Eschweiler - Tosender Applaus als Jubiläumsgeschenk

Tosender Applaus als Jubiläumsgeschenk

Von: ran
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Zum Jubiläum auf dem (bisherigen) Höhepunkt: Die Trinity Gospel Company begeisterten in der Dreieinigkeitskirche. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Das Versprechen im Vorfeld war enorm! „This is the day“ lautete der Titel des Konzerts der Trinity Gospel Company zur Feier des 20-jährigen Bestehens ihrer Formation. Doch nach mehr als zweieinhalb Stunden musikalischen Genusses und Vergnügens erhoben sich die Zuhörer in der zum Bersten gefüllten Dreieinigkeitskirche von ihren Sitzen, um stehend, lautstark und langanhaltend zu applaudieren.

Damit signalisierten sie den Sängern des von Kantor Gerhard Behrens geleiteten Chors der Evangelischen Kirchengemeinde Eschweiler unmissverständlich: „Dies ist (war) der Tag!“

Unterstützt wurden die Chormitglieder einmal mehr von der fünfköpfigen Band McFly aus Baesweiler, die sich ausschließlich zu Konzerten der Company zusammenfindet, sowie von den Film- und Fotofreunden Eschweiler unter der Leitung von Harry Reimer, die während des Konzerts über den Köpfen der Sänger zahlreiche Bilder präsentierten.

Diese korrespondierten hervoragend mit den Liedern und trugen damit zur einzigartigen Atmosphäre in dem mit beeindruckender Akustik ausgestatteten Gotteshaus bei.

Um Punkt 19 Uhr wurde es am Samstagabend im Inneren der Dreieinigkeitskirche mucksmäuschenstill. Doch dies geschah nicht, weil die Trinity Gospel Company ihren ersten Song anstimmte. Stattdessen erklangen die Kirchenglocken, die dem folgenden Konzertereignis eine würdevolle Einstimmung verschafften.

Die sich unmittelbar anschließenden gut 150 Minuten (samt Pause) vereinten Fröhlichkeit, Feierlichkeit, Leichtigkeit und Beschwingtheit mit den unterschiedlichsten Emotionen. Eine große Bandbreite musikalischer Aspekte, ruhige und zurückhaltende Klänge wechselten sich mit machtvoller Entschlossenheit ab, zog sich durch das gesamte Programm.

Dabei wurde deutlich, dass (Gospel-)Musik natürlich weltumspannend ist: angefangen mit dem afrikanischen Song „Akanamandla“, mit dem der indestädtische Chor sein Konzert eröffnete und dabei unterstrich, dass der Teufel nun seiner Macht beraubt sei, über das zu Herzen gehende estische Volkslied „Puduutus“, das an das traditionelle Sing- und Tanzfest in der estischen Hauptstadt Tallinn erinnert, dem einige Chormitglieder im Sommer 2014 beiwohnen durften, bis hin zu typischen afro-amerikanischen Songs wie „O Happy Day“ und „Here I am to Worship“.

Überzeugende Solisten

Solist Wilfried Schultheiss interpretierte das von Tore W. Aas komponierte Konzerttitellied „This is the day“ überzeugend. Und auch die weiteren Solisten Yvonne Debald, Achim Hemgenberg, Monika Ekberg, Ulrich Sonntag, Elisabeth Raasch, Gaby Thyssens sowie Theo Herwarts ließen die Funken zum Publikum stets überspringen.

Als wunderbare Farbtupfer innerhalb des Gesamtkunstwerks erwiesen sich die Einlagen der Band McFly: Christoph Jansen (Keyboard), Jens Offergeld (Bass), Dirk Jöris (Gitarre), Markus Paffen (Schlagzeug) und Sängerin Marion Klötsch begleiteten die „Company“ nicht nur, sondern steuerten gelungene Coverversionen von unter anderem George Ezras „Budapest“ sowie Adeles „Skyfall“ hinzu.

Während des „Gospel Quodlibets“ zum Mitsingen, bei dem die drei Titel „Rock my soul“, „He´s got the whole world“ sowie „Go, tell it on the mountains“ unter der Überschrift „Rock the whole mountains“ zusammengefasst wurden, stellten dann auch sehr zur Freude von Gerhard Behrens weite Teile des Publikums ihre gesanglichen Talente unter Beweis.

Auf besondere Art bewegend fiel in der Schlussphase des Konzerts die Interpretation des Songs „This world is not my Home“ aus, mit dem der Chor unter anderem seiner drei verstorbenen Mitglieder gedachte. „Die Verstorbenen haben Spuren hinterlassen und leben in unseren Gedanken weiter“, so Chorsprecher Werner Linnartz.

Mit dem Traditional „Joy to the World“ feierte die Trinity Gospel Company dann ein letztes Mal während des Jubiläumskonzerts in Kooperation mit ihren Zuhörern ihre Gemeinschaft, die am 13. Januar 1995 ihren Anfang genommen hatte. Ein Ende ist nicht in Sicht. Und das ist gut so!

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