Traditionelle Herbst-Kunst-Ausstellung: Bunt, ernst und mystisch

Von: cca
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Die Künstler im Ausstellungsraum: Beate Bündgen, Astrid Bohne, Dieter Eichelmann, Stefan Tiersch, Rahel Weissmann und Ralf Savelsberg (von links). Foto: Rebecca Leisten

Eschweiler. Abwechslungsreich, vielfältig und tiefgründig. So lässt sich die 15. Herbst-Kunst-Ausstellung im Zisterzienserinnenkloster St. Jöris beschreiben. Am Freitag, 30. September, ab 19 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet.

Interessierte sind herzlich eingeladen, die von Künstler Dieter Eichelmann initiierte Ausstellung zu besuchen. Unter dem Thema „.ich sehe dich.“ hat Eichelmann auch in diesem Jahr eine bunte Mischung an Künstlern in der ehemaligen Abteikirche versammelt: Astrid Bohne aus Eschweiler (Bilder und Installation), Beate Bündgen aus Erkelenz (Holzschnitte und -druck), Stefan Tiersch aus Aachen (Bilder), die Performance-Künstler Rahel Weissmann und Ralf Savelsberg (Tanz und Musik), sowie Dieter Eichelmann aus Würselen (Bilder und Objekte).

Das Thema der Ausstellung legten die Künstler bereits im letzten Herbst fest und wollten damit die zwischenmenschlichen Beziehungen beschreiben: „In der heutigen Zeit schauen sich die Menschen an, ohne sich wirklich zu sehen. Wir blicken auf die Oberfläche eines Menschen, aber können nicht in ihn hineinschauen. Viele unter uns sind einsam, obwohl sie in einer Beziehung sind. Das alles nur, weil wir nicht richtig hinsehen.“

2002 hat Kurator Dieter Eichelmann die Ausstellung erstmals ins Leben gerufen. Dieses Mal möchte Eichelmann seine gebrannten Bilder präsentieren. Auf diesen sind thematisch passend sich von dem Partner entfremdende Menschen und Einzelpersonen zu sehen.

Weit aus bunter geht es bei Künstler Stefan Tiersch zu. Der Aachener zeigt seine aktuelle Hauptserie „Schöpfolution“, eine Mischung aus den Worten Schöpfung und Evolution: Pflanzen, Schlangen, Blüten und surreale Gewächse.

Seine groß angelegten Bilder malt Tiersch auf Materialien, die er gerade findet und gestaltet diese mit diversen Acrylfarben. Seine Malereien sind sehr detailliert und farbenfroh, was Tiersch einiges an Arbeit kostet, aber definitiv seine Passion ist: „An meinem großen Bild habe ich bis zu 10 Stunden am Tag, über vier Wochen hinweg gemalt. “ Eine weitere Bilder-Serie, allerdings in einem ganz anderen Stil, ist die von Astrid Bohne.

Ihre Malereien zeigen das Gesicht einer Frau. Mal ganz offen, mal verschleiert und ein anderes Mal grafisch verdeckt. Bei ihren Bildern dominieren die Farben blau und metallisch-rot. Das hat seinen Grund: „Meine Bilder zeigen die Suche nach der Erkenntnis. Dabei steht das Blau für das Tiefe, Mystische und weit Entfernte, eben die Erkenntnis. Die Rostpartikel, die ich verwende stehen für das Nahbare und Berührbare.“

Neben den gemalten Werken werden in der Herbst-Kunst-Ausstellung auch die Holzschnitte von Beate Bündgen zu sehen sein. Die Künstlerin praktiziert den verlorenen Holzdruck. Das heißt, dass sie in bis zu 1,50 Meter lange Holzbalken, so genannte Stelen, Motive schnitzt. Diese Motive werden mit Farbe bestrichen und auf ein geeignetes Papier gedrückt.

Dieser Vorgang wird vielfach wiederholt, so dass mehrere Schichten entstehen. „Der verlorene Holzdruck ist ein langwieriger Prozess. Nachdem die Stele auf das Papier gedrückt wurde, muss zum einen die frische Farbe trocknen und zum anderen muss die Stele gewaschen und getrocknet werden“, erklärt Bündgen. Für ihre Motive stehen bei der Holz-Künstlerin Frauen im Fokus.

Daher hat sie zur Ausstellung „die neuen Musen des Olymps“ produziert. Neben den Drucken stellt Bündgen auch die verwendeten Stelen aus. Für weitere Abwechslung sorgen die Performance-Künstler Rahel Weissmann und Ralf Savelsberg. Mit einer Mischung aus Tanz und Gesang möchte das Duo die ausgestellten Werke in ihren Auftritt mit einbeziehen.

Savelsberg hat speziell für das Event ein Lied komponiert und wird gemeinsam mit seiner Frau die Entwicklung einer Beziehung darstellen: „Von der Suche einer einsamen Person, über die Sehnsucht nacheinander und die Annäherung zueinander. Das werden wir in einer Kombination aus einstudierten und improvisierten Elementen zeigen“, so Savelsberg. Wer es nicht zur Vernissage schafft, kann die Ausstellung von Samstag, 30. September, bis einschließlich Montag, 3. Oktober, jeweils von 14 bis 18 Uhr, Sonntag schon ab 11 Uhr, besuchen. Der Eintritt ist kostenlos.

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