Über Grenzen hinweg: Jugend nimmt die Zukunft in die Hand

Von: vs
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Die Vertreter aus Eschweiler und Eupen sehen in dem Projekt „APE“ nicht nur ein Potenzial zur Förderung von aktiver gesellschaftlicher und politischer Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sondern auch die Chance zum stärkeren Zusammenwachsen europäischer Kulturen. Foto: Vanessa Sack

Eschweiler. Zur Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat das Eschweiler Jungendamt zusammen mit Kooperationspartnern aus der Stadt Eupen das Projekt „APE Aktiv partizipieren in der Euregio – Jugendliche unterstützen Jugendliche“ ins Leben gerufen.

Es ist das erste Mal, dass die Städte Eschweiler und Eupen anlässlich eines grenzübergreifenden Förderprojektes für Jugendliche zusammenkommen.

Zur Realisierung und Durchführung des Projektes „APE Aktiv partizipieren in der Euregio – Jugendliche unterstützen Jugendliche“ wurde vom Jugendamt der Stadt Eschweiler ein Förderantrag im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ gestellt, welcher im Dezember vergangenen Jahres genehmigt wurde. Gemeinsam mit den Eupener Organisationen „Ephata VoG“ und „Work & Job VoG“ sowie „EUSOEC EWIV“ macht es sich das Jugendamt zur Aufgabe, die Jugendlichen aus Eschweiler und Eupen im Bereich der aktiven gesellschaftlichen und politischen Teilhabe zu unterstützen und zu fördern. Hierbei stehen auch besonders benachteiligte Jugendgruppen und solche mit Migrationshintergrund im Fokus.

In dem von März 2014 bis Ende Februar 2015 festgelegten einjährigen Projektzeitraum werden für die jungen Erwachsenen insgesamt vier zweitägige Workshops angeboten, die abwechselnd in Eschweiler und Eupen durchgeführt werden. Etwa 30 Mädchen und Jungen zwischen 13 und 25 Jahren arbeiten hierbei gemeinsam an der Entwicklung und Durchführung von Projekten, um sich aktiv auf der lokalen und euregionalen Ebene in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einzubringen.

Die Jugendlichen sollen hierbei Engagement für die Gestaltung der eigenen Lebensräume erlernen, Verantwortung für die Unterstützung von gesellschaftlichen Gruppen, wie z.B. älteren Menschen oder Migranten, übernehmen und politisches Engagement entdecken. Kurz gesagt: Sie sollen gemeinsam erlernen, ihre Gemeinschaft und ihre Lebensumgebung aktiv mitzugestalten. Die Teilnahme am Projekt ist für die Jugendlichen kostenlos.

Im ersten Kick-Off-Workshop, der jetzt im Gewerbe- und Technologie-Center-Eschweiler stattfand, ging es an die ersten Vorbereitungen. Die verschiedenen Vertreter der beteiligten Institutionen und Organisationen trafen sich, um die ersten inhaltlichen Schwerpunkte der Workshops festzulegen und Rahmenbedingungen zu definieren. Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram hieß die Verantwortlichen herzlich willkommen. „Aufgrund der Nähe der beiden Orte Eschweiler und Eupen ist die Zusammenarbeit geradezu prädestiniert. Das Konzept der Euregio, das Chancen zum Austausch bietet, sollte genutzt werden, um unsere Jugendlichen gemeinsam zu unterstützen. Diese neue Struktur der Jugendhilfe ist interessant und bietet viel Potential“, so Rudi Bertram. Er wünsche sich das gegenseitige Fruchten, um den Jugendlichen das Konzept Europas und die „fremden“ Länder noch verständlicher zu machen.

Auch die Eupener Vertreter von „Work & Job“, ein Ausbildungs- und Integrationsprojekt im Norden der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, und vom Animationszentrum „Ephata“, das vor 20 Jahren als Jugendprojekt entstand, sehen einer Jugendarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus entgegen, da Multinationalität eine Chance zur Bereicherung bietet. Die organisatorische und finanztechnische Umsetzung des Projektes wird im Auftrag des Eschweiler Jugendamtes durch die EUSOEC EWIV übernommen.

Nicht alles wird von den Kooperationspartnern bis ins kleinste Detail geplant, sondern die Jugendlichen sollen sich auch selber aktiv in das Projekt einbringen. So wird beispielsweise in geraumer Zeit eine Website für „APE“ erstellt, deren Gerüst von den Jugendlichen selbst gefüllt werden soll. Auch die Workshops werden teilweise von den jungen Erwachsenen selbst organisiert. Bis zum ersten Workshop, der bereits im Juni diesen Jahres stattfinden wird, gibt es für die Kooperationspartner jedoch noch einiges vorzubereiten.

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