Tischtennis: Dürwisser haben meistens die besseren Nerven

Von: ran
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Angriff gegen Abwehr: Uli Jansen (links) bezwang Peter Schüller in vier Sätzen und holte damit einen von zwei Punkten für die Bergrather Falken im Bezirksklassen-Derby gegen die DJK SV Eschweiler/Dürwiß.

Eschweiler-Dürwiß. Nach rund zwei Stunden war das Gesamtergebnis letztlich eindeutig: Im Derby der Tischtennis-Bezirksklasse setzte sich die favorisierte Mannschaft der DJK SV Eschweiler/Dürwiß in der heimischen Halle in der Nagelschmidstraße gegen den SV Falke Bergrath mit 9:2 durch.

Damit bleibt das Sextett mit Uli Simons, Peter Schüller, Dirk Moitzheim, Rainer Kummer, Marc Huppertz und Wolfgang Hoh auch nach dem vierten Saisonspiel verlustpunktfrei und in der Rolle des schärfsten Verfolgers des TTC Stolberg-Vicht, der die Tabelle auf Grund des besseren Spielverhältnisses anführt. Die Bergrather Falken, die vor einer Woche beim 9:3 über den VfL 63 Langerwehe den ersten Saisonsieg eingefahren hatten, bleiben mit nun 2:6 Punkten im unteren Drittel der Rangliste, haben aber nach der Herbstpause im Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht TV Höfen die Gelegenheit, wichtige Zähler für den Klassenerhalt zu sammeln.

Trotz des am Ende klaren Resultats entwickelte sich am Samstagnachmittag ein vom ersten Ballwechsel an interessantes Derby mit teilweise hochklassigen Ballwechseln, die exemplarisch für die Faszination und Geschwindigkeit des Tischtennissports standen. Gleich zum Auftakt erkämpfte im wahrsten Sinne des Wortes das Doppel-Duo Uli Simons und Wolfgang Hoh einen „Big Point“ für die DJK SV Eschweiler/Dürwiß im Duell gegen die Falke-Routiniers Uli Jansen und Wolfgang Kaluza: Hatten die DJK‘ler in den ersten beiden Sätzen, die sie mit 11:7 und 11:4 für sich entschieden, scheinbar alles im Griff, fighteten sich die Falken zurück in das Match, gewannen Satz Nummer drei mit 11:6 und behielten auch im vierten Durchgang die Nerven und die Nase mit 12:10 vorne.

Das sogenannte „Momentum“ war nun auf Seiten der Bergrather, die im Entscheidungssatz zunächst das Geschehen bestimmten und sich beim Stand von 10:7 drei Matchbälle erspielten. Doch der letzte Punkt ist bekanntlich der Schwierigste! Mit dem Rücken zur Wand hatten Uli Simons und Wolfgang Hoh nichts mehr zu verlieren, riskierten viel und glichen tatsächlich aus. Auch den vierten Matchball ließen die Falken ungenutzt verstreichen, während die Gastgeber ihre erste Chance eiskalt nutzten und somit Satz und Match mit 13:11 für sich entschieden. Die Weichen zum Gesamtsieg der DJK SV Eschweiler/Dürwiß waren gestellt. Auch die Doppelpartien Nummer zwei und drei endeten zu Gunsten der Gastgeber (siehe Ergebnis-Box), die mit einer 3:0-Führung im Rücken die Einzelbegegnungen angehen konnten.

Hier verliefen die ersten beiden Partien im oberen Paarkreuz ausgeglichen: Uli Simons (DJK) bezwang Kevin Strzodka in vier Sätzen. Gleiches gelang Uli Jansen gegen Peter Schüller, so dass nun auch die Falken den ersten Punkt auf der Habenseite verbuchen konnten.

Doch auch im weiteren Verlauf des Derbys setzten sich die Akteure der DJK SV Eschweiler/Dürwiß vor allem in engen Situationen meistens durch. So gingen die Sätze Nummer drei und vier der Partie Rainer Kummer gegen Wolfgang Kaluza jeweils in die Verlängerung und beide Male hatte der DJK‘ler mit 13:11 beziehungsweise 12:10 das bessere Ende für sich. Marc Huppertz rang darüber hinaus Klaus Möller in fünf Sätzen nieder, bevor Rudi Wüst durch einen Dreisatz-Erfolg über Wolfgang Hoh zumindest den zweiten Ehrenpunkt für die Falken unter Dach und Fach brachte. Peter Schüller war es schließlich vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen: Das 11:3, 11:5 und 11:5 über Kevin Strzodka bedeutete das 9:2 für die DJK. Das Derby war entschieden.

„Der Aufstieg ist durchaus ein realistisches Ziel“, blickt Peter Schüller dem weiteren Saisonverlauf optimistisch entgegen. „Zumal auch der Tabellenzweite eine Chance hat, in der kommenden Saison in der Bezirksliga zu spielen“, ergänzt er.

Voraussetzung sei allerdings, dass die DJK möglichst oft komplett antreten könne. „Der Konkurrent aus Vicht ist stark. Er besteht aus jungen Spielern, die sich auch noch weiter verbessern werden. In den direkten Duellen werden wir unsere ganze Erfahrung in die Waagschale werfen müssen“, ist Rainer Kummer überzeugt.

Die Begegnungen der DJK SV Eschweiler/Dürwiß gegen den TTC Stolberg-Vicht steigen am 5. Dezember (in Dürwiß) sowie zum Saisonabschluss am 23. April (in Stolberg) des kommenden Jahres. Dazwischen steht aber noch die Derby-Revanche am 13. Februar 2016 in der Bergrather Halle auf dem Spielplan.

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