Eschweiler - U6-Untersuchung: Jugendämter wollen nicht drohen

U6-Untersuchung: Jugendämter wollen nicht drohen

Von: sh
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Eschweiler. Vor Ablauf der „Toleranzgrenze” waren die Eltern mit ihrem zwölf Monate alten Sprössling zur U6-Untersuchung beim Kinderarzt. Trotzdem flattert das Erinnerungsschreiben eines Landesinstituts in den Briefkasten, mit der Bitte, doch die U6-Untersuchung zu machen.

Wenige Wochen später meldet sich dann sogar das örtliche Jugendamt: „Sie waren noch nicht bei der U6-Untersuchung.” Das bringt für viele junge Eltern das Fass zum Überlaufen.

Aufgrund vieler Probleme in der jüngeren Vergangenheit möchten die Jugendämter der Städte Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath und Würselen gemeinsam aufklären. Denn die seit August vor Ort umgesetzte „Verordnung zur Datenmeldung der Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen” sorgt für reichlich Zündstoff.

„Wir gehen da sensibel ran”, verspricht Eschweilers Jugendamtsleiter Heinz Kaldenbach. Keinesfalls droht das Jugendamt bei versäumten Terminen und unterstellt direkt eine Kindeswohlgefährdung, es möchte vielmehr vor allem beratend und informierend tätig sein.

Das Schwierige für die Jugendämter: Eine verpflichtende Überprüfung wird von Familien oftmals als völlig unangemessen angesehen. Genau hier entstehe oftmals ein falsches Bild, wie auch Herbert Heinrichs (Jugendamtsleiter Alsdorf), und Brigitte Killing (Jugendamt Würselen) wissen.

Letztlich handelt es sich um eine freiwillige Entscheidung, die U-Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Die Kontrolle bei Nicht-Aufsuchen des Arztes ist für die städtischen Jugendämter aber verpflichtend. Eine Paradoxon, mit dem die Mitarbeiter vor Ort zu kämpfen haben. In anderen Bundesländern sind die Vorsorgeuntersuchungen verpflichtend.
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