Überm Markt funkeln fast 10.000 Lichter

Von: rpm
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Gar nicht so einfach, knapp 10
Gar nicht so einfach, knapp 10 000 Birnchen auf 20 Marktbäume und drei Fahnenmaste zu verteilen: Kulturmanager Max Krieger und ein Team der EWV hatten gestern etliche Stunden lanmg alle Hände voll zu tun. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Wenn schon kein Weihnachtsmarkt - dann doch wenigstens Festbeleuchtung: So ganz „ohne” soll sich der Eschweiler Marktplatz auch in diesem Jahr nicht präsentieren. Kulturmanager Max Krieger stand am Dienstag früh auf, um Eschweilers „Herz” ins rechte Licht zu rücken. Mit knapp 10.000 Birnchen.

Gemeinsam mit den EWV-Mitarbeitern Dieter Baumanns und Erwin Stolze machte Krieger sich daran, in luftiger Höhe Lichterketten ins Geäste der Markt-Bäume zu zaubern. Fachmännisch, pardon: -fraulich begleitet von EWV-Sprecherin Yvonne Rollesbroich. Ein hartes Stück Arbeit: 40 Netze mit je 240 Birnchen galt es zu installieren - Krieger war dankbar, dass die EWV ihm dafür einen Hubwagen zur Verfügung gestellt hatte. „Man unterschätzt die Bäume in Breite und Höhe doch sehr”, musste er zugeben. „Mit Leitern wäre das ein Ding der Unmöglichkeit.”

20 Bäume überzog das Team mit den Strom sparenden Niedrigvolt-Lichternetzen. Kleinere Bäume wurden dabei ausgespart: aus Sicherheitsgründen, damit Vandalen es nicht zu einfach haben, die Netze zu demolieren. Spätestens heute soll sich der Platz, in dessen Mitte der große Baum des Kinderschutzbundes steht, in weihnachtlichem Lichterglanz zeigen.

Krieger erhofft sich von der Beleuchtungsaktion eine Initialzündung für weitere kleinere und größere Attraktionen rund um den Marktplatz: „Es wäre schön, wenn die umliegende Marktgastronomie mit passenden Ideen zur weihnachtlichen Marktatmosphäre beitragen würde. Ich denke da an kleine Konzerte, Außendekorationen, Glühweinstände vor der Tür und ähnliches. Das gilt natürlich auch für die übrigen Marktanlieger: Jeder ist aufgerufen, mit schönen Tür- und Fensterdekorationen und anderen Ideen zum vorweihnachtlich-stimmungsvollen Markt geschehen beizutragen.”

Ein Wunsch, der schon jetzt auf fruchtbaren Boden gefallen ist: Marktwirtin und Künstlerin Gerda Zuleger (Schnoits/Tillys) hat bereits einige Veranstaltungen ins Auge gefasst, und ihre Kollegen Sylvia Götting, die in den vergangenen Jahren den Weihnachtsmarkt im Alleingang organisiert hatte, hat vor ihrem Lokal „Sylvinos” nun doch eine kleine Budenstadt entstehen lassen.

Besinnliches in der Kirche

Und auch die Kirche ist mit von der Partie. Nicht mit Remmidemmi, wie er vielerorts dominiert, sondern mit stillen, besinnlichen Angeboten. In der Peter-Paul-Kirche bieten Pfarrer Dr. An-dreas Frick und seine Mitarbeiter ein besonders Advent-Programm - von Kurzmeditationen zur Wochenmarktzeit bis zu meditativem Tanz (wir berichteten). Frick: „Es macht keinen Sinn, die Fenster zu beleuchten, wenn in der Kiche selbst nichts geboten wird.” Eine direkte Fensterbeleuchtung, wie Max Krieger sie eigentlich erhofft hatte, wäre ohnehin in der Kürze der Zeit nur provisorisch herzustellen gewesen - mit einer Vielzahl von Stolperfallen durch in der Kirche herumliegende Kabel und ähnliches. Was nicht heißt, dass über kurz oder lang nicht doch professionell installierte Strahler die Schönheit der Kirchenfenster in Szene setzen könnten.

Schon jetzt hat Dr. Andreas Frick Pläne fürs kommende Jahr: Dann soll im Advent rund um den Markt täglich in einer kleinen Feier ein Adventskalenderfenster geöffnet werden. Unter Einbeziehung möglichst vieler Anwohner-Fenster. „Der Marktplatz hat das Potenzial, das Wohnzimmer der Stadt zu sein”, sagt Frick. Und das sollte man nutzen.
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