Turbulentes SIngspiel: Wer bekommt den Backstage-Pass?

Von: kaba
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Mal Laut und Explosiv, mal gefühlvoll und leise: Der Chor der Grundschule Bohl sang die Lieder zum Singspiel und wurde dabei von einigen Musikern unterstützt. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Ein Duell um einen Backstage-Pass, die Frage nach den eigenen Talenten und eine Bühne für viele kleine Künstler. All das hatte das zurückliegende Wochenende in der Bohler Grundschule zu bieten, denn die Schülerinnen und Schüler führten zum wiederholten Mal ein Singspiel auf.

„Coco Superstar“ hieß das Stück, das die Kinder gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern einstudiert hatten und nun auf die Bühne brachten. Inhalt? Alles drehte sich um Coco oder besser gesagt um den Backstage-Pass für ihr Konzert, den sie mit in die Schule gebracht hatte. Problem: Es gab nur einen Pass und so musste unter den Schülern, der oder diejenige ausgelost werden, dem/der es erlaubt war, zum Konzert zu gehen. Der Vorschlag der Direktion als Repräsentanten der Schule denjenigen mit den besten Leistungen auszuwählen scheiterte und so entschied man sich dann für ein Casting verschiedener Interessengruppen.

Die kleinen Schauspieler und Schauspielerinnen der Grundschule Bohl meisterten ihren Auftritt hervorragend und trugen den Kampf zwischen den Naturwissenschaftlern, den Künstlern, den Sprachtalenten und den Sportlern überzeugend aus. Das Stück bestand aus einem stetigen Wechsel von Schauspielkunst, Gesang und Tanz der Zwei- bis Viertklässler und bot ein harmonisches Gesamtwerk, das die Zuschauer begeisterte.

„In diesem Jahr haben wir die Klassen erstmals gemischt und alle Kinder entscheiden lassen, in welchem Bereich sie gerne mitmachen würden“, erklärte Schulleiter Markus Neuefeind. Und so gab es neben den Schauspielern, den Sängern, die von einer Band unterstützt wurden, und Tänzern auch diejenigen, die in liebevoller Kleinarbeit das Bühnenbild gebastelt hatten.

Die Kinder der ersten Klassen erhielten einen besonderen Auftritt, denn sie hatten einen eigenen Tanz für das Stück einstudiert, für den sie viel Applaus erhielten. Eine Schlüsselrolle hatten Lukas und Marcel aus der vierten Klasse, die als Hausmeister Mohren auftraten. Eine Namensverwandtschaft mit dem eigenen Hausmeister, die sicherlich nicht zufällig gewählt worden war.

Hausmeister Mohren trat im Stück als beschäftigter Mann auf, der immer wieder aus der Aula vertrieben wurde, da dort ja das Casting für das Coco-Konzert stattfand. Seine Rolle blieb so lange rätselhaft, bis er dem Publikum in der Turnhalle der Grundschule eröffnete, dass morgen sein Geburtstag sei und dass er glaube, dass die Kinder eine Überraschung für ihn planten, weshalb auch er eine Überraschung organisiert hatte: Eine Live-Übertragung des Coco-Konzertes.

Eine peinliche Situation für die Schüler, die sich immer noch um den Backstage-Pass stritten und mittlerweile entschieden hatten, den Auserwählten auszulosen. Als Hausmeister Mohren, alias Lukas und Marcel, die Situation auflösten, waren zunächst alle peinlich berührt, bevor man sich dann entschied, den Backstage-Pass bleiben zu lassen und stattdessen gemeinsam eine große Geburtstagsfeier mit Liveübertragung des Konzertes zu feiern.

Ein Ende, das auch dem Publikum in Bohl zeigte, dass manche Dinge gar nicht so wichtig sind, wie sie vielleicht scheinen. Und auch der Wettkampf der Interessensgruppen war nicht nur spannend anzusehen, sondern verdeutlichte, dass es nicht ein besonderes Talent gibt, das man als das Beste bezeichnen kann, sondern dass jeder Einzelne mit all seinen Interessen etwas ganz Besonderes ist.

Zwei Aufführungen

So wie auch jeder Schüler und jede Schülerin der Grundschule Bohl. Denn jeder Einzelne hat mit seinen Talenten einen Teil zum Gelingen des Singspiels beigetragen. Während zum Beispiel Lukas und Marcel Hausmeister Mohren lebendig werden ließen, glänzten Marc und Lea (4b) sowie Mia (3a), Marie(2b) und Samuel (4b) mit einem Mathematik-Rap und Nisrin (3b), Zoe (3b), Paula (4b) und Manuel (2a) sangen eindrucksvoll das Lied der Künstler. Der Chor kam mal stimmgewaltig und mal gefühlvoll daher, während die Tänzerinnen und Tänzer ihre Choreografien zum Gesang präsentierten. „Es steckt viel Arbeit dahinter, aber wir sind stolz und vor allem glücklich, wenn Eltern, Ehemalige und Freunde herkommen und begeistert sind“, erklärte Markus Neuefeind und freute sich, dass die zwei Aufführungen des Singspiels am vergangenen Wochenenden so gut besucht waren.

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