Themenreihe Griechenland: Von Troika bis zu Frauenbildern in der Odyssee

Letzte Aktualisierung:
Tourismus Griechenland
Griechenland: Mehr als Strand. Foto: Peter Zimmermann/dpa

Jülich/Eschweiler. Die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich verfolgt in diesem Jahr den Aspekt des „Sich-ein-Bild-Machens“. Parallel zur Konzipierung stand permanent das Thema Griechenland im Raum. Was für ein Bild haben wir von den Griechen?

Und worauf reduzieren wir die Griechen? Gibt es ein „Mehr der Griechen?“ Das waren Fragen, die sich auftaten. Daraus entwickelte sich eine kleine Themenreihe.

Den Auftakt der Reihe bildet der Politikwissenschaftler Alexis Passadakis mit seinem Vortrag „Griechenland: Troika und Syriza – zwischen sozialer Katastrophe und demokratischem Aufbruch?“. Der Vortrag findet am Mittwoch, 12. August, um 18 Uhr im Peter-Beier-Haus, Aachener Straße 13a, statt.

Die Zukunft Griechenlands

Die Kreditgeber der Euro-Gruppe und IWF bestehen darauf, dass Griechenland die vereinbarten Auflagen einhält und weiter die auferlegte Kürzungspolitik durchsetzt. Doch die im Januar 2015 in Griechenland in die Regierungsverantwortung gewählte Linkspartei Syriza will einen anderen Reformkurs, um das Land und die Menschen vor einem totalen Kollaps zu bewahren. Das Referendum am 5. Juli fand hier eine klare Positionierung. Dass der Reformdruck nicht vom Tisch ist, zeigten die Entwicklungen danach.

Der Politikwissenschaftler Alexis Passadakis wird der Frage nachgehen, welche Perspektive Griechenland hat und was das für die Zukunft der Europäischen Union bedeutet. Der in unserer Region aufgewachsene Passadakis sprach wiederholt in Funk und Fernsehen. Die Gebühr dieser Veranstaltung beträgt fünf Euro.

Für Donnerstag, 13. August, 15 Uhr, lädt die Leiterin der Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis, Elke Bennetreu, zu dem Film „Ein Lied für Argyris - Eine Lebensgeschichte“ ins Haus der Evangelischen Gemeinde Düren, Wilhelm-Wester-Weg 1 ein.

Eine Lebensgeschichte

Argyris überlebte als kaum vierjähriger Junge 1944 das brutale Massaker der SS im Dorf Distomo, ganz in der Nähe von Delphi. 288 Menschen wurden ermordet, 30 seiner Familienmitglieder. Wie lebte er mit dem Trauma? Eindrucksvoll, wie der über 70-jährige in diesem Film zurückblickt. Wichtig das Statement von Mikis Theodorakis und nachdenklich stimmend das Interview mit Albert Spiegel. Für diese Veranstaltung ist keine Gebühr zu entrichten.

Im Rahmen der Literarischen Freitagsvesper wird die Germanistin Margret Hanuschkin am Freitag, 14. August, um 17 Uhr über die „Frauenbilder in der Odyssee“ berichten. Sie wird die so unterschiedlichen Figuren Penelope, Circe und Nausikaa vorstellen, die bis heute Künstlerinnen und Künstler inspirieren. Für diese Veranstaltung ist inklusive Vespermahlzeit in der Pause eine Gebühr von 7,50 Euro zu entrichten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert