Trotz Kita soll auch Spielplatz attraktiv bleiben

Von: pan
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Lässt sich der Parkplatz an der Indestraße verlagern, damit der Spielplatz (im Hintergrund) nicht verkleinert werden muss? Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Dem Bau des fünfgruppigen Kindergartens am Grünen Weg steht nun nichts mehr im Weg: Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses stimmten am Mittwochabend alle für die Pläne. Allerdings sorgt die damit verbundene Verkleinerung des Spielplatzes an der Indestraße für Diskussionen.

Vor allem die vorgeschlagene Verlagerung von Spielgeräten an den Skaterpark stieß auf Bedenken. Der Grünen-Stadtverordnete Dietmar Widell schlug deswegen vor, stattdessen den Parkplatz am Fuß des Spielplatzes auf die andere Seite der Indestraße zu verlagern. „So müssen Kinder nicht die gefährliche Stadtautobahn überqueren“, meinte er. Dies wird von der Stadtverwaltung nun geprüft.

Dezernent Stefan Kaever räumte im Ausschuss ein, dass man am liebsten jetzt schon am Patternhof bauen würde. Dort war man allerdings auf Schächte und Industrieanlagen gestoßen, die das Verfahren weiter verzögert hätten. „Wir stehen unter einem Handlungsdruck, auch weil ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz besteht“, sagte Kaever. Man habe die Planung sehr kurzfristig und überraschend ändern müssen. Aus diesem Grund seien die ersten Informationen an die Kommunalpolitiker zunächst auf das Notwendigste beschränkt gewesen, teilte Kaever mit.

Grundriss bekannt

Der Grundriss des geplanten Gebäudes am Grünen Weg war den Kommunalpolitiker schon bekannt. Die Stadtverwaltung greift auf die Pläne für die derzeit entstehende Einrichtung auf dem Ringofen-Gelände zurück. Der Bebauungsplan enthält bereits die juristischen Voraussetzungen für den Neubau und muss aus diesem Grund nicht verändert werden. Die Fläche gehört zudem der Stadt Eschweiler. Auch dies seien Argumente gewesen, diese Stelle vorzuschlagen, sagte Kaever.

Weiterer Gesprächsbedarf besteht allerings bei der Gestaltung des Außengeländes – und bei der Dimension. Denn die Ausschussmitglieder machten deutlich, dass sie die Attraktivität des Spielplatzes nicht verringern wollen. Vorschläge sollen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Kinderspielplätze“ gemacht werden, worauf Achim Schyns (SPD) hinwies.

Die Christdemokratin Maria Mund befürchtete im Ausschuss, dass Kinder nach dem Umbau des Kinderspielplatzes häufiger die Inde-straße überqueren müssten. Diese Sorge teilten zahlreiche Politiker. Die Ampel befindet sich schließlich etwas entfernt an der Einmündung der Steinstraße.

Die Eltern, die ihr Kind in der ursprünglich geplanten Kita am Patternhof unterbringen wollten, seien laut Stadtverwaltung informiert worden. Andere Kitas der BKJ (Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche der Stadt Eschweiler) werden die Kinder übergangsweise aufnehmen, bis die neue Kita am Grünen Weg bezugsfertig ist.

Der Bau soll insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten. Eigentümerin wird die Strukturfördergesellschaft sein, die BKJ übernimmt den Betrieb der Einrichtung. Beide sind 100-prozentige Töchter der Stadt Eschweiler.

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