THW: Frei erfundene Veranstaltung wird zur Feierstunde

Von: lbe
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Freuten sich über die Ehrungen mit Uberraschungseffekt des Technischen Hilfwerks: Landesbeauftragter Dr. Hans-Ingo Schliwienski, Friedhelm Heckmann, Franz-Josef Hardt, Bürgermeister Rudi Bertram und Ortsbeauftragter Arnold Willecke. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Wenn doch immer alle Geheimnisse so stillschweigend behandelt werden würden, wie das beim Technischen Hilfswerk (THW) im Ortsverband Eschweiler der Fall war. Dann gäbe es wesentlich mehr überraschte Gesichter, die eine oder andere Freudenträne könnte kullern und ein tiefes Gefühl der kameradschaftlichen Überwältigung würde den Betroffenen übermannen.

Und nun einmal von hätte, würde und könnte abgesehen, gibt es doch tatsächlich noch Kameraden der alten Schule, die solch eine große Überraschung für besondere Mitglieder organisierten.

Zumindest dann, wenn das THW beschließt aus einer frei erfundenen Informationsveranstaltung plötzlich eine „kleine Feierstunde” zu machen.

Kleine Notlüge

Dass neben Bürgermeister Rudi Bertram und anderen Vertretern der Politik sowie den „Nachbarn” der Feuerwehr auch die Presse vor Ort war, hatte erst einmal keinen Eindruck auf die unwissende Ortsgruppe gemacht.

Diese „taktische Einlage” der Notlüge war von Nöten, um den Menschen, die seit Jahren und Jahrzehnten Teil des THW sind, für ihre Arbeit, ihr Engagement und ihre Leidenschaft zu danken.

Alle drei Geehrten wussten rein gar nichts von der Aktion. Spätestens, als ihre Frauen im neuen Heim auftauchten, hätten sie sich denken können, dass da etwas im Busch sein musste.

Doch einen wahren Mann vom THW beeindruckt scheinbar auch das nicht. Dem 68-jährigen Franz-Josef Hardt jedenfalls, stand die Überraschung noch Minuten nach ihrer Bekanntgabe ins Gesicht geschrieben.

Mit 18 Jahren trat er dem THW bei. Nun wurde er für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Diese Leistung könne nicht genug gewürdigt werden, sagte Landesbeauftragter Dr. Hans-Ingo Schliwienski.

Das THW und auch der Geist der Mannschaft habe sich in all den Jahren verändert. Doch Franz-Josef Hardt sei stets ein Teil dieser Veränderung gewesen.

Der einstige Kraftfahrer hat das THW miterlebt und mitbegleitet. Er hat viele Einsätze auf örtlicher und regionaler Ebene und eine Ausbildung zum Atemschutz-Geräte-Trainer absolviert.

Für seine Arbeit und seinen Einsatz über all die Jahre erhielt er das Helferzeichen in Gold.

Die zweite Ehrung betraf Friedhelm Heckmann, der im Jahr 1973 zum THW kam. Seit 37 Jahren ist auch er Teil des Teams. Er habe so viel beim THW gemacht, dass Landesbeauftragter Dr. Hans-Ingo Schliwienski das Wesentliche mit einem Textmarker herausgearbeitet hatte.

Friedhelm Heckmann war beim Fernmeldedienst ebenso wie beim Bergungsdienst tätig. Zudem betreute er die Grundausbildung von jungen Menschen und half als gelernter Schreiner auch beim Umzug ins neue Heim.

Internationale Einsätze

Er kannte sich mit den Einsatzfahrzeugen aus und hatte Einsätze in den Niederlanden und Weißrussland. Als Jugendbetreuer war er wesentlich am Preis für die Jugendarbeit vor Ort beteiligt.

Seine Kameraden beschreiben ihn als „Motor”, passend zu den geliebten Einsatzfahrzeugen. Den Tränen nahe, nahm er die Ehrnadel gerne entgegen und war erst einmal sprachlos.

Doch der am meisten überraschte Kandidat dürfte Bürgermeister Rudi Bertram gewesen sein. Denn er ist eigentlich inaktives Mitglied. Dennoch unterstützt und fördert er als erster Vorsitzender des Helfervereins seit 2003 das THW wo und wie er kann.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit zeige sich in den Fahrten zu größeren Einsätzen und der Anerkennung und dem Interesse für die Arbeit des THW, so Schliwienski.

Er gebe den Kameraden innerhalb des THW das Gefühl, etwas Gutes zu tun. Und allein diese Tatsache habe schon eine Ehrung verdient.
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