Treffen von Heinkel-Rollern und ihren Besitzern auf Merzbrück

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Keine 10 PS stark, aber alpentauglich: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichte der Heinkel Tourist. Und weil der Viertaktmotor als nahezu unverwüstlich galt, kommt es jetzt, fast 50 Jahre nach Bau-Ende, zu einem Heinkel-Rollertreffen auf Merzbrück. Foto: imago/Rust

Eschweiler. Mehr als 160.000 „Touristen“ verließen zwischen 1953 und 1965 die Heinkel-Werke in Stuttgart und Karlsruhe. Ein paar tausend davon rollen heute noch durch die Lande. Und einen davon besitzt Detlef Krill. Der Eschweiler Fahrsicherheitstrainer ist „eigentlich“ ein begeisterter Sammler und Restaurator alter Radios und trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten aus allen Teilen des Landes zum Erfahrungsaustausch und zu Workshops im Restaurant „Albatros“ am Flugplatz Merzbrück.

Diesmal allerdings tauscht er die historischen Röhren gegen alte Viertakter: Detlef Krill lädt ein zum 1. Heinkelroller-Stammtisch am 5. Mai im Bistro „Albatros“, dem gelben Gebäude gleich unterhalb des Bahnübergangs an der Zufahrt zum Flugplatz. Um 14.30 Uhr geht es los an diesem Sonntag. 27 „Tourist“-Fahrer hat Krill inzwischen angeschrieben. Und würde sich freuen, wenn noch weit mehr mit ihren kultigen Maschinen zu dem Treffen kämen.

Die waren in den frühen Jahren des deutschen Wirtschaftswunders zu einem beliebten Fortbewegungsmittel. Wer sich noch kein Auto leisten konnte, aber weder einen der üblichen Zweitakt-Roller noch ein Moped oder ein Motorrad fahren wollte, entschied sich häufig für einen Heinkel Tourist. Allen Ausführungen gleich ist der luftgekühlte Einzylinder-Viertaktmotor, der zwischen 7,2 und 9,5 PS leistete. Der Verbrauch blieb bei weniger als 3 Litern Benzin auf 100 km. In Kombination mit dem Viergang-Klauengetriebe mit Handschaltung, das mit dem 103 A0 eingeführt wurde (vorher Dreigang), erlaubte er Höchstgeschwindigkeiten von 95 km/h (mit einem Plexiglas-Brustschild über 110 km/h).

1960 brachte Heinkel mit dem 103 A2 die letzte Variante des Tourist heraus, mit elegantem „Langheck“, integrierter breiter Schlussleuchte und serienmäßiger Blinkanlage.

Der Roller überzeugte vor allem durch seine Zuverlässigkeit und Robustheit. Mit seiner Zuladungskapazität von fast 200 kg war er auch für Urlaubsreisen sogar über die Alpen geeignet.

 

 

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