„Unbequemer Künstler“: Zahlreiche Gäste beim Dialog mit Albert Sous

Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Der Eschweiler Kunstverein begrüßte am Freitagabend zahlreiche Gäste, die der Einladung zum „Dialog mit dem Künstler Albert Sous“ gefolgt waren.

Gesprächspartner Ralf Walraff, stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins, führte souverän durch den Abend, und so erfuhren die Gäste vieles über den Künstler, der sichtlich erfreut über das große Interesse war.

Bewegt beantwortete Sous die gestellten Fragen, erzählte viele Anekdoten aus seinem Leben und gewährte auch Einblicke in das Familienleben der Sous‘, der vier Kinder, die auch alle erfolgreiche Künstler sind. Jedes seiner Werke hat eine Geschichte und alle seine Fundstücke bergen Erinnerungen, die Albert Sous gerne preisgab. Er berichtete über die vielen Ausstellungen und Begegnungen, nahezu weltweit.

Auf die Frage, warum er nie in den großen Museen Aachens ausgestellt hat, antwortete er, dass er auch ein politisch Denkender und damit für viele, gerade in Aachen, „unbequemer Künstler“ sei. Es fing mit seiner Glaskuppel in Würselen an, die, wenn es nach den Behörden gegangen wäre, abgerissen werden sollte. Sous erklärte seinen Kuppelbau als Kunstwerk und entzog somit der Behörde die baurechtliche Forderung, die Vorschriften über Statik und Baumaterial enthielt.

Sein letztes Politikum, den Bau einer Markthalle am Büchel, handelte ihm von Seiten der Bevölkerung viel Zuspruch ein, die Verantwortlichen der Stadt Aachen hingegen waren nicht zu begeistern, sie setzen eher auf Ingenieure und Techniker, nicht auf kreative Künstler, erläuterte er. Kurzerhand erstellte Sous ein Banner: Die Titanic wurde von Ingenieuren, die Arche Noah von einem Laien erbaut – „nicht zur Freude der Stadtväter“, wie er sagte.

Mit großem Applaus bedankten sich die zahlreichen Gäste, die sichtlich begeistert noch einmal durch die Ausstellung gingen und so manches Kunstwerk mit anderen Augen betrachteten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober geöffnet, freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert