Eschweiler - Trotz Starkregen: Die Inde bleibt in ihrem Bett

Trotz Starkregen: Die Inde bleibt in ihrem Bett

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
12311762.jpg
Sammelpunkt Kraftwerk: Von Weisweiler aus brachen am Donnerstag 30 Fahrzeuge mit 130 Feuerwehrleuten zum Kreis Wesel auf, wo ein Damm zu brechen drohte. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Während in Deutschland viele Städte Land unter melden, ist die Indestadt bisher von besonders schweren Gewitterregen verschont geblieben. In der Nacht zum Donnerstag stieg der Pegel der Inde zwar auf 1,88 Meter, sank allerdings schnell wieder ab.

Wie die Feuerwache Eschweiler bestätigte, habe zu keiner Zeit die Gefahr bestanden, dass Teile der Stadt überflutet werden. Allerdings bleiben die Retter wachsam, denn der Deutsche Wetterdienst gab auch für den Donnerstagabend erneut eine Vorauswarnung heraus, was allerdings nicht bedeutet, dass sich die Gewitter tatsächlich genau über Eschweiler abregnen.

Katastrophenalarm ausgelöst

Im Kreis Wesel stellt sich die Situation anders dar: Dort droht die Issel einen Damm zu brechen, wodurch ganze Orte unter Wasser stünden. Um dies zu verhindern, löste man den Katastrophenalarm aus, der auch Eschweiler erreichte. Am Donnerstag sammelten sich die Feuerwehren der Städteregion, der Stadt Aachen und des Kreises Heinsberg am Weisweiler Kraftwerk, um von dort aus gemeinsam nach Dinslaken zu fahren.

30 Fahrzeuge mit etwa 130 Feuerwehrleuten machten sich am Nachmittag auf den Weg. Im Gepäck waren unter anderem 1900 gefüllte Sandsäcke sowie weitere 8000 Säcke, die bei Bedarf gefüllt werden können. Sie sollen dazu verwandt werden, den Damm zu schützen. Der Einsatz ist auf 24 Stunden ausgelegt.

Aufgeregte Anrufe mussten am Donnerstag die Stadtverwaltung und die Feuerwehr entgegennehmen. Im Internet kursierten Nachrichten, dass eine Unwetterwarnung von der Stadtverwaltung ausgegeben worden war und Schulen evakuiert würden. Zahlreiche Eltern meldeten sich daraufhin in den Schulen und bei den Behörden. Diese Nachricht stellte sich letztlich als Falschmeldung heraus.

Zu keine Zeit sei daran gedacht worden, Schulen zu evakuieren, sagte Verwaltungssprecher René Costantini und betont: „An dieser Meldung ist überhaupt nichts dran.“ An dem Einsatz im Kreis Wesel sind sechs Feuerwehrleute und zwei Fahrzeuge aus Eschweiler beteiligt. „Es sind also ausreichend Feuerwehrleute vor Ort, sollte es in den nächsten Stunden zu Starkregenereignissen in Eschweiler kommen“, sagte der Leiter der Eschweiler Feuerwehr, Axel Johnen.

Laut Wetterdienst war in der Nacht zu Freitag mit starken Gewittern zu rechnen. Örtlich mit mehr als 50 Liter pro Quadratmeter in der Stunde. Es konnte allerdings nicht vorausgesagt werden, wo diese Mengen Wasser vom Himmel fallen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert