Typisierungs-Aktion: Ganz einfach zum Lebensretter werden

Von: ran
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Sagen mit Hilfe des Fußballs dem Blutkrebs den Kampf an: Carolin Emondts-Seeger (links), Sozialarbeiterin an der Willi-Fährmann-Schule, die Mobilen Jugendarbeiter Christian Kolf (2. v. l.) und Nicole Hillemacher (3. v. r.), „Alemanne“ Philipp Gödde (3. v. l.), Yvonne Entenmann vom Aktionsteam „Spendengewinnung“ der DKMS (rechts) und Bürgermeister Rudi Bertram (2. v. r.). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose „Blutkrebs“. Als eine der wenigen erfolgversprechenden Gegenmaßnahmen kommt eine Stammzellentransplantation in Frage. Wichtige Voraussetzung, um einen Knochenmark-Spender zu finden, ist die „Typisierung“ möglichst vieler Menschen.

Die Verantwortlichen der Willi-Fährmann-Schule sagen nun in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Eschweiler und der DKMS (ehemals: Deutsche Knochenmarkspenderdatei) dem Blutkrebs den Kampf an. Denn im Rahmen eines „School Out Soccer-Turniers“, das am Samstag, 2. Juli, ab 12 Uhr auf dem Schulhof der Willi-Fährmann-Schule stattfinden wird, geben Mitarbeiter der DKMS allen Interessenten die Gelegenheit, sich durch eine Gewebeprobe per Wangenabstrich typisieren zu lassen und damit zu einem potenziellen Lebensretter zu werden.

Neben dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler Simon Rolfes, der die Schirmherrschaft übernommen hat, unterstützt auch Alemannia Aachen die gemeinsame Aktion der Willi-Fährmann-Schule, der DKMS und der Mobilen Jugendarbeit.

Schock für Schulfamilie

„Für die gesamte Schulfamilie der war die Nachricht, dass unser Schulleiter Karlmartin Eßer erneut an Leukämie erkrankt ist, ein Schock. Zum Glück konnte inzwischen ein geeigneter Stammzellenspender für ihn gefunden werden. Durch diese Geschehnisse ist bei allen Lehrern, Schülern und Mitarbeitern die Bereitschaft groß, an Maßnahmen gegen die Krankheit teilzunehmen“, erklärt Schulsozialarbeiterin Carolin Emondts-Seeger, die im Namen von Karlmartin Eßer betont, dass die Typisierungsaktion am 2. Juli keinesfalls für ihn stattfindet.

Wie segensreich eine solche Maßnahme sein kann, unterstreicht Yvonne Entenmann vom Aktionsteam der DKMS: „18 registrierte Personen spenden pro Tag ihre Stammzellen und helfen damit, Leben zu retten.“ Ein Argument, dass auch für die Verantwortlichen von Alemannia Aachen ein Grund ist, die Aktion zu unterstützen. „Blutkrebs kann jeden treffen. Eine Typisierung verläuft schnell und problemlos. Deswegen beteiligen wir Spieler uns gerne am Aufruf, sich registieren zu lassen. Wenn es der Terminplan zulässt, werden einige Spieler am 2. Juli vor Ort sein“, so Regionalliga-Fußballer Philipp Gödde.

Apropos Fußball: Acht Mannschaften sind bislang zum „School Out Soccer-Turnier“ auf dem Kleinfeld des Soccer-Courts der Mobilen Jugendarbeit angemeldet. Neben zwei Mannschaften der Gastgeber schicken auch die Hauptschule Stadtmitte sowie die Realschule Patternhof je zwei Teams mit Schülern der Stufen sieben bis zehn ins Rennen. Hinzu kommt eine Mannschaft der Gesamtschule Waldschule sowie der Außenwohngruppe St. Michael des Hauses St. Josef.

„Bis etwa 16 Uhr wird Fußball geboten“, blickt der Mobile Jugendarbeiter Christian Kolf dem Turnier mit Vorfreude entgegen. Wobei sich alle Beteiligten über finanzielle Unterstützung aus der Geschäftswelt freuen würden. „Eine Typisierung kostet die DKMS 40 Euro. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden angewiesen“, erklären Yvonne Entenmann und ihre Mitstreiterin Pamela Kölbl einstimmig.

Die Gelegenheit, sich registrieren zu lassen, bietet die DKMS am Samstag, 2. Juli, zwischen 11.30 und 16 Uhr in der Aula der Willi-Fährmann-Schule, Martin-Luther-Straße 14. Spenden können auf das Konto IBAN DE31 3905 0000 0000 0296 11 der Sparkasse Aachen, BIC AACSDE33XXX, Stichwort KEE 001, erfolgen.

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