Trommeln über dem Blausteinsee: Afrika liegt bald gleich hinter Dürwiß

Von: Rudolf Müller
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Artisten des Jabula-Circus‘ zeigen Kostproben ihres Könnens, und afrikanische Leckereien laden zum Probieren ein. Auf das Festival freuen sich neben Schirmherr Rudi Bertram (l.) und Veranstalter Joe Mvurah (2. v.r.) auch dessen Kooperationspartner Max Krieger (2. v.l.) und dessen Mitarbeiter Manuel Hauck.
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Afrikanische Tänze und Rhythmen verzaubern die Besucher des zweiten bunten Afrika-Festivals am Blausteinsees, dessen Erlös zur Finanzierung eines internationalen Kulturzentrums beiträgt. Foto: Veranstalter/Müller
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Afrikanische Tänze und Rhythmen verzaubern die Besucher des zweiten bunten Afrika-Festivals am Blausteinsees, dessen Erlös zur Finanzierung eines internationalen Kulturzentrums beiträgt. Foto: Veranstalter/Müller
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Afrikanische Tänze und Rhythmen verzaubern die Besucher des zweiten bunten Afrika-Festivals am Blausteinsees, dessen Erlös zur Finanzierung eines internationalen Kulturzentrums beiträgt. Foto: Veranstalter/Müller

Eschweiler. Nicht mehr lange, dann dröhnen wieder die Trommeln über dem Blausteinsee. Nach der rundum gelungenen Premiere im vergangenen Jahr präsentiert der Verein Africa e.V. am 30. und 31. Juli dort das zweite Afrika-Festival. Und das, so verspricht Organisator Joe Mvurah, soll noch besser werden als das erste.

Dabei ist das zweite eigentlich bereits das fünfte. Die drei ersten Festivals fanden auf dem Drieschplatz statt – mit einem anderen Veranstalter.

Bürgermeister Rudi Bertram, der auch diesmal wieder Schirmherr der bunten, völkerverbindenden Veranstaltung ist: „Das hat damals gut angefangen, ist dann aber nicht konsequent, sondern nur halbherzig weitergeführt worden. Das war stark verbesserungsbedürftig.Ich bin froh, dass wir jetzt einen Veranstalter haben, der das vernünftig angeht.“

Joe Mvuraa, so unterstreicht auch Kulturmanager Max Krieger, der den Mann aus Zimbabwe seit Jahren kennt, „ist als Veranstalter für dieses Festival so ziemlich das beste, was die Region zu bieten hat.“

Der in Düren lebende Mvurah, vor 27 Jahren nach Deutschland gekommen, ist unter anderem Veranstalter der Erfolgsshows „Mama Africa“ und „Hot Africa“ sowie der aktuellen Show „Jabula Africa – Zirkus der tanzenden Trommeln“, die nach einer großen Tour durch Frankreich jetzt wieder in Deutschland zu erleben ist.

Artisten des Jabula-Africa-Circus sind auch beim Festival am Blau-steinsee zu erleben. Gleich mehrfach präsentieren sie am Samstag und Sonntag Auszüge aus ihrer atemberaubenden Show.

Und auch der Rest des Programms kann sich sehen lassen: Da gibt es Trommel- und Tanzworkshops für Erwachsene und Kinder, Zumba- und Hiphop-Workshops, folkloristische Musik und Tänze aus Ghana, Kenia und dem Senegal, mehrere Bands, eine Limo- und Feuershow, einen Geschichtenerzähler, ein Michael-Jackson-Double und Stelzenläufer, afrikanische DJs und eine Dschungelnacht-Party.

„Das Afrika-Festival präsentiert ein Bühnenprogramm der besonderen Art; Elemente afrikanischer Kultur, Artistik und tempogeladene Aktionen vermischen sich zu einem exotischen Festival mit atemberaubenden Show-Acts aus dem Afrikanischen Kontinent“, verspricht Joe Mvurah auf seiner Internet-Seite www.afrikafestivals.de.

Zum Programm, das von Marcy Maurice aus Kenia moderiert wird, gehört – wie schon im vergangenen Jahr – auch ein Gottesdienst mit einem Gospelchor am Sonntagmittag auf der Seebühne. Zelebriert von einem Pfarrer aus Ghana, dessen mitreißende Art schon 2015 zahlreiche Besucher begeisterte.

Und natürlich gehören zum Angebot auch zahlreiche Stände mit Kunsthandwerklichem aus verschiedenen Ländern Afrikas wie auch ein breites kulinarisches Angebot.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Dennoch hofft Mvurah auf gute Einnahmen: durch die Standgelder und den Verkauf von Speisen, die es in diesem Jahr reichlicher geben soll als bei der Premiere. Denn das Festival dient einem guten Zweck: Mit dem Erlös soll zur Finanzierung eines kulturellen Zentrums in Düren beigetragen werden.

„Unser Verein hat etliche Künstler aus dem Senegal, Zimbabwe, Ghana und anderen afrikanischen Ländern, aber auch aus Deutschland in seinen Reihen, die in dem neuen Zentrum gerne ihre Fähigkeiten weitergeben wollen“, verspricht Joe Mvurah kostenfreie Kurse in dem Treffpunkt im Zentrum Dürens.

Noch ist das Gebäude am Ellernbusch eine leerstehende Lagerhalle; am 1. September soll hier das Kulturzentrum eröffnet werden. „Ein Zentrum, das offen ist für alle Kulturen, Religionen und Nationalitäten“, sagt Mvurah. Damit beim Festival am Blausteinsee die Kosten nicht die Einnahmen übersteigen, arbeiten viele Helfer dort ehrenamtlich mit.

Dass das Afrika-Festival überhaupt im attraktiven Ambiente des Sees stattfindet, war nicht selbstverständlich. Ursprünglich nämlich hatte Joe Mvurah geplant, das Festival in Belgien zu veranstalten. Als Max Krieger davon erfuhr, gelang es ihm, den Dürener von den Vorzügen des Blausteinsees zu überzeugen.

„Das erste Mal dort war schon gut, aber wir werden uns weiter steigern!“, verspricht Mvurah. Bürgermeister Rudi Bertram hat gerne die Schirmherrschaft für die außergewöhnlicher Veranstaltung übernommen, versichert er dem Ghanaer: „Sie sind hier gern gesehene Gäste! Eschweiler steht dafür, offen für alle Kulturen zu sein!“

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