Eschweiler - Und Gott spricht mit der Stimme des Schulleiters

Und Gott spricht mit der Stimme des Schulleiters

Von: ran
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Eschweiler. Und Gott zürnt den Menschen: „Sie ersaufen in den Sünden, ohne dass sie es empfinden, kennen nicht Gott und kein Gebot, aber klagen in der Not. Dass sie der Erlösung bedürfen, bedenken sie nicht beim Schampusschlürfen. Drum will ich nun Jedermann richten, die Ärgernisse der Welt vernichten.”

So schickt er also den Tod, um das üppige Leben des reichen Herrn Jedermann zu beenden, ihn zuvor aber zur Umkehr und Reue zu bewegen.

Den Weg dorthin zeichnete der Literaturkurs der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule am Dienstagabend bei der Premiere des Theaterstücks „Jedermann als Mann von Welt - das moderne Spiel von Macht und Geld”, das Kursleiter Heinz-Theo Frings nach der berühmten Vorlage von Hugo von Hofmannsthals Drama verfasste, nach.

Dabei verlangten die Schauspieler den Zuschauern nicht nur intellektuell - den Text verfasste der Autor originalgetreu in Versform - sondern durch Ortswechsel auch körperlich einiges ab. Fanden nämlich die Akte eins, zwei und fünf in der Schulkapelle statt, startet die Fete der Akte drei und vier auf der Bühne der Aula. Nach zwei kurzweiligen, aber nachdenklich stimmenden Stunden, folgte der verdiente Lohn: langanhaltender Applaus der begeisterten Zuschauer und -hörer.

Mit zahlreichen Bezügen zur Aktualität bewies Heinz-Theo Frings als Autor und Regisseur ein feines Gespür für die Zeichen der heutigen Zeit. Und auch die Schüler zeigten mit ansteckender Spielfreude, dass ein Theaterstück, dessen Stoff bereits im Mittelalter bekannt war, auch heute noch packend sein kann.

Ein gewichtiges Wort hatte übrigens auch Schulleiter Dr. Manfred Meier beim „Jedermann” mitzureden. Er lieh keinem Geringeren als Gott seine Stimme.

Am Donnerstagabend steigt ab 19.30 Uhr die zweite Aufführung in der Schulkapelle sowie der Aula.
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