Unternehmen entdecken die sozialen Netze

Von: thd
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Soziale Netzwerke wie Facebook
Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bieten viele Chancen, sie bergen aber auch Risiken: Die Experten Dr. Jürgen Karla, Paul Santosi und Michael Ruck informierten über die Vor- und Nachteile für Unternehmen. Foto: imago/imagebroker

Eschweiler. Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Youtube sind in aller Munde. Vor allem benutzt nahezu jeder einmal ein solches Netzwerk, denn Google oder Wikipedia gehören ebenfalls dazu.

Mit Social Media kommunizieren aber nicht nur private Nutzer. Viele Firmen bedienen sich schon an internen oder externen Plattformen, um die gegenseitige Kommunikation zu fördern. Allerdings sind nicht nur Vorteile mit der Nutzung verbunden.

In dem Vortrag „Chancen und Risiken des Social Media-Einsatzes für Unternehmen” haben die Experten Dr. Jürgen Karla, Paul Santosi und Michael Ruck über die vorsichtige Nutzung von Medien in der Raiffeisenbank aufgeklärt und Unternehmern wichtige Informationen gegeben.

Medienexperte Dr. Jürgen Karla von der RWTH Aachen zeigte den Unternehmern zu Beginn die verschiedenen Möglichkeiten einer Präsentation auf Twitter und Facebook. „Es kommt nicht darauf an, wie groß ein Betrieb ist. Auch ein Restaurant kann die Möglichkeit nutzen und direkten Kundenkontakt aufbauen, indem es erlaubt, dass die Kunden das Restaurant bewerten oder Informationen herausfinden”, erläuterte der Akademiker.

Die Nutzung von sozialen Medien könne aber auch intern im Unternehmen geschehen und den Informationsfluss innerhalb der Belegschaft beschleunigen. Externe Nutzung dagegen verbessere das Kundenverständnis und die Kontrolle, wer im Internet über das Unternehmen schreibe oder was die Kunden bewerten.

Allerdings sei Social Media nicht immer von Vorteil. „Gegner sprechen von Zeitverschwendung, Verstärkung negativer Informationen, Kontrollverlust oder mangelnder Datenschutz”, pointierte Dr. Jürgen Karla. „Positiv ist aber festzuhalten, dass sich Wissensträger schnell identifizieren, die Suche nach Inhalten zum Kerngeschäft vereinfacht wird, der Wissensaustausch und die Zusammenarbeit verbessert werden und die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit steigt - um nur einige Vorteile zu nennen.” Zu beachten sei aber auch, dass Offenheit und Transparenz gegeben sein müssen, um kein Misstrauen zu erwecken und dass Social Media kein „Billig-Marketing zum Nulltarif” sei.

Auch Kommunikationsberater Paul Santosi bot den Zuhörern viele positive Aspekte des Einsatzes von Social Media. „Sie kommunizieren alle! Die Instrumente haben sich aber verändert”, erklärte er. „Vor allem in der Videotechnik war eine Revolution zugange. Früher gab es 35mm-Film und heute 3D oder Slideshows.” Dass sich der Einsatz von Videoclips lohne, verdeutlichte er an der Plattform „Youtube”.

„Nach einer kostenlosen Anmeldung können Videoclips hochgeladen werden und zum Verkauf, zur Präsentation oder zur Information dienen”, betonte Paul Santosi. „Unternehmen oder Freiberufler können lokal und international in jeder Branche Kunden neu gewinnen, den Absatz fördern, das Image Aufbauen oder einfach Aufmerksamkeit erregen.” Beispiele zeigte Paul Santosi anhand eigener Produktionen. Unter anderem stellte er einen Videoclip für Michael Ruck her, der - im Gegensatz zu einer Broschüre - die Arbeit an einem Projekt für Blindenarbeit in Indien am Bildschirm darstellte. Die Vorteile sah Michael Ruck in vielen Blickwinkeln: „Wir können unserem Kundenkreis mit diesem Video direkt die Arbeit zeigen, die wir unterstützen und Informationen gebündelt weitergeben. Ein Video wird besser angenommen als ein Zettel, auf den ein mal ein Blick geworfen wird.”

Um das Thema noch weiter zu diskutieren und Denkansätze auszutauschen, ließen die Referenten und Zuhörer den Abend ausklingen.
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