Eschweiler - Unternehmensberater mit ganz neuem Ansatz

Unternehmensberater mit ganz neuem Ansatz

Von: Paul Santosi
Letzte Aktualisierung:
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Unternehmensberatung geht auch anders: Malte Mertes, Thomas Schings, Jonas Schleypen und Andreas Middelmann (v.l.), die Gründer von Freshview Integrated. Foto: Lukas Friese

Eschweiler. Unternehmensberater, so der Volksmund, sind diejenigen, die einem die Uhr wegnehmen bevor sie für einen gesalzenen Tagessatz kundtun, wie spät es ist. Der 22-jährige Jonas Schleypen aus Eschweiler, International Business Student an der Maastricht University, und seine Kommilitonen Malte Mertes, Andreas Middelmann und Thomas Schings schicken sich nun an, die etwas verkrusteten Strukturen in dieser oftmals intransparenten Szene aufzubrechen.

Die Vier gründeten mit „Freshview Integrated“ eine Unternehmensberatung, die ausschließlich von Studenten betrieben wird. Sie suchen den Schulterschluss zu Produktherstellern und Vertriebsfirmen, um mit den ihnen eigenen Werten wie Neugier, Kreativität und Flexibilität aufzutrumpfen.

Wieso braucht man überhaupt eine Unternehmensberatung? Dazu Jonas Schleypen: „Nahezu jede Firma gelangt auch trotz guter Produkte und guter aktueller Marktbedingungen irgendwann an einen Punkt, an dem die Nabelschau alleine nicht mehr reicht. Es geht zum Beispiel um die Optimierung von Herstellungsprozessen und den Einsatz von moderner Informationstechnologie. Wir wissen: Es gibt einen hohen Bedarf am sogenannten Blick von außen.“

Die Zusammenarbeit mit dem Studentenquartett und ihrem angeschlossenen Netzwerk lohne sich aus vielerlei Gründen: „Wir arbeiten von vorneherein günstiger als arrivierte Unternehmensberatungen mit hohen Tagessätzen. Das Investitionsrisiko ist für den Auftraggeber daher deutlich geringer. Was uns vielleicht zunächst an Erfahrung mangelt, ersetzen wir durch Kreativität und alternative Perspektiven.“ Alle vier Freshview-Gründer haben schon internationale Erfahrungen durch Praktika und Aufenthalte rund um die Welt gesammelt. Hinzu kommt, das die Maastrichter Uni mit Studenten aus aller Herren Ländern gespickt ist. „Letztlich können wir aus einem Informationspool schöpfen, der sich aus allen Fakultäten rekrutiert. Studenten sind in der Regel bestens vernetzt und können viel schneller reagieren,“ unterstreicht Jonas Schleypen die Wettbewerbsvorteile des studentischen Geschäftsmodelles.

Die meisten Hochschulen gäben sich gerne das Prädikat „Praxisorientiert“ für ihre Ausbildung, da mit bloßer Theorie alleine in der heutigen Wirtschaftswelt nicht viel zu holen ist. Schleypen und seine Kollegen nehmen das Heft noch vor dem Uni-Abschluss selbst in die Hand und beweisen, wie sich Wissen in nutzbaren Mehrwert verwandeln kann. Einer der ersten Kunden war ein Unternehmen aus Stuttgart, welches Probleme mit der Rücklaufquote eines Leih-Produktes hatte, das in der Haus- und Sanitärinstallation eingesetzt wird. „Wir haben uns vor Ort getroffen, Gespräche geführt und konnten schon nach kurzer Zeit eine praktikable Lösung vorstellen. Der Hersteller hatte ein gutes Produkt, aber wir haben uns überlegt, wie sich Vertrieb und Lieferkontrolle mit relativ einfachen Mitteln optimieren lassen. Das steigerte die Effizienz und die Kostensituation hat sich verbessert.“

Als Zielgruppen für den studentischen Think Tank definieren die Vier nicht nur kleine und mittelständische Unternehmen, sondern auch junge Unternehmensgründer, die Anlaufhilfe bei der Realisierung ihrer Geschäftsideen benötigen. Sie ermuntert Jonas Schleypen zur Kontaktaufnahme: „Gleich, worum es geht. Erläutern Sie uns Ihr Problem, wir machen unverbindlich einen Vorschlag.“ Die Vier verstehen sich als eine Art nutzenbringende Version des Advocatus Diaboli: „Wir nehmen die Sichtweise des Außenstehenden auf, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Genau dies ist für Firmen oftmals der erste Schritt zu kontrolliertem Wachstum.“

Kontaktadresse und nähere Infos gibt es auf der Website www.freshview-integrated.de.

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