Tod eines Zuchtkollegens überschattet die Zuchtschau in Dürwiß

Von: zsa
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Die Mitglieder des Kaninchenzu
Die Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins Dürwiß mit ihren Tieren (v.l.n.r.): Willi Taufenbach, Judith Pütz, Hans Flatten, Burkhard Pütz, Frank Flatten, Agnes Flatten und Miriam Flatten. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Der Kaninchenzuchtverein R 239 Eschweiler-Dürwiß präsentierte auf seiner diesjährigen Lokalschau in der Mehrzweckhalle an der Nagelschmiedstraße wieder zahlreiche süße Kaninchen in sechs verschiedenen Rassen.

Und dies trotz einiger „widriger Umstände” im Vorfeld der Ausstellung, wie es der 1. Vorsitzende der Kaninchenzüchter, Burkhard Pütz, in seiner Eröffnungsrede formulierte.

Die Kaninchenzüchter aus Dürwiß hatten diesmal nicht nur Probleme bei der Anmietung der Halle, sondern mussten nur wenige Tage vor der Lokalschau einen herben Verlust ertragen: Ihr langjähriges Mitglied und viel geschätzter Zuchtfreund Ralf Colling verstarb am 1. Oktober im Alter von nur 48 Jahren nach einer längeren schweren Krankheit im Klinikum Aachen.

„Er war ein großes Vorbild im Verein sowie im Landesverband Rheinland. Durch seinen Tod ist der deutschen Kaninchenzucht ein großer Fachmann verloren gegangen, und auch in unserem Verein hinterlässt sein Fehlen eine große Lücke”, würdigte Burkhard Pütz seinen verstorbenen Züchterkollegen und Freund Ralf Colling. Auch eine Schweigeminute wurde zu seinem Andenken eingelegt.

Im Anschluss fand dann die Siegerehrung statt und auch hier merkte man, dass Ralf Colling fehlt. Mit seiner Rasse „Satin elfenbein, Rotauge” wurde der Verstorbene, dessen ausdrücklicher Wunsch es war, dass seine Tiere dennoch ausgestellt würden, zweiter Vereinsmeister. Den 1. Platz belegte Judith Pütz mit „Kleinsilber blau”, ihr Mann Burkhard Pütz landete auf dem 3. Rang mit Kaninchen der Rasse „Kleinchinchilla”.

Das beste Alttier hat Judith Pütz mit der Rasse „Kleinsilber blau” mitgebracht, ebenso den besten Rammler. Die beste Häsin stammte aus der Zucht der Rasse „Satin elfenbein Rotauge” von Ralf Colling. Den Wanderpokal für die fünf am besten beurteilten Tiere einer Rasse erhielt Judith Pütz für „Kleinsilber blau”.

Bei der Beurteilung, die durch die Preisrichter Rüdiger Oldenburg und Sascha Kisters erfolgte, konkurrierte jedes Kaninchen mit den anderen, unabhängig von der Rasse. Zudem wurden nicht nur einzelne Tiere, sondern auch Zuchtgruppen, bestehend aus blutsverwandten Tieren, wie zum Beispiel Eltern und Jungtiere, und in einer Gruppe Geschwistertiere, bewertet. Alle ausgestellten Tiere werden dabei unter anderem nach Körperbau, Kopfform, Fellfarbe und Pflegezustand beurteilt.

Aufgrund der Tatsache, dass viele Jungtiere erst spät in der Saison zur Welt kamen und die Lokalschau aus Termingründen bereits Anfang Oktober stattfinden musste, hatten viele Kaninchen noch nicht das nötige Gewicht von 500 Gramm erreicht, um als „Alttier” bewertet zu werden. Deshalb wurde eine eigene Vereinsmeisterschaft für die Jungtiere abgehalten.

Hieraus ging Burkhard Pütz mit der Rasse „Kleinchinchilla” als Jungtiervereinsmeister hervor. Den 2. Platz erreichte Agnes Flatten mit der Rasse „Schwarzgrannen” vor Hans und Thomas Flatten mit „Kleinsilber schwarz”. Den besten Jungrammler hatte Burkhard Pütz mit einem Tier der Rasse „Kleinchinchilla” ausgestellt und die beste Junghäsin der Rasse „Schwarzgrannen” gehört Agnes Flatten.
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