am Kreisel zur Cäcilienstraße befestigt ist. Er stellt eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer dar. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Wenn Sie das nächste Mal durch Eschweiler spazieren, dann schauen Sie doch mal genauer hin. Bei einer Fahrt mit dem Auto oder auch mit dem Rad fallen viele Kleinigkeiten, die die Stadt zu bieten hat - oder eben nicht - nämlich kaum auf. Doch als Fußgänger ist es ein Leichtes, sie zu sehen: die Probleme.

Offene Stromleitungen, verrottete und heruntergekommene Wartehäuschen an Bushaltestellen, verblasste und kaum sichtbare Verkehrsschilder oder morsches Holz, das schnell zur Gefahr werden kann. Auf den ersten Blick kaum sichtbar, entpuppt sich auf den zweiten Blick häufig eine Gefahrenstelle.

Aus diesem Grund unternehmen viele Ortsvereine gerne einmal kleine Ortsbegehungen, um Problemstellen zu erkennen und auf Dauer zu beseitigen. In Nothberg war es dann wieder so weit. Der SPD-Ortsverein Eschweiler Süd ist zuständig für die Ortsteile Bergrath, Hastenrath und Nothberg. Aus diesem Grund halten die Genossen die Augen ganz besonders weit offen, wenn sie einen Spaziergang unternehmen. Doch auch Anwohner haben oft Anregungen oder Wünsche, die es zu erhören gilt. Da ist so eine Ortsbegehung genau der richtige Anlass. So kamen also einige Mitglieder des Ortsvereins Eschweiler Süd und Anwohner auf dem Marktplatz in Nothberg zusammen und plauderten über die Missstände vor Ort.

Gleich am Marktplatz ging es dann auch schon los. Denn dort steht ein Wartehäuschen, das schon seit September letzten Jahres defekt ist. Links vom Häuschen liegen Stromleitungen frei, das Häuschen ist mit Moos bewachsen, und auch die linke Außenwand fällt nahezu in sich zusammen.

Nicht viel besser sieht es bei der Telefonzelle gleich daneben aus. Dort wurde vor Kurzem eine Scheibe eingetreten, die immer noch in der Telefonzelle auf dem Boden liegt. Einige hundert Meter weiter am Kreisverkehr an der Cäcilienstraße steht der dekorativer EBV-Kippwaggon, leider auf morschem Holz. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Wagen keinen Halt mehr hat und auf den Bürgersteig beziehungsweise sogar auf die Straße kippt.

„Der Waggon ist eine Gefahr für Fußgänger als auch Autofahrer”, so Jakob Bündgen, Ratsmitglied. Wenn dies auch die einzige Stelle ist, an der morsches Holz gefunden wurde, so zieht sich das Problem mit offenen Leitungen durch den ganzen Ort. Denn schon am Nothberger Kreuz, gleich an der kleinen Treppe hinter dem Kreuz, fehlen zwei Lampen. Die Leitungen und Vorrichtungen jedoch sind frei zugänglich.

Da erscheint der rege Bewuchs durch Unkraut am Nothberger Kreuz oder auch in der Knippmühle fast schon harmlos, wenngleich das Stadtbild dadurch nicht unbedingt verschönert wird. Ebenso verwunderlich seien die drei großen Steine, die an der Brückenstraße auf dem Gehweg kurz vor dem Gitter der Brücke liegen. Denn eigentlich wisse niemand, welchen Sinn sie genau erfüllen. Zudem stelle die Eisenkante gleich dahinter eine Gefahr für Autofahrer dar. Sie ist kaum zu sehen, scheint jedoch scharf kantig zu sein und könnte so vor allem auch Reifen oder dem Lack schaden, falls ein Autofahrer ausweichen muss. In den Benden sammle sich immer wieder Wasser an, wenn es stark geregnet hat. Auch diese Stelle werde für Fußgänger schnell zum Balanceakt.

Es seien vielleicht nicht viele Probleme, die es in Nothberg zu bewältigen gebe, dennoch müsse darauf aufmerksam gemacht werden, betont Peter Gartzen, SPD-Ortsvereinsvorsitzender. Denn wie jedermann bekannt, dauert es eine ganze Weile, bis solche Probleme auch tatsächlich behoben werden. Mit einem Brief an den Bürgermeister sollen die benannten Ecken nun erwähnt werden, um ganz bald eine Lösung für offene Leitungen, regen Bewuchs von Unkraut und verblasste Schilder zu finden. Immerhin befinde sich der Bolzplatz nach wie vor in bestem Zustand.
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