Themenabend: Von Kriegen und Diktaturen

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Krieg und Frieden mal bildlich mit schauspielerischen Darstellungen behandelt: Verschiedene Klassen des Städtischen Gymnasiums haben im Rahmer einer Aktionswoche einen Themenabend zum Thema Krieg und Frieden auf die Beine gestellt.

Eschweiler. Am Städtischen Gymnasium Eschweiler fand vergangene Woche unter dem Motto „…und Frieden auf Erden?“ ein Themenabend zu Krieg und Frieden statt. Unter der Leitung von Annette Zumbroich hatten sich diverse Lehrkräfte und zahlreiche Schülerinnen und Schüler – aber auch Eltern – gefunden, die auf dieses aktuelle Thema aufmerksam machen wollten.

Das knapp dreistündige Abendprogramm wurde durch den Schulleiter Winfried Grunewald eröffnet. Er erinnerte daran, dass aktuelle Kriegsgeschehnisse auch in unserer Region von großer Bedeutung seien: So werden wohl in den kommenden Monaten viele syrische Flüchtlinge nach Eschweiler kommen, um hier Asyl und Unterstützung zu suchen.

Das Programm enthielt eine große Variation an Beiträgen und Inszenierungen, die sich sowohl mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg als auch mit aktuellen Kriegen und Diktaturen beschäftigten.

Den Rahmen des Abends bildete der Chor, der mit einem breiten Repertoire wie Volksliedern, aber auch mit bekannten Stücken wie beispielsweise „Where have all the flowers gone“ von Pete Seeger oder „Imagine“ von John Lennon beeindruckte. Neben einer Klasse der Jahrgangsstufe neun, die ein Essay von Erich Fried und ein Gedicht von Marie Luise Kaschnitz inszenierte, waren zahlreiche Kurse der Oberstufe beteiligt.

Es gab einige schauspielerische Darstellungen verschiedener Kurse des Gymnasiums, unter anderem ein fiktives Interview mit Opfern der chilenischen Diktatur. Ein weiterer Punkt des Programms war der Konflikt von Vergebung und Vergeltung, und die Frage, wie betroffene Personen mit ihrer Vergangenheit umgehen und mit dieser abschließen können.

Während der Pause wurde dem Publikum die Möglichkeit gegeben, auf Karten niederzuschreiben, was Frieden für jeden Einzelnen bedeutet. Am Ende der Veranstaltung lasen auch alle beteiligten Schülergruppen vor, was sie sich unter Frieden vorstellen. Im zweiten Teil des Programms stand eine Präsentation mit Fotos heutiger Kriegsgebiete in Afghanistan, dem Irak und Syrien im Vordergrund, welche die Aktualität des Themas Krieg noch einmal hervorhob.

Es folgte ein Interview mit dem Psychologen Dr. Jamal Sobeh, der über die Zustände in Flüchtlingslagern verschiedener Länder informierte und darlegte, mit welchen Problemen Kinder und Jugendliche konfrontiert sind, die aus Kriegsgebieten fliehen mussten. In der Neurologischen Rehabilitationsklinik Aachen hilft er Menschen, die unter derartigen Kriegstraumata leiden. Am Schluss der Veranstaltung trat eine Tanzgruppe mit dem Lied „Let the sun shine“ auf und es wurde die Wichtigkeit von Spendenaktionen betont.

Spenden an Flüchtlinge

Nach Beendigung des Programms nahmen Schüler am Ausgang die freiwilligen Spenden des Publikums entgegen. Ein Teil der Spenden geht an Projekte, mit denen der Psychologe Dr. Jamal Sobeh, der auch mit dem Forum Ziviler Friedensdienst zusammenarbeitet, Flüchtlinge in syrischen Flüchtlingslagern unterstützt. Der andere Teil fließt unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu, die im Eschweiler Kinderheim St. Josef leben.

Der abwechslungsreiche Themenabend regte zum Nachdenken an und verdeutlichte, wie wichtig die Aufklärung über (aktuelle) Kriegssituationen und die Zustände in den Flüchtlingslagern ist. Der Abend wurde im Rahmen einer Aktionswoche des Städtischen Gymnasiums Eschweiler durchgeführt. Diese hat zahlreiche weitere Höhepunkte zu bieten. So wird es einen Kinonachmittag und einen Filmabend geben, an denen Filme zu den Themenbereichen Konflikt und friedliches Miteinander, beziehungsweise Krieg und Frieden gezeigt werden.

Außerdem werden die ganze Woche über jeden Morgen Kerzen auf dem Schulhof angezündet, die Lichter des Friedens symbolisieren sollen.

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