Tierische Kunst von einem kreativen Quartett

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Auch Christoph Platz trägt mit seinen Skulpturen zur Weihnachtsausstellung bei.

Eschweiler. „Animals” haben Hochkonjunktur, jetzt in der Weihnachtsausstellung in der Galerie Art Engert, die vom 5. Dezember bis zum 4. Februar 2011 läuft. Stefanie Pech (Malerei), Peter Nagel (Skulpturen), Volker Leyendecker (Virtuelle Plastik) und Christoph Platz (Skulpturen) laden für Sonntag, 5. Dezember, 17 Uhr, zur Vernissage in die Galerie an der Wilhelmstraße 73g ein.

Tiere haben und hatten eine große Bedeutung im Leben des Menschen, schon immer und auch jetzt. Und was im menschlichen Leben von Bedeutung ist, das treibt auch die Kunst an. Seit der Zeit der Höhlenmalerei will die Kunst in allen Jahrhunderten die Tiere als Begleiter des Menschen zeigen und verstehen.

Die Formen der Darstellung sind unterschiedlich über die Zeiten und innerhalb einzelner Perioden, die Sichtweise reicht vom Tier als menschlichem Partner und Vorbild, als eigenständigem Wesen, als Stellvertreter für alles Natürliche bis zum lebensbedrohenden Feind. Die zeitgenössische Kunst bildet dabei keine Ausnahme. In der Galerie Art Engert zeigen Künstler wie sie zu den Tieren stehen.

Stephanie Pech, die Malerin, geboren 1968 in Unna, studierte von 1985 bis 1992 an der Kunstakademie Münster und war 1992 Meisterschülerin bei Hermann-Josef Kuhna. Sie führt Tiere vor, die vornehmlich im Wasser leben, Fische, Krebse, Regenwürmer, Schlangen. Lebewesen, die nicht unbedingt Wärme verbreiten, von denen aber auch keine Kälte ausgeht. So sind sie auch abgebildet, empathisch ist das Verhältnis zwischen Künstlerin und den Wassertieren nicht, kalt glänzend der Körper der Tiere, die Farben hart und leicht aggressiv, nicht zur Berührung einladend. Und doch wieder sehr präzise anatomisch abgebildet, fast möchte man sagen naturgetreu dargestellt.

Christoph Platz, den Bildhauer, geboren 1968 in Herne, kennen die Kunstfreunde der Galerie Art Engert gut. Er hat in der Galerie, der Burggalerie Stolberg und bei der Art Open ausgestellt. Beim Kunstpreis der Röher Parklinik 2008 hat er an der Ausstellung im Park der Klinik teilgenommen. Seine Skulptur zeigt ein Herrenhemd, unter dem das Gesicht eines Affen hervorlugt. Der Affe ist in der Geschichte der Kunst seit Jahrhunderten eine gern verwandte Metapher für den Spieltrieb, aber auch für die Triebhaftigkeit des Menschen.

Der Bildhauer Peter Nagel, geboren 1963 in Soest/Westfalen, studierte von 1983 bis 1991 an der Kunstakademie Düsseldorf, 1988 war er Meisterschüler von Alfonso Hüppi. Peter Nagel hat als sein Symboltier das Nashorn erwählt. In seinem Gesamtkunstwerk „100 Meisterwerke” benutzt er den Nashornkopf als Trophäe seiner Jagdleidenschaft auf seine Künstlerkollegen. Ob es eine Persiflage ist, ob es Zitate sind oder ob es ein Zeugnis für die Vielfalt der modernen Kunst ist, das Nashorn wird mit allen fertig, ein Tier, das Menschliches auf sein Horn nimmt. Eine Auswahl dieser Arbeiten zeigt Peter Nagel in der Galerie Art Engert.

Volker Leyendecker, geboren 1964 in Bonn, studierte 1990 bis 1995 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Reuter. Er sieht die Tiere aus der Distanz der digitalen Welt und deren fast nicht zu begrenzender Möglichkeiten. Seine Arbeiten bezeichnet er als digitale Plastiken. Seine überlebensgroßen Käfer sehen aus wie Symbole aus der Welt der nächsten Kunstgeneration, die das Kunstwerk nicht mehr eigenhändig schafft, sondern mit Befehlen an eine Maschine rechnet, den Anspruch auf die eigene Kreativität behaltend, aber die Ausführung dem Rechner überlassend.

Die Einführung spricht der Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke. Die Galerie ist geöffnet dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags nach Vereinbarung.
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