Unterricht mal anders für Schüler vom Berufskolleg Eschweiler

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Erlebten einen spannenden Abend im Theater: die Schüler der T2B16C mit ihrer Klassenlehrerin Miriam Steffens und der Stellvertreterin Charlotte Lemke. Foto: Finn Funk

Eschweiler. Vergangenen Mittwoch um 17.30 Uhr trafen sich die Schüler der Berufsfachschule 2 für Technik (T2B16C) ausnahmsweise nicht in der Schule, sondern im Aachener Stadttheater. Für viele der 15 Schüler war es der erste Theaterbesuch.

Daher führte die Theaterpädagogin Katrin Eickholt zuvor mit den Schülern des Berufskollegs Eschweiler ein Gespräch über ihre Erwartungen und das angemessenen Verhalten während des Theaterbesuchs und ermöglichte ihnen einen Blick von der Bühne der Kammer hinab in den Zuschauerraum. Die Schüler, aber vor allem die zwei begleitenden Lehrerinnen, Charlotte Lemke und Miriam Steffens, sahen dem Beginn der Vorstellung mit viel Spannung entgegen.

Warum gehen Schüler einer technisch ausgerichteten Klasse ins Theater? „Bildung am Berufskolleg sollte mehr umfassen als die klassischen Fachinhalte“, meint dazu die Klassenlehrerin. „Außerschulische Lernorte gehören zum Konzept der Berufsfachschule. Wir haben Betriebsbesichtigungen im Rahmen der Stolberger Nacht der Ausbildung gemacht, ebenso bei Firmen in Eschweiler und Baesweiler und haben im Schülerlabor der RWTH Aachen eine App programmiert.

Alle Unternehmen präsentierten ihre Betriebe und ermöglichten einen Einblick in Produktionsabläufe, Produkte und die Chancen, die Industriebetriebe bieten. Besonders gewinnbringend waren die Kontakte mit den Auszubildenden und die Möglichkeit, persönliche Kontakte für spätere Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zu knüpfen. Da ergänzt ein Theaterbesuch das Programm in kultureller Hinsicht großartig“, erläutert Miriam Steffens.

Das Theaterstück besteht im Original aus 2000 Fragen und dauert zwischen 11 und 18 Stunden. Für die Vorstellung in der Kammer ist es auf 1 Stunde 15 Minuten gekürzt worden. „Schule darf auch einmal Spaß machen. Ein Theaterbesuch ist eine tolle Gelegenheit für unsere Schüler, über den Tellerrand hinauszusehen“, begründet Schulleiter Thomas Gurdon das Engagement für den anderen Lernort.

Interaktives Stück

Das interaktive Stück lebte von der besonderen Situation, dass es stets um Fragen und Antworten ging und das Publikum mit einbezogen wurde. Die Theaterbesucher wurden vor Beginn der Veranstaltung aufgefordert, Fragen auf Postkarten zu schreiben und das taten die Schüler fleißig. Tatsächlich wurden sehr zur Überraschung und Freude der Schüler auch drei ihrer Fragen vorgelesen und beantwortet.

Am Ende wurde den Schauspielern mit minutenlangem Applaus für einen tollen Abend gedankt. Auch die Schüler der T2B16C äußerten sich in einer Nachbesprechung gegenüber ihren Klassenlehrerinnen begeistert über diese außergewöhnliche Erfahrung.

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