Türen des Indestadt-Bürgerbüros bleiben geschlossen

Von: pan
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Geschlossen wegen Warnstreik:
Geschlossen wegen Warnstreik: das Bürgerbüro gestern im Eschweiler Rathaus. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Verdi-Streikwelle hat die Indestadt am Mittwoch voll erfasst: Kaum eine Buslinie fuhr, im Rathaus blieb das Bürgerbüro geschlossen, in den städtischen Kindergärten wurden Notgruppen eingerichtet.

Etwa 100 Mitarbeiter der Stadtverwaltung machten sich am Mittwochmorgen mit dem Bus auf Richtung Aachen, wo die zentrale Kundgebung stattfand. In den elf städtischen Kindertagesstätten herrschte gespenstische Ruhe. Sämtliche Einrichtungen hatten im Vorfeld die Eltern informiert und ihr Angebot auf eine Notgruppe beschränkt. So war die Betreuung der Kinder nur für die Eltern möglich, die beruftätig sind und keine andere Alternative der Unterbringung hatten. „Die meisten Menschen zeigten großes Verständnis für die Situation”, berichtete Gabi Baumann, Leiterin der BKJ-Einrichtung „Purzelbaum” in der Waldsiedlung. Dort tummelten sich am Mittwoch nicht etwa die üblichen 90 Kinder in den vier Gruppen, sondern lediglich 14.

Wer am Mittwoch trotz der Empfehlungen der Aseag eine Busfahrt plante, spielte Lotterie: nur wenige Linien wurden befahren. Kein Ort wurde im üblichen Rhythmus angesteuert. So waren zeitweise Busse auf den Linien EW 3, 28 und 52 zu sehen. Allerdings waren diese nur spärlich besetzt, da sich die meisten Indestädter schon im Vorfeld eine andere Möglichkeit gesucht hatten, zur Arbeitsstelle zu gelangen. Dementsprechend eng wurde es im Berufsverkehr.

Stille herrschte auch im Rathaus, wo große Plakate auf den Streik hinwiesen. Die Information und das Bürgerbüro waren nicht besetzt. „In dringenden Fällen konnten wir selbstverständlich reagieren”, teilte Stadtsprecher Stefan Kaever mit. Der Warnstreik galt ohnehin nicht für die Beamten.

Der Warnstreik könnte erst der Startschuss für weitere Streiks sein. Dass sich die Tarifparteien im Öffentlichen Dienst schnell einigen, gilt als unwahrscheinlich. Die Taxi-Unternehmen wirds freuen - sie hatten am Mittwoch Hochkonjunktur.
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