Eschweiler - Top-Programm: Von Wacken zu Rock am Pool

Top-Programm: Von Wacken zu Rock am Pool

Von: na
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Metallicafeeling im Dürwisser
Metallicafeeling im Dürwisser Freibad: Die Coverprofis von „Metakilla” heizten dem Publikum mit einem Querschnitt durch die Welthits von Metallica zum Abschluss noch einmal richtig ein. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Nach dem Wiederaufleben des in den 90er Jahren so beliebten Festivals Rock am Pool ging das Musikfest am Samstagabend nun in die zweite Runde. Das Konzept der mobilen Jugendarbeit, sowohl Bands aus Eschweiler und der Region als auch überregionale Musiker zu engagieren, erfreute sich 2011 größter Beliebtheit und lockte auch in diesem Jahr ein großes Publikum in das Dürwisser Freibad.

Dank des engagierten Freibadteams war es außerdem möglich, die Musik auch schwimmenderweise zu genießen.

In einem Bandcontest im „Check In” im Juni gab die mobile Jugendarbeit den jungen Fans aus Eschweiler selbst die Möglichkeit ihre Favoriten aus den aufstrebenden Nachwuchsmusikern direkt in das Line-Up von Rock am Pool 2012 zu wählen. Dank des Zuspruchs ihrer Fans eröffnete so die Combo „Horrorpuppets” mit Frontmann Carim Daher das Festival und sorgte mit druckvollen eigenen Songs wie „Anna Bolika”, aber auch mit Covern wie „T.N.T.” von ACDC oder etwa „Eisgekühlter Bommerlunder” von den Toten Hosen für Stimmung. Die gute Laune der vier Jungs auf der Bühne schwappte auf die Zuschauer vor der Bühne über, die bei dem schwierigen Job als Einheizer mit ihrer lockeren Art überzeugten.

Die ersten 15 Schützen treffen

Im Anschluss folgte eine junge Band aus Wetzlar, die sich mit ihrem fulminanten Auftritt auf der Bühne des Freibads auch in der Indestadt einen Namen gemacht haben dürfte. Rafael, Hendrik, Carol, Martin und „Henki” von „Campaign like Clockwork” präsentierten dem Publikum eigene Songs, die am einfachsten mit der relativ nichtssagenden Beschreibung Indierock zu betiteln sind. Passend ist das auf jeden Fall, aber sowohl auf ihrer CD, als auch im Dürwisser Freibad zeigten die Musiker, dass sich ihre Musik einer viel zu allgemeinen Beschreibung durch Genres entzieht und gleichzeitig den Zuhörer mitzieht. Fakt ist, dass eine gewaltige Stimme und mehrschichtige Gitarrensounds die Musik tragen. Ausgefeilte Schlagzeugrhythmen geben ihr ihren Herzschlag und einfache, hippe Melodien auf dem Synthesizer geben ihr einen Wiedererkennungswert und laden zum Mithüpfen ein. Schon nach einem Refrain blieben die Melodien im Kopf und ohne dabei in irgendein Klischee zu passen, ist die Musik von „Campaign like Clockwork” beinahe so eingängig wie die meisten Mainstream-Popsongs. Kein Wunder, dass die fünf sympathischen Musiker, die auf der Bühne alles außer ihre Musik zu vergessen schienen, eine Zugabe geben mussten.

Neben kühlen Getränken wurde sorgte das Haus St. Josef für das leibliche Wohl der Gäste. Erfreulich war vor allem, dass sich im Publikum neben vielen jungen Gesichtern auch einige Rock-am-Pool-Veteranen befanden, die das Festival schon in den 90er Jahren besuchten.

Im Anschluss an „Campaign like Clockwork” durfte Moderator Patrick Nowicki dann die Band mit der wahrscheinlich längsten Bühnenerfahrung ankündigen. Nach ihrer Wiedervereinigung zeigten „Saturday Night Fish Fry”, dass Blues und Blut anscheinend gleichermaßen durch die Adern der Vollblutmusiker fließen. Die Combo um Wolfgang „WahWah” Wynands und Erwin Görres präsentierte neben Klassikern des Genres auch ihren eigenen Song „Me and the Devil”, der sich in die Juwelen der Musikgeschichte einreihte. Das Quintett wurde später stimmlich von Andrea Porten unterstützt und hat am Samstagabend auch der jungen Generation den Blues ein Stück nähergebracht.

Gewinner des Bandcontestst

Die Gewinner des Bandcontests für Rock am Pool 2012, „Camarel” durften direkt vor dem Headliner des Abends spielen. Mit einer Bandgeschichte, die noch nicht mal ein ganzes Jahr umfasst, kann man die talentierten Musiker noch getrost als Newcomer bezeichnen. Ihre Fangemeinde, die ihnen bei der Abstimmung im „Check In” den Platz auf der Bühne am Samstag bescherte, war auch diesmal mit von der Party. Bereits nach den ersten Akkorden war das Publikum von Michelle Kubans Stimme mitgerissen und sang die ersten Refrains der rocklastigen Popsongs laustark mit.

Im Vorfeld waren Michael Heidmann, Joel Braun und Stefan Engels mit ihrer Sängerin auf zweiwöchiger Tour in Polen unterwegs und fanden über einen Auftritt im Culture Café wieder nach Eschweiler zurück. Die eindrucksvollen Gitarrenriffs gepaart mit eingängigen, massentauglichen Gesangsmelodien sind das Markenzeichen des Quartetts, dass sich seit Anfang des Jahres auf der Erfolgsspur befindet. Dabei wirkt die Musik nie wirklich klischeehaft und sorgt einfach für gute Laune bei den Zuhörern. Neben den bekannten Songs wie „Rain” oder „Valentine” gab es mit „Get out” einen neuen schnellen Indierocksong, bei dem sich harte Gitarrenlines perfekt mit einer sanften Stimme ergänzten.

Auch wenn der Song ganz neu war, schaffte es Sängerin Michelle Kuban, das Publikum , das sie fest in der Hand hatte, augenblicklich zum Mitsingen zu animieren.

Das ausgefeilte, reife Songwriting sorgte für Begeisterung im Freibad, und so durften die vier jungen Talente noch eine Zugabe geben.

Als fulminanten Abschluss hatte das Organisationsteam um Nicole Hillemacher, Olaf Tümmeler und Christian Meuskens die Metallica-Coverband „Metakilla” auf die Bühne geholt. Die Tribute-Band durfte im Jahr 2008 als einzige Coverband überhaupt beim legendären Wacken Open Air, einem der größten Heavy-Metal-Festivals überhaupt, auftreten. Nicht nur musikalisch, sondern auch optisch, standen die Musiker ihrem großen Vorbild beinahe in nichts nach und sorgten mit einem Hit nach dem anderen für eine grandiose Stimmung zum Abschluss des Festivals, dass auch in der zweiten Neuauflage ein sehr großer Erfolg war.
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