„Tonspuren“: Flötentöne bezaubern selbst Könige

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Am Montag in Langerwehe zu hören: Traversflötistin Darja Großheide.

Eschweiler. Am Montag, dem 15.Juli, um 20 Uhr tritt bei den „Tonspuren“ im Töpfereimuseum Langerwehe das Ensemble Stilart mit seinem neuen Programm für zwei Traversflöten und Basso continuo auf. Gemeinsam mit ihrer kanadischen Kollegin Annie Laflamme hat die Traversflötistin Darja Großheide eine Auswahl der anspruchsvollsten und schönsten Triosonaten aus dem Umfeld Friedrichs des Zweiten zusammengestellt.

Carl Philipp Emanuel Bach, der am Hof Friedrichs arbeitete, komponierte ebenso wie sein Vater Johann Sebastian Bach und sein älterer Bruder Wilhelm Friedemann für den Flöte spielenden König. Friedrich selbst hegte außerdem die größte Bewunderung für den Dresdner Hofkomponisten Johann Adolph Hasse, den er persönlich aufsuchte und zu Flötenkompositionen verpflichtete (was den armen Hasse leider nicht davor schützte, dass Friedrichs Soldaten sein Haus abbrannten).

Beliebte Triosonaten

Der hervorragende italienische Cembalist Luca Quintavalle und die ungarische Barockcellistin Imola Gombos spielen nicht nur begleitendes Continuo, sondern präsentieren ihre Instrumente auch solistisch im Konzert. Die Triosonate gehört zu den beliebtesten Kammermusikmodellen der Barockzeit; zwei Melodieinstrumente befinden sich in dieser Gattung in angeregtem, musikalischem Gespräch miteinander und werden dabei von einer Bassgruppe begleitet, die Harmonien liefert, aber auch selbst immer wieder aktiv am Gespräch teilnimmt.

Johann Joachim Quantz war nicht nur der Flötenlehrer Friedrichs des Zweiten, sondern baute auch die königlichen Flöten. Auf Nachbauten dieser Originalinstrumente spielen Annie Laflamme und Darja Großheide.

Die Tonspuren, eine in der Region einzigartige Kammermusikreihe der „Alten Musik“, finden an jedem 3. Montag im Monat im Saal des Langerweher Töpfereimuseums statt. Karten à 12 Euro können unter Telefon 02423-4446 vorbestellt werden. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

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