Eschweiler - Update für die Medienausstattung der Eschweiler Schulen

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Update für die Medienausstattung der Eschweiler Schulen

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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Offensive: 600.000 Euro steckt die Stadt Eschweiler im kommenden Jahr in die bessere Digitalausstattung der Schulen – 150.000 Euro mehr als in diesem Jahr. Foto: Matthias Balk/dpa

Eschweiler. Die Stadt will mächtig in Schulen investieren. Genauer geschrieben: in die sogenannte EDV-Ausstattung, also in Computer, Netzwerke, Server und mehr. In diesem Jahr werden insgesamt 450.000 Euro in die Medienentwicklung der Schulen gesteckt, im kommenden Jahr stehen sogar 600.000 Euro zur Verfügung.

Das Städtische Gymnasium wird hiervon als erstes profitieren, denn es dient als Pilot. Das dort entwickelte „Infrastrukturprojekt“ soll dann für die anderen weiterführenden Schulen als Beispiel dienen.

Drei Standorte

Die Schulleitungen werden bei der Konzeptentwicklung mit eingebunden. Beim Städtischen Gymnasium besteht die Besonderheit, dass der Schulbetrieb an zwei Standorten stattfindet, die miteinander vernetzt werden müssen. Streng genommen werden sogar drei Standorte gezählt, rechnet man die Mensa und das Selbstlernzentrum an der Preyerstraße als eigene Filiale hinzu. Diese drei Gebäude müssen mit Datenleitungen versehen werden, die modernen Standards genügen.

In der gesamten Schule soll zudem eine WAN-Anbindung mit einer Bandbreite von 100 Mbit/Sekunde gelten. Dafür sind auch entsprechende klimatisierte Serverräume erforderlich. Hinter einem WAN verbirgt sich ein großes Netzwerk, dass mehrere geschlossene kleinere Netzwerke umfasst. Die Gespräche sind inzwischen gelaufen, die ersten Arbeiten erledigt oder befinden sich in der Auftragsvergabe.

Bedarfe ermitteln

Stefan Döhler vom Unternehmen regio iT erläuterte im Schulausschuss die Pläne für das Gymnasium, die zum Großteil für die anderen weiterführenden Schulen gelten sollen. Die Firma war im vergangenen Mai beauftragt worden, die weiterführenden Schulen zu untersuchen und die Bedarfe zu ermitteln. Dies soll in einem fortlaufenden Medienentwicklungsplan münden.

Die Computertechnik entwickelt sich schließlich ständig weiter. Im Zuge dessen wir ein Beschaffungsmanagement eingerichtet, das sich nach Standards richtet, die von Schule, Schulträger mit dem IT-Unternehmen abgestimmt wurden. Diese gelten für den Erwerb von neuer Hardware, aber auch für den Kauf und die Installation von Programmen.

Die bessere Medienausstattung der Schulen war auch Bestandteil der Haushaltsberatungen. Die Summe von zunächst geplanten 400.000 Euro wurde auf Antrag der FDP einstimmig auf 600.000 Euro aufgestockt. Dass dieses Geld erforderlich ist, um sämtliche weiterführenden Schulen der Stadt Eschweiler auf einen aktuellen Stand zu heben, zeigen die Ausgaben im laufenden Jahr.

Alleine der WLAN-Ausbau am Städtischen Gymnasium wird mit etwa 234.000 Euro kalkuliert. Etwa 36.000 Euro kostet es, die Verkabelung zu planen. Das vorgesehene Medienkonzept soll nicht verhindern, dass auch in Zukunft Einzelmaßnahmen zur besseren EDV-Ausstattung finanziert werden. In diesem Jahr erhält die Don-Bosco-Schule 16 neue Computer inklusive Programmpaket sowie Beamer und Scanner. Kostenpunkt: 17000 Euro.

Die Stadt Eschweiler will damit auch auf die zunehmende Digitalisierung reagieren. In der Stadtverwaltung soll eine Stelle geschaffen werden, in der sämtliche Aspekte der Digitalisierung gebündelt werden. 60.000 Euro sind dafür im kommenden Jahr eingeplant. Auch die Pläne für die Schulen fallen in dieser Bereich.

Dass die Schulleiter an den jeweiligen Standorten durchaus unterschiedliche Wünsche mitteilen und Schwerpunkte setzen, unterstrichen die Gespräche mit den Verantwortlichen des Städtischen Gymnasiums: Ganz oben auf der Liste steht dort die Ausstattung der Fachräume mit sogenannten Smartboards.

Trotz der zunehmenden Verbreitung von Tablets will man nicht auf Computerräume verzichten. Angeschafft werden sollen zwei sogenannte i-Pad-Koffer, in denen bis zu 16 Tablets untergebracht werden können. Auch die vollständige Verbreitung des WLAN in der Schule war ein ausdrücklicher Wunsch der Lehrer des Gymnasiums.

Drei Netze

Drei Netze sind nach dem vollständigen Umbau im Städtischen Gymnasium zu finden. Ein Großteil der Arbeiten sind in den vergangenen Herbstferien erledigt worden. Mit dem Programm „Netman for Schools“ erhofft sich die Stadt zudem eine Kostenersparnis. Die erforderlichen Programme werden nicht mehr auf jeden Rechner geladen, sondern befinden sich auf einem Server, der die einzelnen Rechner miteinander verbindet. Die Computer in den Schulen sollen dann auch nicht mehr den höchsten Anforderungen genügen müssen, sondern mit einer vergleichsweise geringen Ausstattung voll und länger einsatzfähig sein.

Kleinere Investitionen

Einige kleinere Investitionen wurden auch schon in den anderen weiterführenden Schulen getätigt: Im kommenden Jahr sollen sowohl die Gesamtschule Waldschule wie auch die Realschule komplett neu ausgestattet werden. Anschließend ist die Adam-Ries-Schule, eine Hauptschule, an der Reihe. Erste Voraussetzungen wurden schon in diesem Jahr geschaffen, denn die Realschule Patternhof erhielt unter anderem einen neuen Serverraum.

Das Unternehmen regio iT betreut insgesamt 194 Schulen mit 16232 sogenannten Clients in der Städteregion, den Kreisen Heinsberg und Düren sowie Belgien, aber auch in Bergisch Gladbach, Siegburg, Gütersloh und Gummersbach. Es arbeitet seit Jahren in verschiedenen Bereichen mit der Stadt Eschweiler zusammen.

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