Umgestaltung des Marktes: FDP hat eine Menge Fragen

Von: Rudolf Müller
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Soll auch künftig Mittelpunkt des urbanen Lebens sein: Eschweilers auch gastronomisch viel genutzter Marktplatz. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Eigentlich finden sie ja klasse, was die Stadtplaner nach langen Gesprächen und Workshops mit interessierten Bürgern rund um den Marktplatz vorhaben. Ein generelles „Okay“ wollen Eschweilers Liberale der Stadt dennoch nicht geben: Sie möchten über die Bausteine des Gesamtkonzepts einzeln abstimmen.

Und nicht nur das: Sie wollen von der Verwaltung eine Menge mehr Details zu den Plänen erfahren, als Beigeordneter Hermann Gödde und sein Team bislang kundzutun für nötig hielten. Zum Beispiel Einzelheiten über die geplante Sitzbank um das Wasserbecken. Die FDP bittet hier um eine zusätzliche Perspektivzeichnung, dazu um Ansichten oder technische Zeichnungen zum Wasserbecken sowie der Sitzbank samt Maßen, Details und Ausführungsbeschreibungen.

Ähnliches gilt auch für die vorgesehene Wasserwand: „Wir bitten um eine inhaltlich eindeutige Erläuterung und möglichst optisch eindeutige Darstellung, was unter einem Wasservorhang zu verstehen ist. Reden wir hier von Rinnsalen oder Wasserfallstärke?“ Und neben Referenzbeispielen aus anderen Städten wollen die Liberalen auch eine genaue Aufstellung von Folgekosten wie Wasserverbrauch und Reinigung sehen.

Die Liste der Forderungen ist lang: Was den versenkbaren Poller an der Wollenweberstraße betrifft, der im Bedarfsfall die Zufahrt zum Markt sperren soll, soll die Stadt nicht nur dessen Kosten offenlegen, sondern auch die Kosten, die Anlieger für Funkfernbedienungen zu zahlen hätten.

Unterlagen offenlegen

Auch die Platzierung der Bühne, die bei Bedarf nicht mehr an der Marktumfahrt, sondern über der Freitreppe an der Kirchenseite des Marktes errichtet werden soll, ist den Liberalen nicht ganz geheuer. Fraktionsvorsitzender Ulrich Göbbels: „Die FDP beantragt die Offenlegung der Unterlagen, die zur Entscheidung geführt haben, die Bühne auf der Freitreppe zu platzieren, obwohl dieses eine aufwärtsführende Blickrichtung beinhalten würde.“ Damit nicht genug: „Die FDP beantragt, dass die Verwaltung Unterlagen vorzulegen oder Untersuchungen zu beauftragen hat, die ersichtlich machen, wie sich Sound und Schall im Bereich des Marktes in der neuen Bühnensituation darstellen werden, um die Gefahr späterer möglicher Anwohnerklagen bereits im Vorfeld ermessen zu können.“

Auf der Marktstraße selbst will die FDP entgegen dem Verwaltungsvorschlag auch künftig nicht auf Aufpflasterungen verzichten, die Autofahrer ausbremsen. Die Parkplätze hier wie auch auf dem Teilstück zwischen Markt und Indestraße sollten Kurzparkern (30 bis 60 Minuten) und Anwohnern vorbehalten sein. Und auf einen Zweirichtungsverkehr in diesem Abschnitt will die FDP wie auch SPD und CDU verzichten und es bei der bisherigen Einbahnstraßenregelung belassen.

Einverstanden sind die Liberalen mit der Pflanzung von Platanen beiderseits des Marktplatzes. Aber: Die Verwaltung solle auch sicherstellen, dass der dortigen Gastronomie auch die Möglichkeit gegeben wird, die Außenbestuhlung bis unter die Bäume auszudehnen.

Ihren Segen gibt die FDP auch den Bücherregal- und Rundbank-Plänen, regt aber an, „eine private Patenschaft für das Bücherregal anzustreben, damit die Bücher und das Regal ordentlich gepflegt werden.“ Dem Paten sollte als Gegenleistung eine Werbemöglichkeit am Regal eingeräumt werden. Um den Platz an allen Stellen attraktiv zu halten, sollte der geplante Standort beibehalten werden.

Nicht verscherzen möchte die FDP es sich mit Bonifatius Stirnberg, dem Schöpfer des „Sonnenwagens“. Die Stadt solle mit Stirnberg Kontakt aufnehme und seine Zusage zu den Marktplänen einholen, soweit dieses aufgrund der Verträge der Stadt mit dem Künstler notwendig sei. „Entsprechende Schriftsätze sind den Fraktionen im Vorfeld der Entscheidung vorzulegen. In keinem Fall sollte dieses Kunstwerk in seiner Existenz und Platzierung auf dem Marktplatz in Frage gestellt werden.“

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