Umzug der Bundespolizei verzögert sich: Erst Anfang 2015

Von: tob
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Es dauert noch ein wenig, bis die Bundespolizei das Gebäude an der Rue de Wattrelos bezieht. Unter anderem mussten die Blitzschutzanforderungen umgesetzt werden. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Das Warten auf den Umzug der Bundespolizei in die Indestadt geht weiter. Bislang hieß es, Stichtag sei der 1. November. Im Sozial- und Seniorenausschuss hatte Stadtkämmerer Stefan Kaever gesagt, dass der Termin nicht eingehalten werden könne. Mitte oder Ende November könne es so weit sein. Nun sagt Polizeioberrat Martin: „Ich befürchte, das wird in diesem Jahr nichts mehr.“

Bereits im März des vorigen Jahres sollte die Bundespolizei das neue Objekt anmieten. Damals verstarb die Eigentümerin jedoch kurzfristig. Das Objekt an der Rue de Wattrelos vermachte sie der evangelischen Kirche. So begannen die Verzögerungen.

Die evangelische Kirche prüfte zunächst, ob sie das Erbe annehmen und wie es anschließend weitergehen soll. Als das in trockenen Tüchern war, ging es an die Umbauten. Zwar saß die Autobahnpolizei bis vor ein paar Jahren in dem Gebäude, die Bundespolizei hat jedoch andere Anforderungen.

Viele Anforderungen

So mussten Gewahrsamsräume her, da die Bundespolizei auch Straftäter verfolgt. Von diesen Räumen wird wiederum einiges verlangt. So dürfen sie keine Heizkörper haben, damit sich ein Gefangener daran nicht verletzen kann. also musste überall Fußbodenheizung verlegt werden. Auch die Klimaanlage musste erneuert werden, da vorgeschrieben ist, die Luft sechsmal stündlich auszutauschen.

Sogenannte Rückführungsräume gab es ebenfalls nicht – für die Menschen, die das Land wieder verlassen müssen. Die Bundespolizei betreut diesen Vorgang verwaltungstechnisch. Für die Spurensicherung mussten ebenfalls Änderungen her.

Da mitunter mit ätzenden Flüssigkeiten gearbeitet wird, darf das Wasser nicht in die Kanalisation gelangen. Auch zwei Ein- und Ausfahrttore wurden ertüchtigt. Zu der erneuten Verzögerung kam es jetzt, weil das Gebäude andere Blitzschutzanforderungen hat. So musste von Klasse 1 auf Klasse 2 aufgerüstet werden.

In den nächsten Tagen soll die Immobilie an die Bundespolizei übergeben werden, sagt Martin Hartmann. Die evangelische Kirche wird das Gebäude an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vermieten, diese wiederum an die Bundespolizei.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Umzug begonnen werden. Mit dem kompletten Umzug rechnet der Polizeioberrat Anfang 2015. Ab dann ist die Stadt für die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge zuständig.

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