Über den Dächern von New York City

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Den Blick auf die Dächer von
Den Blick auf die Dächer von New York werden sie so schnell nicht mehr vergessen: Drei Wochen lang sind die Liebfrauenschüler im Rahmen eines Schüleraustauschs bei amerikanischen Familien zu Gast und lernen Land und Leute kennen.

Eschweiler. Amerika - ein Begriff, mit dem viele Assoziationen verbunden werden; sowohl viele durchweg positive wie auch einige weniger gute - eines haben aber die meisten Menschen gemeinsam: Sie wollen da hin. Und eine Schülergruppe der Liebfrauenschule ist gerade da.

Die Kooperation der Bischöflichen Liebfrauenschule in Eschweiler mit der Bethlehem Catholic High School, kurz „Beca”, in Bethlehem, Pennsylvania, begann im Jahre 2010, als ein gegenseitiges Email-Programm BLS-Beca auf die Beine gestellt wurde. Dies stellte jedoch nur eine Vorstufe für das nun laufende Austauschprogramm dar. Zusammen mit Initiatorin Simone Frank und Carsten Gier befinden sich insgesamt 20 Schüler auf der anderen Seite des „großen Teiches” - für die meisten Schüler eine Premiere.

Aber wie ist es nun in den USA? Gibt es Unterschiede im Lebensgefühl und im Selbstverständnis der Landsleute? Worin äußert sich der Unterschied zwischen einem deutschen Gymnasium und einer amerikanischen High School? Und wie ist es in New York? Die Schüler hatten drei Wochen Zeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Dementsprechend hoch waren sowohl die Erwartungen als auch die Aufregung, als es hieß, von der Familie Abschied zu nehmen und die „Host Sisters” and „Host Brothers”, die Austauschpartner, die drei Wochen lang ihr Leben mit den Schülern teilen, zu begrüßen.

Im Leben der Austauschpartner spielt die Schule eine besonders große Rolle: Der Unterricht schneidet durchgehend länger den Nachmittag an, auch weil Freistunden und Mittagessen zum durchschnittlichen Schultag gehören;. Außerdem haben die „Clubs”, Schulveranstaltungen außerhalb der regulären Curricula, an einer Highschool einen besonderen Stellenwert. Das Angebot reicht von einer großen Anzahl verschiedener Mannschaftssportarten wie American Football, Baseball, aber auch Fußball bis zu intellektuelleren Angeboten wie der Theater- oder der Schach-AG.

Aber auch innerhalb des Stundenrasters gibt es Unterschiede: Die amerikanischen Schüler belegen deutlich weniger Fächer als deutsche Schüler. Im Gegenzug dazu verfügen sie über einen festen Stundenplan, der nicht oder nur gering zwischen den einzelnen Wochentagen variiert.

Der Schüleraustausch ist in erster Linie eine Schulveranstaltung, aber auch die Interaktion mit den Familien steht im Vordergrund. In der Freizeit unternehmen diese mit den deutschen Gastschülern alle erdenklichen Arten von Ausflügen, besonderer Beliebtheit erfreut sich dabei beispielsweise der Dorney Park, ein typisch amerikanischer Vergnügungspark, der zur Saison einen Schwerpunkt auf Halloween-Attraktionen setzt, gegenüber dessen Fahrgeschäften aber auch die deutschen Freizeitparks alt aussehen.

Bei der Gestaltung der außerschulischen Aktivitäten haben die Gastfamilien freie Wahl, weshalb das Programm besonders individuell ist. Eines aber haben die Berichte von den Erlebnissen gemeinsam: Sämtliche mitgereisten deutschen Schüler sind begeistert von ihren Gastschülern. Viele sind erstaunt, in welch kurzer Zeit ihnen die Familien derart ans Herz gewachsen sind.

Mit umso höherer Spannung wird daher die weitere Entwicklung dieses Schüleraustausches verfolgt: Der nun laufende Austausch ist der erste seiner Art, die Planung des Gegenbesuchs ist noch nicht abgeschlossen. Der Fokus der amerikanischen Seite lag bisher auf dem Programm für die deutschen Gastschüler.

Der Termin für einen Gegenbesuch steht daher noch nicht fest. Lehrerin Simone Frank ist aber optimistisch: „Wir wollen noch in diesem Schuljahr einen Gegenbesuch einrichten.” Es ist geplant, dass die amerikanischen Schüler zu ihrer Gastschwester oder ihrem Gastbruder aus dem ersten Teil des Austausches zurückkehren, um dann mit ihnen ihre Zeit in Deutschland zu verbringen.

So interessant das Leben in einer amerikanischen Familie und der Besuch einer amerikanischen Schule auch sind, komplettiert wird das Programm erst durch eine Reise in eine der großen amerikanischen Metropolen, und welche eignet sich da besser als New York City, die größte und wohl auch berühmteste Stadt in den Vereinigten Staaten? Drei Tage lang konnten die Liebfrauenschüler die „City that never sleeps” erleben.

Zum Programm gehörten unter anderem eine Bootsfahrt zur Freiheitsstatue auf Liberty Island, ein Besuch des 9/11-Memorial an der Stelle, wo früher die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, und ein paar Stunden Shopping am Times Square. Das Verweilen über den Dächern der Weltstadt auf den Aussichtsterrassen des Rockefeller Centers und auf der 86. Etage des Empire State Buildings, dem höchsten Wolkenkratzer in New York, war besonders imposant für die Schüler, da sie nach Sonnenuntergang dort eintrafen und den Blick auf das Lichtermeer New Yorks genießen konnten.

Von den Eindrücken des Schüleraustauschs werden alle Beteiligten wohl noch lange zehren können.
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